Presseberichte: HSG Bergische Panther - Leichlinger TV

Pirates gewinnen Derby souverän

Sieben Derbytreffer in Burscheid: Mike Schulz.

Im September und Oktober streifte sich Carsten Mundhenk als Aushilfe für den damals spielunfähigen Max Conzen das Torwarttrikot bei den Bergischen Panthern über. Nach der Rückkehr der etatmäßigen Nummer eins war die Mission für den früheren Zweitliga-Torhüter in Hilgen beendet. Kurz darauf kam der Anruf aus dem benachbarten Leichlingen und Mundhenk nahm das nächste Engagement beim Leichlinger TV an. Und ausgerechnet Mundhenk sollte die Hauptrolle beim Nachbarschaftsduell zwischen den Panthern und den Pirates einnehmen. Ab der 20. Minute für den blassen Mathis Stecken eingewechselt zeigte der Routinier eine ganz starke Vorstellung und hatte damit gehörigen Anteil am LTV-Sieg. Trotz guter erster Halbzeit mussten sich die Panther am Ende deutlich mit 23:29 (12:14) geschlagen geben. Doch die Kulisse mit einer fast ausverkauften Schulberghalle sowie toller Stimmung und einem absolut fairen Spiel waren mal wieder beste Werbung für den Handball in der Region. „Die Pirates haben vollkommen verdient gewonnen. Wir haben die Partie leider nur zeitweise ausgeglichen gestalten können“, erklärte Panther-Trainer Marcel Mutz. Sein Gegenüber Frank Lorenzet, der in Leichlingen schon seit Jahren als Trainer und Manager in Personalunion tätig ist, zeigte sich vor allem von dem Rahmen begeistert: „Das war ein tolles Derby mit vielen Zuschauern und einer fantastischen Stimmung. Interessant war, wen man alles so nach vielen Jahren mal wieder in einer Handball-Halle gesehen hat.“ 
Die Gastgeber starteten mit einer für sie untypischen 5:1-Deckungsvariante. Linksaußen Sven Jesussek sollte als vorgezogener Verteidiger beginnen und damit die Kreis von LTV-Spielmacher einengen. Doch der litauische Regisseur stand gar nicht in der Anfangsformation. „Mit der Leistung in Durchgang eins kann ich zufrieden sein. Mit zunehmender Spieldauer hat sich jedoch das Fehlen von Matthias Aschenbroich bemerkbar gemacht“, so Mutz weiter. Bis zum 12:12 verlief das Aufeinandertreffen absolut ausgeglichen, doch durch die Mundhenk-Einwechslung erspielten sich die Gäste bis zum Seitenwechsel einen knappen Vorsprung. 
Nach der Pause nutzten die Blütenstädter den psychologischen Rückenwind aus, gestützt auf den Mundhenk-Paraden brachte der Favorit immer mehr Tor zwischen sich und den Aufsteiger. Besonders die Außenspieler Mike Schulz und Bastian Munkel fielen durch ihre Effektivität auf und erzielten zusammen starke 13 Treffer. Beim 17:25 aus Panther Sicht zehn Minuten vor dem Abpfiff war das Duell entschieden. „In der Schlussphase konnte ich so munter durchwechseln“, freute sich „Lori“ auch über die Tatsache, jedem Akteur ausreichende Einsatzzeiten zu verschaffen. „Das war aber auch für uns ein tolles Erlebnis. Doch ab Dienstag gilt unser Blick und die gesamte Konzentration auf die so wichtige Auswärtspartie in Korschenbroich am zweiten Dezember-Wochenende“, meinte Mutz. 

Panther: Conzen, Eigenbrod (15.-50.); Schmitz (5/4), Jesussek (4), Hinkelmann, Wolter, Zapf (alle 3), Ueberholz (2), Blum, Arnaud, Schneider (je 1), van Walsem, S. Hindrichs, Aschenbroich (nicht eingesetzt).

LTV: Stecken, Mundhenk (ab 20.); M. Schulz (7), Munkel (6), Kreckler (4/4), Menzlaff, Hansen (beide 3), Bouali (2), L. Schulz (2/1), Feuchtmann, Novickis (beide 1), Rachow, Lange, Hertlein.

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

---------------

Mike Schulz überragt beim LTV-Sieg

Der 29:23-Sieg des Handball-Drittligisten Leichlinger TV im Lokalduell gegen die HSG Bergische Panther hatte zwei große Gewinner, die herausgehoben werden müssen: einen routinierten Torhüter und einen Rechtsaußen, der langsam zu alter Stärke findet.
Der Torhüter ist Carsten Mundhenk. Der ursprünglich eigentlich "nur" als Notnagel für den verletzten Damian Bungart zum Leichlinger TV geholte 42-Jährige spielte im Nachbarschaftsduell gegen seinen Ex-Klub groß auf. Auch bei den Panthern half Mundhenk einst bereits fünf Wochen lang aus, als sich deren Torhüter Max Conzen verletzte. Nun bereitete er den Ex-Kollegen auf der Gegenseite mit starken Paraden Kopfzerbrechen.
"Das war sicherlich mein bestes Spiel, seit ich beim LTV bin", sagte Mundhenk und fügte hinzu: "Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden." Dabei hatte er auch noch Lob für die Kollegen aus den Reihen der "Pirates" übrig, die seit Wochen konstant gut und immer besser decken. Die Abwehrarbeit ist ansonsten nie eine Stärke der Leichlinger gewesen. Das scheint sich nun nachhaltig zu ändern. "Ich denke, das Zusammenspiel zwischen uns Torhütern und der Abwehr funktioniert immer besser."
Den Leichlingern wird der Ex-Profi aller Voraussicht nach auch nach dem Zugang von Dean Christmann erhalten bleiben. Der 20-Jährige ist nun der dritte Torhüter in der Mannschaft von Trainer Frank Lorenzet. "Dass ich nicht dreimal pro Woche trainieren kann, war von Anfang an klar", betont Mundhenk. Von daher sei es gut, mit Christmann noch einen zusätzlichen Mann auf der Position zu haben. "Wie es weitergeht, haben wir noch nicht besprochen", sagt der Routinier. "Dass ich bis zum Saisonende da bin, ist Fakt."
Der zweite Gewinner des Spieltages ist Mike Schulz, mit sieben Treffern bester Torschütze der Blütenstädter. "Dass ich so viele reinwerfe, ist schon ein paar Spiele her", sagte Schulz. Die Durststrecke ist aber kein Wunder, denn der 26-Jährige hat einen Kreuzbandriss hinter sich und spielte fast ein halbes Jahr kein Handball. Auch jetzt macht sich die Verletzung noch ab und an bemerkbar - etwa, als Schulz vergangene Woche gegen Schalksmühle (27:24) aussetzen musste, weil sich im Knie wieder Wasser gebildet hatte. Die Ärzte gaben aber Entwarnung. Das sei eine normale Reaktion des Knies. Doch Schulz weiß: "Es ist noch nicht so, wie es mal war." Besser wird es aber allemal. Das sieht auch Trainer Frank Lorenzet: "Mike war überragend. Ich habe ihm schon früh unter der Woche gesagt, dass er spielen wird."
Mehr Verantwortung also für Schulz, der bisher ein wenig im Schatten des überragenden David Kreckler stand. Der kam am Freitag nur für die Siebenmeter rein und blieb sonst auf der Bank - mit Erfolg. "Ich würde ja gern sagen, dass der Knoten geplatzt ist, aber das ist eine Momentaufnahme. Ich bin vorsichtig." Während Coach Lorenzet sagt: "Wir werden jede Woche besser", fordert Schulz: "Wir müssen nun schauen, dass wir die letzten beiden Spiele in diesem Jahr auch gewinnen." Dabei geht es auswärts gegen den OHV Aurich und daheim gegen die Ahlener SG. "Siege sind unser Anspruch", sagt Schulz.

LTV: Stecken, Mundhenk - Rachow, Munkel (6), Lange, Hansen (3), Novickis (1), Feuchtmann (1), Bouali (2), M. Schulz (7), Hertlein, Menzlaff (3), L. Schulz (2), Kreckler (4/4)

Quelle: Rheinische Post

Zurück

Premium Partner

Business Partner