Presseberichte: Ahlener SG - Leichlinger TV

Verdiente Niederlage

Kapitän Tim Hilger in Aktion (Foto: Matzerath/Archiv)
Kapitän Tim Hilger in Aktion (Foto: Matzerath/Archiv)
Wie schon nach der Niederlage gegen die SG Schalksmühle-Halver war LTV-Trainer Frank Lorenzet am späten Freitagabend sprachlos. Seine Mannschaft hatte bei der Ahlener SG gerade eine blamable Vorstellung geboten und nicht unverdient mit 30:32 (17:19) gegen ein Team aus dem Tabellenkeller beide Punkte abgegeben.
Vor allem die Abwehr der Leichlinger inklusive Torhüter Ante Vukas war im ersten Spielabschnitt nicht drittligatauglich. Nach einer 4:2-Führung (5.) geriet der LTV mit 7:9 (13.) in Rückstand. Schon zu diesem Zeitpunkt  zeichnete sich ab, dass die Partie für die Pirates eine ganz harte Nummer werden würde. Abgesehen von David Hansen, und mit Abstrichen Valdas Novickis, erreichte kein Leichlinger Normalform.
Die Gastgeber witterten gegen den schwächelnden Gast ihre Chance und nutzten die Lücken in der Hintermannschaft des LTV gut aus. Bis zur Pause erzielte Ahlen stattliche 19 Treffer. Nach dem Seitenwechsel fand der LTV besser ins Spiel und schien seiner Favoritenrolle doch noch gerecht zu werden. Beim 23:22 (40.) durch David Kreckler gingen die Pirates nach langer Zeit wieder in Führung. Und als ebenfalls Kreckler zehn Minuten später das 28:26 erzielte, sah es danach aus, als würde die Partie nun endgültig in Richtung der Leichlinger kippen.
Doch Ahlen ließ das nicht zu, nutzte eine Zeitstrafe gegen David Hansen zum 28:28-Ausgleich (53.). Es ging in eine dramatische Schlussphase, in der beim 31:30 (57.) die Führung wieder nach Ahlen wechselte. Eine weitere Zeitstrafe gegen Kreckler bedeuteten erneute Unterzahl für den LTV. Zwar kassierten die Gäste in dieser Zeit keinen Treffer, schafften aber selbst auch keinen Torerfolg. 16 Sekunden vor Schluss gab es dann einen Strafwurf für den LTV. Tim Hilger trat an, scheiterte aber an Ahlens Keeper Pavol Niroda. Der Treffer zum Endstand ging dann in der Schlusssekunde schon im Ahlener Jubel unter.
 
LTV: Vukas, Fuchs; Hansen (9), Kreckler (8/2), Novickis (7), Lange (3), Lajnef (1), Barwitzki (1), Hilger (1/1), Mergner, Zechmeister
 
Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
 
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Dämpfer für die Pirates
 
15 Sekunden vor dem Ende der Partie des Leichlinger TV bei der Ahlener SG war Tim Hilger gefragt. Siebenmeter für den LTV. Und das beim Stand von 31:30 für Ahlen. Würde Hilger verwandeln, wäre immerhin die Chance auf einen Zähler für sein Team groß. Der Routinier nahm sich das Leder, täuschte und scheiterte an Ahlens starkem Keeper. Da machte es anschließend schon fast nichts mehr, dass die ASG noch den 32:30 (19:17)-Endstand markierte. Dieses Resultat bei einem Abstiegskandidaten ist der nächste Dämpfer für die Pirates, die mal wieder Punkte dort liegen gelassen haben, wo man normalerweise nichts anbrennen lässt.
Den besseren Auftakt fand Leichlingen (3:1), musste dann aber mit ansehen, wie Ahlen besser ins Spiel kam und sich alsbald die Führung holte. Bis auf 19:16 machten sich die Gastgeber davon, beim 19;17 ging es in die Kabinen. „Das war vor allem in der Abwehr eine katastrophale Leistung von uns. 19 Gegentore sagen alles. Wir haben überhaupt keinen Zugriff bekommen“, berichtete Trainer Frank Lorenzet, der, obwohl erkrankt, auf der Trainerbank saß. In der Pause gab´s eine lautere Ansprache des Coaches, und prompt kamen die Leichlinger energischer aus der Kabine, rissen den Vorsprung beim 23:22 wieder an sich und erhöhten in der 51. Minute sogar auf 28:26. Doch das reichte nicht zum Erfolg bei den aufopferungsvoll kämpfenden Gastgebern. Die konterten erneut und hatten am Ende Glück, dass Tim Hilger mit seinem zweiten Siebenmeter an diesem Abend scheiterte. Riesenjubel bei den 650 Zuschauern; Tristesse bei den Pirates.
„Wir waren am Ende einfach platt. David Hansen und Valdas Novickis mussten durchspielen; ich hatte keine Alternative mehr zum Wechseln. Da kam eins zum anderen. Es hat einfach nicht mehr gereicht, auch wenn wir mit dem Siebenmeter die Chance zum Ausgleich hatten“, fasste Lorenzet enttäuscht zusammen.

Leichlinger TV: Vukas, Fuchs; Hansen (9), Kreckler (8/2), Novickis (7), Lange (3), Lajnef (1), Barwitzki (1), Mergner, Zechmeister

Quelle: Kölner Stadtanzeiger

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Hilgers Fehlwurf besiegelt Niederlage

Als Tim Hilger 15 Sekunden vor Spielende zum Siebenmeter antrat, war für den Leichlinger TV nur noch ein Unentschieden drin. Beim Stand von 30:31 übernahm der Kapitän in der tobenden Halle des Aufsteigers Ahlener SG für sein Team Verantwortung - um kurz darauf zu scheitern: ASG-Keeper Pavol Niroda parierte den Versuch des Leichlingers. Sekunden später war die Partie beendet. Die Gastgeber hatten sogar noch einen Treffer drauf gelegt und den LTV mit 32:30 (19:17) niedergerungen. "Das ist wirklich sehr frustrierend", sagte LTV-Trainer Frank Lorenzet.
Das bittere Ende der Leichlinger Auswärtsfahrt nach Westfalen war nur der dramatischste von vielen Gründen, die die Niederlage des Meisters besiegelten. Lorenzet registrierte schon zuvor, dass sein Team "zu spät die richtige Einstellung zum Spiel" gefunden hatte. Das wurde dem LTV gegen die Ahlener zum Verhängnis. Die Gastgeber, die von mehr als 600 euphorisierten Fans angepeitscht wurden, spielten sich in einen Rausch.
Die weitere Ursachenforschung war schnell betrieben. Die Gäste kassierten vor allem vor dem Seitenwechsel zu viele Gegentreffer. "Da war fast jeder Versuch ein Treffer", sagte der LTV-Coach. Zwar gestaltete seine Mannschaft die Partie über die gesamte Spielzeit offen, allerdings rannte der LTV fast durchgehend einem Rückstand hinterher. Lorenzet: "Das war enorm kräftezehrend. Sowohl physisch, als auch mental."
Seine Umstellungen in der Abwehr fruchteten genauso wenig wie der zwischenzeitliche Torwartwechsel von Ante Vukas auf den jungen Arne Fuchs. Nach der Pause besserte sich Vukas' Spiel, dafür stotterte der Motor in der Offensive. Die sicheren Schützen David Hansen und Valdas Novickis machten mehrere Fehler. "Es war nur logisch und nachvollziehbar, dass die beiden müde werden. Uns fehlen leider die Alternativen", sagte Lorenzet.
Der Coach, der mit Fieber in den Bus nach Ahlen gestiegen war, verlor in der Folge auch Moritz Barwitzki. Der Linksaußen konnte wegen einer Schulterverletzung nicht weitermachen. Die Leichlinger haderten in der entscheidenden Phase außerdem mit "unglücklichen Pfiffen" (Lorenzet) des Schiedsrichter-Gespanns. Der Pirates-Coach betonte aber, dass die Unparteiischen insgesamt einen guten Job gemacht hätten: "Daran lag es sicher nicht."
Aus Leichlinger Sicht unnötig war die Zweiminuten-Strafe gegen David Kreckler, der sich drei Minuten vor Spielende wegen Meckerns eine Auszeit auf der Bank einhandelte. Dass der LTV anschließend trotzdem die große Chance per Siebenmeter bekam und diese dann ungenutzt ließ, passte ins unglückliche Bild des LTV an diesem Spieltag.

Leichlinger TV: Vukas, Fuchs - Lange (3), Hilger (1/1), Hansen (9), Novickis (7), Lajnef (1), Barwitzki (1), Mergner, Zechmeister,Kreckler (8/2)

Quelle: Rheinische Post

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