Presseberichte: Leichlinger TV - Longericher SC

Ein Sieg mit der Emotion "Wahnsinn"

Hoch die Siegerfäuste: Leichlingens Handballer bescherten sich und ihren Fans ein Handballfest. FOTO: uwe miserius
Tröstende Geste von Ousse Lajnef (r.) für Michael Wittig (li.) (Foto: www.tsphotographie.de)

Ante Vukas schreit den Jubel aus sich heraus. Ein Großteil der rund 500 Zuschauer brüllt los. Die gesamte Halle am Hammer tobt. Was war passiert?
Vukas, Torwart des Handball-Drittligisten Leichlinger TV, parierte Momente zuvor den dritten Ball in Serie und bewahrte damit die Führung seines Teams. "Das war sicher ein entscheidender Faktor", sagte er knapp 30 Minuten später noch mit dem Wahnsinn in den Augen. Auch nach dem Spiel war er noch immer "on fire".
Die Paraden des 25-Jährigen bildeten nur einen von zahlreichen emotionalen Höhepunkten im Derby gegen den Longericher SC, das der LTV dank seiner wohl besten Saisonleistung verdient 36:33 (19:13) gewann. "Dass meine Mannschaft so emotional sein kann, hätte ich nicht gedacht", sagte Trainer Frank Lorenzet begeistert. Die Beteiligten standen unmittelbar nach dem Abpfiff noch unter dem Einfluss der 60 Spielminuten zuvor. Das Publikum im Smidt-Forum sah das erwartet hitzige und hektische Derby zwischen den beiden Topteams, die sich vor allem nach der Pause nichts schenkten. Das war in der Anfangsphase nicht unbedingt zu erwarten. Da spielte sich der LTV in einen Rausch, lag schnell mit neun Treffern vorn. "Das war oberes Zweitliga-Niveau", urteilte Lorenzet. "Wahnsinn!"
Dass die Partie damit noch nicht entschieden sein sollte, war aber sowohl der Mannschaft als auch den Zuschauern klar. Leichlingen machte am Spieltag zuvor in Dormagen schließlich selbst vor, wie man einen deutlichen Rückstand noch zu einem Sieg wendet.

Und tatsächlich: Longerich kam als aktivere Mannschaft aus der Pause und arbeitete sich auf zwei Treffer heran (21:19/37.) - ehe die Stunde des Ante Vukas schlug. Er parierte mehrfach glänzend und sorgte für Ekstase bei den Zuschauern, die das Spiel nach umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen längst zu einem Stimmungskessel verwandelt hatten. "Heute hat vieles gepasst", sagte Vukas, "das gilt aber auch für das gesamte Team und meinen Kollegen im Tor. Er hat seine Sache überragend gemacht."
Er meinte Damian Bungart, der nach einer Zeitstrafe gegen Vukas ab der 44. Minute im Kasten stand. Da lag der LTV bereits wieder mit vier Treffern vorn. Wie Vukas, steigerte sich auch der 29-Jährige zu Höchstleitungen. "Die gesamte Mannschaft hat großartig gespielt und ihre Emotionen aufs Feld gebracht", sagte Bungart. Er hielt mehrfach sehr stark - zur Freude der fast durchgängig stehenden Leichlinger Bank und des Publikums. Die Zuschauer hatten unlängst registriert, dass die Leichlinger sich diesen Sieg zurecht nicht mehr aus der Hand nehmen lassen würden. "Die ganze Mannschaft, auch Karol Zechmeister oder Moritz Barwitzki auf der Bank, haben heute absolute Emotion gezeigt", betonte Lorenzet. Der Coach konnte die Spitzenleistung seiner Mannschaft kaum glauben: "Was die Jungs heute gespielt haben, ist unfassbar."

LTV: Vukas, Bungart, Fuchs - Schulz (12/4), Lange (3), Hansen (6), Padeken, Hilger (3), Lajnef (5), Novickis (7), Kreckler.

Quelle: Rheinische Post online
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Zweiter Derbysieg in Serie verzückt Fans

So losgelöst hatte man Frank Lorenzet lange nicht mehr gesehen. Der Trainer der Leichlinger Drittligahandballer bejubelte am späten Freitagabend den verdienten 36:33 (19:13)-Erfolg im Derby gegen den Longericher SC. Mit ihm freuten sich viele, aber nicht alle der rund 500 Zuschauer, denn der Gast hatte ebenfalls zahlreiche Anhänger mit ins Smidt Forum gebracht.
Die Rot-Weißen in der Halle wurden aber schnell ruhig, denn der LTV präsentierte sich hellwach und fast fehlerfrei. Von 4:4 (8.) setzten sich die Hausherren auf 8:4 (14.) und 14:5 (20.) ab. Die Abwehr mit einem sehr starken Torhüter Ante Vukas stand sicher und das Konterspiel funktionierte ausgezeichnet. „Das waren die besten 20 Minuten, die wir diese Saison bislang gespielt haben“, kommentierte Lorenzet die überragende Anfangsphase seiner Mannschaft. Im Vorfeld hatte der Coach vermutet, dass das Team mit dem größeren Willen die zwei Punkte sammeln würde. Bis zu diesem Zeitpunkt war das unumstritten der LTV.
Mit einer komfortablen 19:13-Führungen ging es gegen den Tabellendritten in die Pause. „Mir war schon bewusst, dass wir dieses Niveau wahrscheinlich nicht über 60 Minuten würden halten können“, so Lorenzet. Nach dem Wiederanpfiff, lief es dann genau wie es sich die Gäste gewünscht und die Leichlinger befürchtet hatten. Drei schnelle Treffer zum 19:16 brachten Longerich wieder in Reichweite und entzündeten beim Gast das Feuer. Jetzt entwickelte sich zwischen den Ortsnachbarn ein echter Handballfight. Longerich stürmte, der LTV versuchte dagegen zu halten. Bis auf 21:19 (37.) schmolz der Vorsprung der Pirates. Per Tempogegenstoß hatte Longerichs Jimmy Hoffmann die Chance zum Anschlusstreffer, doch Vukas parierte seinen Wurf. Das war der Weckruf für den LTV. Über 23:19 (39.) und 25:20 (42.) bauten die Leichlinger, die plötzlich die zweite Luft bekamen, den Vorsprung wieder auf 30:23 (48.) aus. Ein herber Rückschlag für die Kölner, die sich nun langsam geschlagen gaben. Beim 34:27 (55.) war die Vorentscheidung dann gefallen. Mit diesem Erfolg hat sich der LTV eindrucksvoll in der Ligaspitze zurück gemeldet.
 
LTV: Vukas, Fuchs, Bungart; Schulz (12/4), Novickis (7), Hansen (6), Lajnef (5), Lange (3), Hilger (3), Kreckler, Padeken, Barwitzki, Zechmeister
 
Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
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Lorenzet schwärmt nach Sieg gegen Longerich
 
Der Leichlinger TV hat sich am Freitagabend durch den 36:33 (19:13)-Sieg über den Longericher SC wieder ins Gespräch gebracht, wenn es um den Kampf um die Spitzenplätze in der 3. Handball-Liga West geht. Besonders eindrucksvoll waren vor etwas mehr als 500 Zuschauern die ersten 20 Minuten des Derbys – zumindest aus Sicht der Leichlinger. Sie erzielten ihren ersten Treffer erst nach 2:30 Minuten, als Mike Schulz – auch an diesem Abend wieder überragend – zum 1:1 traf. Eine Minute später sorgte der ebenfalls starke Valdas Novickis, den Leichlingens Zuschauer wohl noch nie so emotional gesehen haben, mit seinem Tor zum 2:1 für die erste Führung der Gastgeber. Longerich konnte noch drei Mal ausgleichen (2:2, 3:3, 4:4), ansonsten hatten die Pirates immer die Nase vorne. Herausragend dabei sicher die Phase zwischen der 5. und 20. Minute, als den Gastgebern alles gelang: Über eine aufmerksame und zupackende Abwehr mit einem starken Keeper Ante Vukas als letzte Absicherung über ein nahezu reibungslos funktionierendes Tempospiel, setzte sich der LTV mit einem 10:1-Lauf auf 14:5 (20. Minute) ab. Großer Jubel bei den Anhängern der Gastgeber, großer Frust bei den Longericher Fans, die in ordentlicher Anzahl den Kurztripp nach Leichlingen unternommen hatten. Bis zum 19:11 lief alles weiter nach Wunsch für die Pirates, kurz vor der Pause konnten die Kölner jedoch auf 19:13 verkürzen. Diese zwei Treffer hatten scheinbar für Auftrieb beim LSC gesorgt, denn auch die nächsten drei Tore gingen auf das Konto Kölns: 19:16. Die Partie war nahezu wieder offen. Da brachte auch das 20:16 durch Novickis keinen Dämpfer für Longerich, das bis zur 37. Minute sogar auf 21:19 heran kam. Doch nun waren die Pirates wieder dran: Oussama Lajnef, Tim Hilger und zwei Mal Carsten Lange sorgten bei nur einem Gegentreffer der Gäste bis zur 42. Minute für das 25:20; sechs Minuten später lagen beim 30:23 sogar sieben Treffer zwischen beiden Teams. Damit war der Longericher SC geschlagen, denn Leichlingen ließ sich den Schneid nun nicht mehr abkaufen und brachte den Sieg sicher über die Zeit. Zwei Minuten vor dem Ende führte der LTV mit 36:30, ehe Köln noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben konnte.
„Die ersten 20 Minuten waren das Beste, was ich hier von einer meiner Mannschaften gesehen habe, seitdem ich hier Trainer bin. Und das sind schon viele Jahre. Auch die Emotionalität meines Teams hat mich heute überrascht. Selbst Spieler wie Valdas oder Henning Padeken, die sonst eher zurückhaltend agieren, sind total aus sich heraus gegangen“, jubelte Trainer Frank Lorenzet. Den Trainer fuchste es allerdings ein wenig, dass Longerich am Ende das Ergebnis noch schönen konnte, „weil wir zu früh angefangen haben, zu jubeln. Wir hätten klarer gewinnen müssen“. Aber ein wirkliches Problem war auch das an diesem aus Leichlinger Sicht gelungenen Abend nicht.
 
Leichlinger TV: Vukas, Fuchs; Schulz (12/4), Novickis (7), Hansen (6)m Lajnef (5), Hilger (3), Lange (3), Kreckler, Barwitzki, Zechmeister
 
Quelle: Kölner Stadtanzeiger

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