Presseberichte: Leichlinger TV - HSG Krefeld

LTV muss sich Krefeld geschlagen geben

LTV-Routinier David Kreckler wird von zwei Krefeldern in die Zange genommen. (Foto: Miserius)
LTV-Routinier David Kreckler wird von zwei Krefeldern in die Zange genommen. (Foto: Miserius)

„Ich bin schon sehr enttäuscht, denn es war deutlich mehr für uns drin“, kommentierte Trainer Frank Lorenzet die 25:30 (15:14)-Niederlage seiner Drittligahandballer gegen die HSG Krefeld, die gegen am Ende abbauende Leichlinger zwar verdient, aber zu hoch ausgefallen war.
Die nur rund 350 Zuschauer, die am Samstagabend in Leichlingen das Spitzenspiel verfolgen wollten, sahen nach ausgeglichener Anfangsphase einen dominierenden Gastgeber. Der LTV setzte sich von 6:6 (11.) über 9:7 (15.) auf 13:9 (24.) ab. Torhüter Mathis Stecken war ein sicherer Rückhalt und im Angriff setzten Valdas Novickis und David Hansen die Akzente.
Bis zur Pause war der Vorsprung allerdings wieder zusammen geschmolzen und direkt nach dem Seitenwechsel übernahm der Gast mit 16:15 die Führung. Mitverantwortlich dafür war auch ein ehemaliger Leichlinger. Jens Peter Reinarz brachte es am Ende gegen seinen Ex-Club auf acht Treffer.
Den Leichlingern gelang es nicht mehr, an die phasenweise gute Leistung aus dem ersten Spielabschnitt anzuknüpfen. Stecken bekam nun kaum noch einen Ball zu fassen und in der Offensive häuften sich die technischen Fehler. Krefeld baute die Führung auf 20:17 (40.) aus. Lorenzet gab die Schlacht aber noch nicht verloren und brachte nun immer wieder erfolgreich den siebten Feldspieler. Eine Wende gelang aber nicht, weil  es in den entscheidenden Situationen meist gegen den Gastgeber lief. Vier Siebenmeter wurden vergeben, ein Wurf ins leere Tor verpasst und kniffelige Schiedsrichterentscheidungen fielen selten zugunsten des LTV aus. „Als gegen Tim Menzlaff ein in meinen Augen völlig unberechtigtes Stürmerfoul gepfiffen wurde und er für seine anschließende Bemerkung eine Zweiminutenstrafe kassierte, war die Partie gelaufen“, beschrieb eine Situation aus der 55. Minute beim Stand von 23:26. Während die Krefelder mit diesem Sieg ihre Position als Tabellenzweiter behaupteten, rutschte der LTV ins Mittelfeld ab.

LTV: Stecken, Mundhenk; Novickis (6), Hansen (5), Munkel (4) Hertlein (3), Kreckler (3/1), M. Schulz (2), L. Schulz (1), Feuchtmann Perez (1), Menzlaff, Rachow, Lange

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

-------------

Krefeld nutzt Leichlinger Fehler

Vor knapp 350 Zuschauern bestimmte der LTV in der ersten Hälfte lange Zeit das Geschehen. Keeper Mathis Stecken parierte etliche Würfe der hoch gehandelten Gäste; der eigene Angriff arbeitete recht gut, ließ aber auch schon einige gute Chancen ungenutzt. Dennoch lagen die Pirates nach 19 Minuten mit 11:7 vorne, fünf Minuten später sah es beim 13:9 immer noch gut für das Team von Frank Lorenzet aus. „Aber dann haben wir ein paar Fehler zu viel gemacht, was Krefeld gnadenlos ausnutzte“, bemängelte Lorenzet diese Phase der Unkonzentriertheit. Nach der Pause wurde es jedoch nicht besser. Die Gäste markierten vier Treffer in Folge, damit war der Vorsprung des LTV hin und Krefeld hatte sich ein kleines Polster aufgebaut. „Anschließend sind wir nicht mehr richtig eng ran gekommen. Wenn wir mal wieder in Reichweite waren, haben wir es versäumt, den Rückstand noch weiter zu verkürzen. Es waren immer wieder kleine Fehler, die uns zurück geworfen haben“, stellte Lorenzet fest. Nicht zu kleinen Fehlern zählten allerdings die vier vergebenen Siebenmeter der Pirates. „Wenn du die nicht nutzt, wird es gegen ein Kaliber wie Krefeld schwer“, so Leichlingens Coach enttäuscht.

Leichlinger TV: Stecken, Mundhenk; Novickis (6), Hansen (5), Munkel (4), Kreckler (3), Hertlein (3), M. Schulz (2), L. Schulz (1), Feuchtmann (1), Lange, Menzlaff, Rachow

Quelle: Kölner Stadtanzeiger

------------

LTV kassiert lehrreiche Pleite

Als Trainer Frank Lorenzet zwei Minuten vor dem Abpfiff in die beinahe stille Halle schrie, war eine Portion Verzweiflung dabei. "Weiterkämpfen bis zum Ende!", forderte er. Doch weder seine Spieler noch die Zuschauer schienen auf den durch das Ostermann-Forum hallenden Ruf zu reagieren - kein Wunder, denn der Handball-Drittligist Leichlinger TV lag da bereits mit fünf Toren gegen die HSG Krefeld hinten. Das Endergebnis lautete 25:30 (15:14). "Die Niederlage war verdient. Ob sie hochverdient war, darüber kann man sich bestimmt streiten", sagte Lorenzet später, etwas milder gestimmt. Sein treffendes Fazit: "Zumindest haben wir uns so teuer wie möglich verkauft."
Tatsächlich brachten die Leichlinger am Samstagabend das Kunststück fertig, gleichzeitig völlig verdient zu verlieren, trotzdem aber das Gefühl zu hinterlassen, dass die Mannschaft zu mehr fähig ist und aktuell vor allem den eigenen Launen unterliegt. "Wir hatten heute zwei verschiedene Halbzeiten", resümierte Rückraumspieler Bastian Munkel. Die Niederlage war gleichsam schmerzhaft wie lehrreich, weil die "Pirates" ihren Gegner in den ersten 30 Minuten noch souverän im Griff hatten. "Da fand ich uns besser als das eine Tor, das auf der Anzeigetafel stand", sagte Munkel und hatte damit nicht unrecht.
Die Deckung stand da noch kompromisslos, doch vorne verhinderte vor allem eine schlampige Chancenverwertung eine höhere Führung. Linkshänder David Kreckler, in der Regel einer der sichersten Torschützen der Blütenstädter: "Wir haben einfach zu viele freie Bälle verschossen."
Diese Schwäche sollte sich nach der Halbzeit rächen. Einfache Ballverluste bestraften die in der Tabelle auf Platz zwei rangierenden Krefelder mit Vergnügen. Munkel: "Wir machen uns das Leben durch dumme, individuelle und technische Fehler schwer. Dann kommen wir nicht mehr rein und Krefeld ist dafür gut genug." Besondern ärgern dürften sich die Leichlinger über ihre eigenen Unzulänglichkeiten: In der zweiten Spielhälfte kassierte der LTV fünf Zeitstrafen. Allein Linksaußen Harald Feuchtmann flog zweimal innerhalb von fünf Minuten vom Platz. Zudem ging nur einer von fünf Siebenmetern ins Krefelder Tor. Dass sich die eigentlich erfahrenen LTV-Handballer von einer unsicheren Schiedsrichterlinie aus der Bahn bringen ließen, kommt dazu.
"Dann fängt die Meckerei wieder an, das zieht einen schon runter", gab Munkel zu. Routinier Kreckler brachte es auf dem Punkt: "Wir waren nicht schlechter. Aber vielleicht sind wir einfach noch nicht soweit, dann auch zu gewinnen."

LTV: Stecken, Mundhenk - Novickis (6), Munkel (4), Menzlaff, Hertlein (3), Hansen (5), M. Schulz (2), Kreckler (3/1), Rachow, L. Schulz (1), Feuchtmann (1), Lange

Quelle: Rheinische Post

Zurück

Premium Partner

Business Partner