Presseberichte: Leichlinger TV - HSG Krefeld

Abgeklärte Pirates spielen sich in Feierlaune

Ein Blumensträußchen und ein Foto, das eine Spielszene zeigt, gab es bei der offiziellen Verabschiedung von Ante Vukas, Tim Hilger, Ousse Lajnef, Karol Zechmeister und Christian Mergner (v.l.) (Foto: Miserius)
Ein Blumensträußchen und ein Foto, das eine Spielszene zeigt, gab es bei der offiziellen Verabschiedung von Ante Vukas, Tim Hilger, Ousse Lajnef, Karol Zechmeister und Christian Mergner (v.l.). Das Quintett bestritt sein letztes Heimspiel (Foto: Miserius)

Der Saisonabschluss, verbunden mit einer kleinen Abschlussparty des Leichlinger TV, steigt erst am kommenden Wochenende. Das letzte Heimspiel einer schwierigen Spielzeit des Handball-Drittligisten bot den Zuschauern aber ein Spektakel - mal wieder: Eine anfangs öde Partie gegen die HSG Krefeld bog der LTV in einer turbulenten zweiten Hälfte zu einem 36:33 (16:18). Das Ziel, nach dem starken Auswärtserfolg beim VfL Eintracht Hagen nachzulegen, ist geglückt.
Im Mittelpunkt standen aber zunächst andere. Fünf Spieler reihten sich vor der Begegnung am Mittelkreis auf: Kapitän Tim Hilger, Ante Vukas, Christian Mergner, Ousse Lajnef und Karol Zechmeister absolvierten ihr vorletztes Spiel für die Pirates und erhielten von den Verantwortlichen neben einer kräftigen Umarmung ein kleines Abschiedsgeschenk.
Der ebenfalls scheidende Moritz Barwitzki fehlte am Samstagabend, weil er sich mit seinem Verein TuS Ferndorf auf den Abstiegskampf in der 2. Bundesliga konzentriert. Sein Zweitspielrecht in Leichlingen wird definitiv nicht fortgeführt. Sieben Neuzugänge sowie die Rückkehr der Langzeitverletzten sollen die Lücke der Abgänge schließen. Der LTV hofft, damit "gut aufgestellt" (Trainer Frank Lorenzet) in die neue Saison zu gehen.
"Kalt lässt mich das heute natürlich nicht", sagte Kapitän Hilger, der nicht als sentimentaler Typ bekannt ist. "Es waren schöne drei Jahre, an die ich sehr gern zurückdenke." Tränen flossen sowohl vor, als auch nach dem Spiel aber an keiner Stelle. Das hätte auch nicht zur abgeklärten Leichlinger Truppe gepasst.
Sie bewies im Match gegen die HSG zum wiederholten Mal ihre Abgezocktheit und Kampfstärke. Nach einer spielerisch schwachen ersten Hälfte entwickelte sich ein echter Fight. Der Grund: Das Schiedsrichtergespann, das auf beiden Seiten fragwürdige Zeitstrafen verteilte und so auf Leichlinger Seite Zorn und vor allem neue Kräfte mobilisierte. "Die Schiedsrichter haben in eine vollkommen harmlose Partie zu viel Würze reingebracht", analysierte Hilger. Sein Teamkollege und Rückraumspieler Zechmeister kassierte schon im ersten Abschnitt dreimal zwei Minuten und durfte neben den verletzten Kollegen auf der Tribüne Platz nehmen. Auch Rechtsaußen David Kreckler saß auf den blauen Holzbänken. Ein Anbruch des linken Mittelfußknochens beendete die Saison des Linkshänders vorzeitig. "Das passt ja jetzt ganz gut", sagte der 34-Jährige schmunzelnd mit Blick auf das Ende der Saison. Er behandelt die Verletzung konservativ. Nach ausreichender Pause sei er wieder einsatzbereit: "Zur Vorbereitung bin ich dabei. Davon gehe ich aus."
Kreckler beobachtete ebenfalls "haarsträubende Zweiminutenstrafen" der Referees und analysierte weiter: "Dank der besseren Torwartleistung haben wir das Spiel am Ende gewonnen." Der Routinier hatte Recht: Keeper Vukas lief, nachdem er zunächst kaum eine Hand an einen Ball bekam, nach der Pause zur Hochform auf - und gewann damit das Duell gegen Ex-LTVler Stefan Nippes.

Leichlinger TV: Vukas, Fuchs - Lange (8), Zechmeister (2), Hilger (5/3), Hansen (5), Novickis (7/1), Lajnef (5), Mergner (4).

Quelle: Rheinische Post

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"Überragend gekämpft"

Ein hartes Stück Arbeit hatten die  Drittligahandballer des Leichlinger TV am Samstagabend zu verrichten, ehe sie über einen 36:33 (16:18)-Erfolg gegen die HSG Krefeld jubeln konnten. Vor rund 300 Zuschauern im Leichlinger Ostermann-Forum trafen die beiden personell am schwersten gebeutelten Mannschaften der Liga aufeinander. Kurzfristig ereilten die Kontrahenten vor der Partie auch noch ein ähnliches Schicksal. Die HSG musste aufgrund einer Fuß-Operation zusätzlich auf Kreisläufer Gerrit Kuhfuß verzichten, bei den Leichlinger fiel David Kreckler aus, der sich den Mittelfuß gebrochen hatte.
So konnte der Gast nur acht Feldspieler aufbieten, Lorenzet füllte seinen Kader mit Fynn Natzke und Björn Aust aus der Reservemannschaft auf, die allerdings nicht eingesetzt wurden. Nachdem Karol Zechmeister bereits in der 27. Minute die dritte Zeitstrafe kassierte und zum Zuschauer wurde, spielten die Pirates mit ihren sechs Feldspielern durch.
Die letzten Aufrechten auf beiden Seiten lieferten sich aber einen erbitterten Kampf. Zunächst mit leichten Vorteilen für die Krefelder, die einen 5:6-Rückstand (9.) in eine 8:6-Führung (11.) verwandelten und diesen Vorsprung bis zur Pause verteidigten. Die LTV-Abwehr war bis zu diesem Zeitpunkt nicht im Bilde und auch Torhüter Ante Vukas hatte keinen guten Tag erwischt.
Nach der Pause konnten sich Vukas und seine sechs Mitstreiter aber steigern. Zwei Treffer von Christian Mergner bescherten den Hausherren mit 22:21 (37.) nach langer Zeit wieder eine Führung. Diese konnte auf 23:21 ausgebaut werden, kurze Zeit später war der Gast aber wieder mit 26:24 (43.) vorne. Beim Stand von 29:29 ging es in die letzten zehn Minuten. Die ersten fünf blieb der LTV davon ohne Gegentreffer, war selbst dreimal erfolgreich und legte damit den Grundstein zum Erfolg. „Meine Spieler haben überragend gekämpft und den Sieg deshalb verdient“, freute sich Lorenzet über zwei weitere Punkte vor dem Saisonfinale.
 
LTV: Vukas, Fuchs; Lange (8), Novickis (7/1), Lajnef (5), Hansen (5), Hilger (5/3), Mergner (4), Zechmeister (2); Aust (n.e.), Natzke (n.e.)
 
Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
 
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Kämpferische Höchstleistung
 
Zwei Minuten vor dem Ende erhoben sich die Zuschauer im Ostermann-Forum von den Tribünenbänken. Es hagelte Applaus für das Team des LTV, das durch eine bravouröse kämpferische Vorstellung die HSG Krefeld mit 36:33 (16:18) bezwungen hatte. Diese kämpferische Höchstleistung war auch nötig, denn die Pirates pfiffen im letzten Saisonheimspiel wirklich aus dem allerletzten Loch. Während der Woche hatte sich David Kreckler, der beste Torschütze der vergangenen Wochen, einen Bruch des Mittelfuß zugezogen - der nächste Ausfall eines Leistungsträgers.
Da auch die beiden Keeper des LTV in den ersten 30 Minuten quasi nicht anwesend waren - eine Parade konnte insgesamt verzeichnet werden -, war der Rückstand der Gastgeber keine Überraschung. Jedoch legten die Pirates, die zudem ab der 25. Minute auch noch auf Karol Zecheister nach seiner dritten Zwei-Minuten-Strafe verzichten mussten, kämpferisch nach dem Seitenwechsel noch eine Schippe drauf. In der 40. Minute glichen die Gastgeber aus und holten sich kurz danach die Führung, die sie bis zur Schlusssirene nicht mehr abgaben. "Wir haben lange mit nur sechs Spielern auskommen müssen. Kämpferisch war das heute wieder überragend von meiner Mannschaft, die erneut den Ausfall eines sehr wichtigen Akteurs kompensieren musste" zeigte sich Trainer Frank Lorenzet hochzufrieden.
 
Leichlinger TV: Vukas, Fuchs; Lange (8), Novickis (7/1), Händen (5), Lajnef (5), Hilger (5/3), Mergner (4), Zechmeister (2), Natzke (n.e.)
 
Quelle: Kölner Stadtanzeiger

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