Presseberichte: HSG Krefeld - Leichlinger TV

Leichlingen gewinnt Torfestival in Krefeld

Der beste LTV-Torschütze David Kreckler zog die zornigen Emotionen der Krefelder Fans auf sich
Der beste LTV-Torschütze David Kreckler zog die zornigen Emotionen der Krefelder Fans auf sich

Aus seinem Gefühlszustand machte Frank Lorenzet nach dem Spiel kein Geheimnis. "Ich bin total glücklich und erleichtert, dass wir die Kurve bekommen haben", sagte der Trainer des Handball-Drittligisten Leichlinger TV. Seine Mannschaft hatte gemeinsam mit dem Gegner HSG Krefeld ein Torfestival abgeliefert. 73 Tore fielen in 60 Minuten - und letztlich jubelten die Gäste aus Leichlingen, die beim 37:36 (22:18) das eine entscheidende Tor mehr erzielten.
Für den amtierenden Meister ist der Erfolg bei der HSG vor allem in mentaler Sicht wertvoll. Die vergangenen Tage in der Blütenstadt waren geprägt von schlechten Nachrichten: Die schwere Verletzung von Mike Schulz, der Wechsel von Keeper Ante Vukas und nicht zuletzt die zwei ärgerlichen Niederlagen in den Topspielen gegen Neuss und Hagen drückten auf die Laune. Zu allem Überfluss fiel auch noch Tim Hilger für die Partie in Krefeld aus. Er nahm nur für den äußersten Notfall auf der Ersatzbank Platz, kam aber nicht zum Einsatz.
Neben den "Pirates", denen nur acht Feldspieler zur Verfügung standen, mussten auch die Krefelder Ausfälle gestandener Spieler verkraften. "Der Unterschied ist aber, dass wir nicht die nötigen Mittel haben, um kurzfristig Spieler nachzuverpflichten", sagte Lorenzet, dem keine Verstärkungen aus der zweiten Mannschaft zu Verfügung stehen. Die LTV-Reserve spielt derzeit in der 1. Kreisklasse um den Aufstieg.
Trotz der bescheidenen Voraussetzungen warf Leichlingen von Beginn an seine Motoren an. "Offensiv kann ich meinen Jungs nur wenig vorwerfen", sagte Lorenzet. David Kreckler stach mit zehn Treffern als bester Werfer der Gäste hervor.
Probleme bereitete indes nicht zum ersten Mal die defensive Leistung. Die Leichlinger zeigten immer wieder Schwächen im Rücklaufverhalten und verloren viele direkte Zweikämpfe. Hinzu kam eine unglückliche Leistung der beiden Torhüter Vukas und Damian Bungart, die zusammen lediglich zehn Bälle parierten. "In der zweiten Hälfte hatten wir drei Torwartbälle. Normalerweise gewinnst du damit kein Spiel", sagte Lorenzet. Torwart Vukas stehe nach seinem verkündeten Wechsel zum Ligakonkurrenten SG Schalksmühle-Halver zum Saisonende ohnehin unter "besonderer Beobachtung", hatte Trainer vor der Partie zu verstehen gegeben. "Insgesamt war unsere Deckung nicht gut. Das lief nicht so, wie ich mir das vorstelle", sagte der Trainer.
Ernsthaft unzufrieden war der Coach allerdings nicht. Seine Mannschaft erkämpfte sich über die gesamte Spieldauer ein Übergewicht, lag stets mit mehreren Treffern vorn und brachte den Sieg über die Zeit. Am Ende kam allerdings Spannung auf, als Kreckler beim Stand von 37:35 einen Siebenmeter verwarf. "Wenn er den macht, ist das Ergebnis auch standesgemäß. Aber sei es drum", sagte sein Trainer. Mehr als den Anschlusstreffer zum Endstand gelang den Gastgeber jedenfalls nicht mehr.

LTV: Vukas, Bungart, Fuchs - Kreckler (10/3), Lange (4), Hansen (8), Padeken (6),Novickis (2/1), Lajnef (5), Hilger, Barwitzki (2), Zechmeister

Quelle: Rheinische Post

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Spannung bis zum Schluss

Fallen in der dritten Handballliga in 60 Minuten mehr als 70 Tore, dann ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Leichlinger TV an diesem Schützenfest beteiligt. Am Samstagabend erkämpfte sich die Mannschaft von Trainer Frank Lorenzet einen starken 37:36-Erfolg bei der HSG Krefeld.
Beide Teams sind vom Verletzungspech verfolgt und trafen ersatzgeschwächt aufeinander. Bei den Leichlingern konnte neben den Langezeitverletzten Marcus Bouali und Mike Schulz auch Tim Hilger nicht eingesetzt werden. Bei den Krefeldern fehlten die Leistungsträger Michael Heimansfeld und Marcel Görden. Im Gegensatz zum LTV hatte der Gastgeber aber personell schon nachgebessert und schickte Timo Heuft zum ersten Mal ins Rennen. Der Neuzugang von ART Düsseldorf feierte mit sechs Treffern einen gelungenen Einstand.
Die Leichlinger schlugen sich mit den letzten Aufrechten aber hervorragend. Es entwickelte sich ein Leichlingen typisches Spiel. Vorne war der LTV durch nichts zu bremsen. Eine Manndeckung gegen Valdas Novickis wurde nach wenigen Minuten auf David Hansen ausgeweitet, der in den ersten sechs Spielminuten vier Treffer erzielte. Da aber alle anderen Leichlinger der HSG nun weiter fröhlich eingeschenkten, wurde diese Taktik nach kurzer Zeit auf eine 6:0-Deckung korrigiert.
Die Abwehrarbeit des LTV war dagegen einmal mehr mangelhaft. „Rückzugsverhalten, Zweikämpfe und Torhüterleistung – in der Defensive hat bei uns nichts gepasst“, kommentierte Lorenzet den bekannten Schwachpunkt seiner Mannschaft. Der LTV lag deshalb zwar ständig vorne, konnte aber den Gegner auch nicht abschütteln. Nach einer 5:2 (5.) und 12:7-Führung (14.) wurde es beim 14:14 (23.) wieder eng. Eine ähnliche Situation gab es nach dem Seitenwechsel, als ein 25:20-Vorsprung (35.) auf 25:23 (39.) zusammen schmolz. In diesen Situationen bewahrten die Gäste aber die Ruhe und ließen eine Wende nicht zu.
Weil der HSG-Keeper Stefan Nippes trotz der 37-Gegentreffer den Leichlingern noch mindestens zehn klare Möglichkeiten wegnahm, blieb die Partie bis in die Schlussphase spannend. Der Anschlusstreffer für Krefeld fiel drei Sekunden vor dem Abpfiff aber zu spät. 

LTV: Vukas, Bungart, Fuchs; Kreckler (10/3), Hansen (8), Padeken (6), Lajnef (5), Lange (4), Barwitzki (2), Novickis (2), Zechmeister
 
Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

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