Presseberichte: GWD Minden II - Leichlinger TV

Sonderlob für Mundhenk, Bouali verliert Zahn

Carsten Mundhenk (Foto: rp-online.de)
Carsten Mundhenk (Foto: rp-online.de)
Mit einem verdienten 33:29 (18:15)-Erfolg beim TSV GWD Minden II haben sich am Samstagabend die Leichlinger Drittligahandballer wieder dem oberen Tabellendrittel angenähert. Bis zum 11:11 (17.) verlief die Partie ausgeglichen, dann konnten sich die Leichlinger auf 14:11 (21.) absetzen. Über den Rest der Spielzeit gaben sie die Führung nicht mehr aus der Hand. „Zum Glück haben wir uns diesmal keine längere Schwächephase erlaubt, sonst wäre es noch einmal eng geworden“, so Lorenzet.
Denn richtig abschütteln ließ sich der Gastgeber nicht. Richtig kritisch wurde es für den LTV, als Minden durch zwei Treffer des Jugendnationalspielers Maximilian Staar der 23:24-Anschluss (44.) gelang. Doch nachdem der Gastgeber Leichlingers Spielmacher Valdas Novickis eine kurze Deckung verpasste, reagierte Lorenz im Angriff mit dem Einsatz eines siebten Feldspielers. Sieben der nächsten acht Angriffe konnte der LTV so mit einem Torerfolg abschließen, das 29:24 (55.) durch den erneut sehr offensivstarken David Kreckler war dann die Vorentscheidung. Großen Anteil am Erfolg hatte auch der routinierte Neuzugang Carsten Mundhenk im Tor. Er ersetzte bereits ab der 15. Minute den glücklosen Mathias Stecken.
Der im Großen und Ganzen zufriedene Lorenzet fand dennoch Kritikpunkte: „Wir haben im Angriff ein paar Bälle zuviel verloren und hatten eine schlechte Rückzugsbewegung.“ Eine ungünstige Kombination, denn so fing sich der LTV viele Gegentore über die erste und zweite Welle der Mindener ein. Letztendlich blieb das jedoch ohne Folgen.

LTV: Stecken, Mundhenk (ab 15.); Kreckler (12/3), Hansen (6), M. Schulz (4), Hertlein (3), Lange (3), Novickis (2), Munkel (2), L. Schulz (1), Menzlaff, Rachow, Feuchtmann Perez, Bouali

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

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Bouali verliert einen Zahn

Sein Comeback nach über einem Jahr Pause aufgrund eines Kreuzbandrisses hatte sich Marcus Bouali sicher anders vorgestellt: Nach zwei gespielten Minuten prallte Bouali unglücklich und heftig mit einem Mindener Akteur zusammen und verlor dabei einen Schneidezahn. Fortan musste er zuschauen. Die Pirates übernahmen nach knapp neun Minuten das Kommando in der Partie, erzielten beim 6:5 durch Jannes Hertlein ihre erste Führung und gerieten anschließend nie mehr in Rückstand. Zwar konnte Minden ab und an mal ausgleichen oder bis auf einen Treffer verkürzen, mehr ließen die Leichlinger jedoch nicht zu. Die taktische Maßnahme des Gegners, Valdas Novickis nach der Pause in Manndeckung zu nehmen, konterte LTV-Trainer Frank Lorenzet mit dem Einsatz des siebten Feldspielers. „Da haben wir in acht Angriffen sechs Tore erzielt, konnten uns wieder etwas absetzen und den Sieg ungefährdet nach Hause bringen“, stellte Lorenzet fest.
Ein Sonderlob gab es für Keeper Carsten Mundhenk, der während der Woche zum dritten Mal Vater geworden war, daher dem Training fern blieb, dann aber am Samstag in Minden nach seiner Einwechslung zum Rückhalt seines Teams wurde. „Das war schon bemerkenswert, was Carsten gehalten hat“, gab´s ein Sonderlob vom Coach. Zum erfolgreichsten Torschützen avancierte David Kreckler.

Leichlinger TV: Stecken, Mundhenk; Kreckler (12/3), Hansen (6), M. Schulz (4), Lange (3), Hertlein (3), Munkel (2), Novickis (2), L. Schulz (1), Rachow, Menzlaff, Feuchtmann, Bouali

Quelle: Kölner Stadtanzeiger

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Boualis Verletzung überschattet Pirates-Sieg

Marcus Bouali hatte "richtig Bock auf Handball". Nach mehr als einem Jahr Verletzungspause stand der Rückraumspieler, der bis dahin noch kein Pflichtspiel für den Leichlinger TV absolviert hatte, wieder in der Startformation - und musste nach wenigen Sekunden wieder vom Feld. Beim 29:33 (15:18)-Auswärtssieg des LTV gegen den TSV GWD Minden II stieß Bouali gleich zu Beginn der Partie so heftig mit einem Gegenspieler zusammen, dass für ihn sofort wieder Schluss war.
"Er war jetzt gerade mal einen Tag lang gesundgeschrieben", klagte Pirates-Trainer Frank Lorenzet und fügte an: "Das tut mir natürlich besonders leid." Es war ein äußerst schmerzhafter Zwischenfall: Bei der Kollision bohrte sich ein Schneidezahn in Boualis Oberlippe. Die Wunde musste noch vor Ort doppelt genäht werden. Jetzt droht dem 24-Jährigen erneut eine wochenlange Ausfallzeit.
Bouali ist momentan also der Pechvogel schlechthin beim LTV. Zuletzt hatte ihn ein Kreuzbandriss, erlitten in einem Vorbereitungsspiel der vergangenen Saison, monatelang aus der Bahn geworfen. "Es ist schwer, so lange zu warten", sagte er noch vor einigen Tagen mit einer Vorfreude auf sein Comeback. Die Ärzte hatten Bouali indes nur zögerlich wieder in die Mannschaft gelassen. "Sie wollten erstmal sehen, wie ich mich im Training mache", erklärte der Rekonvaleszent. Seine Leistungen im Training waren aber offenbar so positiv, dass Lorenzet seinen Spieler direkt in die Anfangsformation beorderte.
Die erneute Verletzung des Linkshänders wird mit Blick auf die Zeit vor dessen Wechsel nach Leichlingen noch tragischer. Als Bouali im Sommer 2016 vom Neusser HV in die Blütenstadt kam, hatte er sich gerade von einem ersten Kreuzbandriss erholt. Auch deshalb blieben die Verantwortlichen vor seiner erneuten Rückkehr vorsichtig und ließen sich Zeit. Ein Risiko wollte angesichts der Vorgeschichte niemand eingehen. Der schmerzhafte Zusammenprall vom vergangenen Wochenende wirft den Handballer nun erneut zurück.
Der Sieg über die Mindener Reserve hatte für die Leichlinger Handballer daher mehr als nur einen faden Beigeschmack, auch wenn Lorenzet klar stellt: "Das war ein wichtiger und verdienter Sieg." Für Bouali brachte er Routinier David Kreckler, der später mit zwölf Treffern großen Anteil am Punktgewinn haben sollte.
Der kam auch deshalb zustande, weil die Chancenverwertung im Vergleich zur Heimniederlage gegen Krefeld (25:30) nun wieder deutlich besser war. "Das war keine Leistung, bei der ich vor Glück schreie", sagte Lorenzet, lobte aber: "Es war schon ordentlich."
Pluspunkte sammelte neben Kreckler auch Torhüter-Oldie Carsten Mundhenk. Er ersetzte früh seinen jüngeren Kollegen Mathis Stecken und machte seine Sache im Anschluss mit zahlreichen gehaltenen Bällen gut. "Da sieht man, wofür wir ihn geholt haben", sagte Lorenzet zufrieden, der jetzt allerdings mehr Konstanz von seinen Spielern fordert: "Wir müssen sehen, dass wir jetzt vielleicht mal eine Serie starten."

LTV: Stecken, Mundhenk - Rachow, Munkel (2), Lange (3), Hansen (6), Novickis (2), Feuchtmann, Bouali, M. Schulz (4), Hertlein (3), Menzlaff, L. Schulz (1), Kreckler (12/3).

Quelle: Rheinische Post

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