Presseberichte: Leichlinger TV - HSG Handball Lemgo II

Pirates glänzen zum Jahresabschluss

Moritz Barwitzki (Foto: Miserius)
Moritz Barwitzki (Foto: Miserius)

Am Ende durfte auch Arne Fuchs noch ran. Der Nachwuchskeeper - etatmäßige Nummer drei - bekam in den letzten zweieinhalb Minuten zwar keinen Ball mehr zu fassen, aber da war die Partie schon lange zugunsten der Handballer des Leichlinger TV entschieden. Mit 38:27 (18:15) feiern sie gegen den Tabellensechsten Handball Lemgo II einen hochverdienten Sieg und überwintern als Vierter der Dritten Liga. "Ich bin stolz auf mein Team, welches sich für eine herausragende Hinserie belohnt hat", lobte Trainermanager Frank Lorenzent.
Was er damit meinte ist, dass der LTV eine Hinserie absolvierte, die trotz der zahlreichen Verletzungen doch noch ein versöhnliches Ende gefunden hat. Maßgeblich verantwortlich war beim letzten Auftritt 2016 dabei Keeper Ante Vukas. Dreizehn Paraden gelangen dem Torhüter - damit fing er fast ein Drittel aller zugelassenen Würfe aufs Tor ab. Zudem traf er auch noch selbst über das ganze Spielfeld und assistierte zweimal bei Tempogegenstoßtoren von Moritz Barwitzki.
"Er hat heute richtig gut gehalten und es wäre sogar mehr drin gewesen", sagte Lorenzet mit einem Augenzwinkern. Zweiter Faktor bei den "Pirates" war im ersten Durchgang Henning Padeken. Aus dem Rückraum traf der Abwehrrecke gleich sechsmal bis zur Pause - und einmal in Durchgang zwei. Besser war nur Rechtsaußen David Kreckler, der mit 13 Toren erfolgreichster Schütze war und der sich neben einem Siebenmeter, den er im zweiten Versuch verwandelte, nur einen Fehlwurf leistete. Insgesamt aber war es der Wille des gesamten Teams, der als Hauptgrund für die starke Leistung auszumachen ist. "Alle haben sich hineingeworfen und gekämpft. Das war wirklich richtig gut", lobte Lorenzet das Kollektiv.
Ernsthafte Probleme hatten die Hausherren mit dem Verfolger allerdings nicht. 2:3 hieß es nach fünf Minuten, ehe der LTV aufdrehte. Über 6:3 und 9:5 setzten sie sich ab - erst eine schwächere Phase kurz vor der Pause ließ die Lemgoer auf 15:18 aus ihrer Sicht verkürzen. "In der Halbzeit haben wir das angesprochen, korrigiert und dann eine noch bessere zweite Hälfte gespielt", befand Lorenzet. Der hatte nur einmal Grund zur Aufregung, als Vukas eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte, weil er das Feld zu früh betreten haben soll - für Lorenzet gab es Gelb. Da stand es aber schon 25:19 für seine Mannschaft, die in Unterzahl sogar bei Spielschluss eine positive Tordifferenz von 6:5 herausgeworfen hatte.
"Alles in allem war das ein sehr gelungener Auftritt", erläuterte Lorenzet, der allerdings ein klein wenig verärgert war, dass das Smidt-Forum Am Hammer nicht voll besucht war. "Leider wollte Lemgo unbedingt am Sonntag spielen. Daher hatten viele heute wohl einfach etwas besseres zu tun", erklärte der Trainer.
Eine Schrecksekunde aber hatte die frühzeitig entschiedene Partie dann doch noch für Team und Zuschauer: Ousse Lajnef wurde beim Stand von 28:22 böse abgeräumt und musste minutenlang behandelt werden. Dass er humpelnd wieder alleine zur Bank zurückkehren konnte, sorgte zumindest für etwas Erleichterung. "Das hätte natürlich jetzt auch noch gefehlt", bemerkte Lorenzet und fügte hinzu, dass "bald mit Verstärkungen Vollzug gemeldet werden" könne. Für Padeken war es vorerst der letzte Auftritt Am Hammer, da er sein Auslandsstudium beginnt. Immerhin ist bei Tim Hilger (doppelter Bänderriss) eine baldige Rückkehr in Sicht.

LTV: Vukas (1/1.-40. und 43.-58.), Bungart (40.-43.), Fuchs (ab. 58.) - Lange, Hansen (6), Novickis (6/2), Lajnef (3), Padeken (7), Barwitzki (3), Zechmeister, Kreckler (13/2)

Quelle: Rheinische Post
-------------------

Kreckler überragt beim Heimerfolg

Dem Spieler im Trikot des Leichlinger TV mit der Rückennummer 82 blieb es vorbehalten, mit dem letzten Treffer für sein Team in dieser Partie seine heraus ragende Leistung abzurunden. David Kreckler, seit der Verletzung von Mike Schulz wieder deutlich mehr in den Vordergrund getreten, sorgte mit seinen 13 Toren – darunter zwei Siebenmeter – für die Grundlage des 38:27 (18:15)-Siegs der Pirates über die HSG Handball Lemgo II. Kreckler war es auch, der nach fast sechs Minuten zum 4:3 und damit auch zur ersten Führung für sein Team traf. Der Vorsprung wurde auf 8:5, später auf 14:8 (22.) ausgebaut. Danach kam aber etwas Sand ins LTV-Getriebe: Lemgo verkürzte auf 15:13, blieb auch bis zur Pausensirene in Reichweite der Gastgeber. Diese kamen danach aber unbeeindruckt aus der Kabine und erhöhten die Distanz zum Gegner wieder. Als David Hansen nach 36:29 Minuten zum 22:17 traf, konnte Leichlingen beruhigt nachlegen. Kontinuierlich wurde der Vorsprung ausgebaut; am Ende waren es elf Treffer, die zwischen den Teams lagen.
Einen starken Ausstand feierte am Sonntagabend Henning Padeken, der nun endgültig für eine länger Zeit nach Australien geht. Seine Reise hatte Padeken schon mehrfach verschoben, um seinem Team zu helfen. Wie wertvoll er sein kann, hat nicht erst das Spiel gegen Lemgo gezeigt.
Nun will Trainer und Manager Frank Lorenzet in der Weihnachtspause personell nachlegen: Ein oder zwei Neuzugänge sind angekündigt.

Leichlinger TV: Bungart, Vukas, Fuchs; Kreckler (13/2), Padeken (7), Hansen (6), Novickis (5/2), Barwitzki (4), Lajnef (3), Lange, Hilger, Zechmeister

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

Zurück

Premium Partner

Business Partner