Presseberichte: HSG Handball Lemgo II - Leichlinger TV

Super Start reicht nicht zum Sieg

Zehn Treffer: David Hansen (Foto: Miserius/Archiv)
Zehn Treffer: David Hansen (Foto: Miserius/Archiv)

Was für ein Auftakt des Leichlinger TV in Lemgo: Nach acht Minuten lagen die Gäste, die nun auch noch auf Valdas Novickis (verletzt) verzichten mussten, mit 6:1 vorne, eine Auszeit des Lemgoer Coaches blieb erst mal ohne Erfolg. Vor allem David Hansen war nicht zu stoppen; vier Tore markierte er in dieser Phase. Ihren Vorsprung verteidigten die Pirates bis zur 29. Minute, dann glich Lemgo zum 11:11 aus. Mit 12:12 ging es schließlich in die Kabine. Nach der Pause gerieten die Piraten allerdings erst mal in Rückstand (12:14, 15:18). Aber nach Treffern von Christian Mergner, David Hansen und Carsten Lange waren die Pirates beim 18:18 wieder im Rennen. Nach 50 Minuten lagen die Gäste beim 21:20 sogar wieder vorne. Dann begann jedoch die Phase der bislang gut agierenden Unparteiischen, die nach einer umstrittenen Entscheidung gegen den bis dato überragenden David Hansen diesen plötzlich auf dem Kieker hatten. Hansen kassierte zwei Minuten, sein Team in dieser Zeit vier Gegentreffer. "Das war frustrierend für mein so stark kämpfendes Team. Es gab leider am Ende einige mehr als umstrittene Entscheidungen", klagte LTV-Coach Frank Lorenzen über die Schlussphase.

Leichlinger TV: Vukas, Fuchs; Hansen (10), Lange (5), Barwitzki (4), Hilger (2), Zechmeister (1), Natzke (1), Lajnef, Novickis

Quelle: Kölner Stadtanzeiger

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Zum Schluss gab es eine Niederlage - irgendwie folgerichtig, nach der beendeten Drittliga-Saison. 25:27 (12:12) verlor der Leichlinger TV, vormals West-Meister, bei der HSG Handball Lemgo II. Es war ein Ergebnis mit Symbolkraft für die komplette Spielzeit: Zuletzt gab es zwei Siege, dann einige Verletzte und eine Niederlage. So lief es beinahe das komplette Jahr. Trainer-Manager Frank Lorenzet klagte nach der tabellarisch bedeutungslosen Partie nicht zu unrecht: "Die Seuchensaison hat auch beim letzten Spiel nicht aufgehört."
Neben Rechtsaußen David Kreckler (Ermüdungsbruch im Fuß) fehlte auch Spielmacher Valdas Novickis mit einer Leistenzerrung. "Er hat sich warm gemacht, aber ein Einsatz wäre ohne Sinn gewesen", erklärte Lorenzet. Die Blessur schleppe Novickis schon länger mit sich herum. Allein: An eine Pause war bisher nicht zu denken. Durchgängig plagten den LTV Personalsorgen. Da stach der erfahrene Litauer als Konstante deutlich heraus.
Mut machte immerhin, dass sich die verbliebenden Spieler lange wehrten und auch ein wenig an sich selbst und einer Portion Pech scheiterten. Allein David Hansen scheiterte drei Mal an der Latte, Linksaußen Moritz Barwitzki vergab einen Siebenmeter. Lob vom Chef holte sich immerhin Fynn Natzke ab. Der ist normalerweise im Kreisligateam unterwegs, spielte aber 20 Minuten gegen Lemgo und machte sogar ein Tor. "Es freut mich immer, wenn solche Jungs dann auch mal etwas Zeit bekommen. Er hat gut gespielt", lobte Lorenzet.
Grundsätzlich aber atmet aktuell der ganze Klub auf, dass die verkorkste Saison endlich beendet ist. Dass nach dem West-Titel wieder etwas Bodenhaftung einkehren würde, war abzusehen. Dass es so hart werden würde, allerdings nicht. Bei Siegen gegen Hagen, Dormagen oder Longerich machte sich bemerkbar, dass in Leichlingen eine Top-Mannschaft trainiert. "Höhen, höher als hoch", sagt Lorenzet dazu. Allerdings gilt das auch für die umgekehrte Richtung. Eine Spielzeit als ständiges Auf und Ab.
Neben den zahlreichen Zugängen baut der Trainer für die kommende Spielzeit auf Marcus Bouali und Mike Schulz. Schulz werde nach seinem Kreuzbandriss in der zweiten Vorbereitungsphase Anfang August wieder voll einsteigen. Bei Bouali könnte es noch ein paar Wochen länger dauern, schätzt Lorenzet. Klar ist: Beide Spieler dürften zentrale Rollen im LTV-Kader besetzen. Schulz als pfeilschneller Rechtsaußen, Bouali als wurfstarker Spielgestalter.
Mit dem deutlich verbreiterten Kader dürfte Leichlingen wieder als Kandidat für die Spitzengruppe ins Rennen gehen. "Der fünfte Platz ist unter den Umständen ein überragendes Ergebnis", sagt Lorenzet. Man dürfe nicht vergessen, dass zahlreiche Klubs mit einem höheren Budget hinter dem LTV stünden. "Das Gerede von einem angeblich so hohen Etat bei uns nervt. Die kaschieren damit nur ihre eigene Unfähigkeit", poltert der Trainer. Damit dürfte er recht haben.

LTV: Fuchs, Vukas - Lange (5), Hilger (2), Hansen (10), Lajnef, Mergner (2), Natzke (1), Barwitzki (4), Zechmeister (1)

Quelle: Rheinische Post

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Pirates belohnen sich am Ende nicht
 
Im letzten Saisonspiel gab es für die Drittligahandballer des Leichlinger TV noch einmal eine Niederlage. Am Zieleinlauf als Tabellenfünfter und am kollektiven Durchatmen nach einer schwierigen und anstrengenden Spielzeit änderte aber auch die unnötige 25:27 (12:12)-Pleite bei der HSG Handball Lemgo II am Samstagabend nichts.
Die Verletztenmisere fand bei den Leichlingern selbst in der finalen Begegnung noch einmal eine Fortsetzung. Kurzfristig musste Trainer Frank Lorenzet auf seinen Regisseur Valdas Novickis verzichten, der sich eine Adduktorenzerrung zugezogen hatte. Der LTV ist solche Rückschläge jedoch gewohnt und ließ sich die erneute Schwächung zunächst nicht anmerken. Nachwuchskeeper Arne Fuchs machte in der ersten Halbzeit einen guten Job, die Abwehr und das Rückzugsverhalten stimmten. Der sonst so torhungrige Angriff präsentierte sich allerdings nicht sehr zielsicher. Allein in der ersten Halbzeit landete der Ball fünf Mal am Aluminium statt im Gehäuse. Zudem vergab Moritz Barwitzki einen Siebenmeter.
So stand aus Leichlinger Sicht nur ein enttäuschendes 12:12 zur Pause zu Buche. Bis zum 21:20 (50.) setzte sich die optische Überlegenheit des LTV fort. Als dann der starke David Hansen eine erneut umstritte Entscheidung der Schiedsrichter kritisierte und deshalb für zwei Minuten auf die Bank geschickt wurde, kippte die Partie. Lemgo nutzte die Überzahl und drehte das Spiel zur eigenen 24:21-Führung. Trotz einer Auszeit und dem nun ständigten Einsatz eines siebten Feldspielers bekamen die Pirates das Ruder nicht mehr herum gerissen.
„Wir waren über weite Strecken der Partie spielbestimmend, haben uns dafür aber am Ende nicht belohnt“, so Lorenzet. Lobende Worte fand er für Fynn Natzke aus der Reserve, der in seinem ersten Einsatz in der dritten Liga sein erstes Tor erzielte.
 
LTV: Fuchs, Vukas, Bungart (n.e.); Hansen (10), Lange (5), Barwitzki (4/2), Hilger (2), Mergner (2), Natzke (1), Zechmeister (1), Lajnef, Novickis (n.e.)

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