Presseberichte: Leichlinger TV - SG Menden Sauerland Wölfe

Bittere Pleite gegen Aufsteiger

Die 14 Tore von David Kreckler (l.) reichten nicht zum Sieg gegen die Menden (Foto: Uwe Miserius/Rheinische Post)
Die 14 Tore von David Kreckler (l.) reichten nicht zum Sieg gegen die Menden (Foto: Uwe Miserius/Rheinische Post)

Ausgerechnet die Leichlinger Handballer haben für die erste ganz dicke Überraschung in der dritten Liga West gesorgt. Am Freitagabend unterlag die Mannschaft von Trainer Frank Lorenzet zuhause vor rund 350 Zuschauern dem Aufsteiger SG Menden Sauerland Wölfe mit 30:31 (17:16). Lorenzet zeigte sich geschockt: „Wir hatten die Partie im Griff und eigentlich schon gewonnen.“ Doch in einem denkwürdigen Showdown gaben die Hausherren noch alles aus der Hand.
Dabei hatte für den LTV die Partie nach Wunsch begonnen. Die spielerische Überlegenheit wurde schnell im Resultat deutlich. Die Leichlinger schienen ihrem Publikum über 6:2 (10.) und 14:8 (22.) einen stressfreien Abend zu bescheren. Doch die kampfstarken Gäste gaben sich nicht auf, profitierten von den sich nun häufenden individuellen Fehlern der Leichlinger und waren bis zur Pause wieder dran.
Doch auch als der Gast zweimal zum 23:23 (44.) und 25:25 (49.) ausgleichen konnte, war das für Lorenzet noch kein Grund nervös zu werden. Und als dann für Tom Schneider, den bis dahin mit elf Treffern torgefährlichsten Mendener Wolf, nach der dritten Zeitstrafe (52.) frühzeitig Feierabend war, und der LTV auf 28:26 (53.) und später sogar mit 30:27 (56.) davon ziehen konnte, schien die Partie gelaufen. „Anschließend sind wir völlig kopflos ins Verderben gerannt“, beschrieb Lorenzet nach Spielende die turbulenten Schlussminuten.
Erneut profitierten die Gäste von haarsträubenden technischen Fehlern der Hausherren. Und obwohl Mathias Stecken sogar noch einen Strafwurf entschärfen konnte, gelang den Wölfen der 30:30-Ausgleich. 15 Sekunden bleiben den Pirates noch für den Siegtreffer, doch anstatt sich besonnen eine gute Wurfchance zu erarbeiten, wollte David Hansen den Sieg mit einer schnellen Mitte und einem riskanten Pass auf Tim Menzlaff am Kreis erzwingen. So nahm das Unheil seinen Lauf, Menzlaff bekam den Ball nicht zu fassen, Wölfe-Keeper Kevin Peichert sicherte sich geistesgegenwärtig das Spielgerät und beförderte es zum nach vorne geeilten Dominik Flor. Der versenkte in der Schlusssekunde eiskalt zur einzigen Führung und zum Sieg des Außenseiters.

LTV: Bungart, Stecken; Kreckler (14/5), Hansen (5), M. Schulz (5), Hertlein (2), Novickis (2), Munkel (1), Rachow (1), Feuchtmann Perez, Lange, Menzlaff, L. Schulz

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

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Lorenzet fassungslos über Niederlage

Niederlagen sind immer bitter, aber es gibt solche, die noch mehr schmerzen. Handball-Drittligist Leichlinger TV hat schon lange keine mehr so überflüssige und schmerzhafte Pleite kassiert, wie am Freitagabend beim 30:31 (17:16) gegen die SG Menden Sauerland Wölfe. Ein einziges Mal lagen die Gäste vorne, das reichte den Wölfen. Entsprechend herrschte Fassungslosigkeit bei den Leichlingern und ihrem Anhang, als die Schlusssirene ertönte. Vier Minuten vorher führten die Pirates noch mit 30:27, nachdem sie in der Partie schon ein paar Mal einen ordentlichen Vorsprung für sich verzeichnen konnten (6:2, 14:8). Doch immer wieder versäumten sie es, den Sack zu zu machen; offenbarten im Gegenteil in der Abwehr zu häufig große Lücken, die von den nimmermüden Sauerländern genutzt wurden. Noch schlimmer waren aber die diversen persönlichen Aussetzer vieler Akteure, die unerklärliche Fehler produzierten. Diese Aussetzer brachten den Gästen ein ums andere Mal allerbeste Chancen. So auch 15 Sekunden vor dem Ende, als Menden zum 30:30 kam; der LTV über die Schnelle Mitte das Spiel wieder startete; David Hansen einen Pass zum am Kreis stehenden Rückraum Tim Menzlaff spielte, der nicht gefangen wurde; Mendens starker Keeper reaktionsschnell das Leder zu einem durch startenden Teamkollegen beförderte, der in der letzten Sekunde sogar noch zum Siegtreffer der Mendener einnetzte.
LTV-Trainer Frank Lorenzet war fassungslos: „Das war sicher eine der fünf schlimmsten Niederlagen in meiner langjährigen Karriere. So viele individuelle Aussetzer der verrücktesten Art, auch von erfahrenen Akteuren, habe ich noch nicht erlebt. Damit haben wir Menden immer wieder stark gemacht. Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll“, so Lorenzet.

Leichlinger TV: Stecken, Bungart; Kreckler (14/5), Hansen (5), M. Schulz (5), Novickis (2), Hertlein (2), Rachow (1), Munkel (1), Menzlaff, Feuchtmann, Lange

Quelle: Kölner Stadtanzeiger

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LTV gibt gegen Menden Sieg aus der Hand

Angespannte Stimmung beim Handball-Drittligisten Leichlinger TV: Nach dem 30:31 (17:16) gegen den Aufsteiger SG Menden Sauerland Wölfe sank die Laune der LTV-Protagonisten gen Gefrierpunkt. Trainer-Manager Frank Lorenzet zeigte sich am Freitagabend "geschockt", nachdem die in den ersten 20 Minuten der Partie klar mit sechs Toren vorne liegenden Hausherren zur Pause einbrachen und zum Schluss innerhalb von 14 Sekunden sogar noch eine knappe Führung naiv hergaben. "Unentschuldbare Fehler" seien der Grund für die Niederlage, die auch bei den Spielern tiefe Wunden hinterließ.
"Das ist der Mannschaft, mit der wir hier antreten, nicht würdig", sagte LTV-Torhüter Mathis Stecken. Der 24-Jährige parierte in der unterhaltsamen wie dramatischen Schlussphase mehrfach glänzend. Allerdings hatte er trotzdem das Nachsehen, weil seine Kollegen wie schon beim Saisonauftakt in Dormagen völlig den Faden verloren und den schlagbaren Gästen das Feld überließen. Nun stehen die Pirates nach zwei Siegen und zwei Niederlagen nach durchwachsenem Saisonstart auf Rang neun.
Der sichtlich geknickte Stecken sagte nach der Schlusssirene: "Das waren alles Pflichtsiege." Zwei Punkte seien eigentlich verdient gewesen. Die Niederlage bezeichnete er als "Worst Case". Unpassend also, dass mit dem TV Korschenbroich und dem Longericher SC nun zwei ungleich schwerere Gegner warten. "Wenn wir da mit so einer Leistung auftreten, bekommen wir eine schöne Packung", sagt Stecken, der nach der Partie an harter Selbstkritik nicht sparte.
Die Ursachenforschung gestaltet sich beim LTV allerdings schwierig. Die Offensive lieferte wie gewohnt ordentlich. Der seit Wochen überragende David Kreckler war mit 14 Treffern nicht nur erneut bester Torschütze, sondern besticht neuerdings zudem als Spielmacher und bestimmt das Tempo. Davon profitierte Rechtsaußen Mike Schulz, der nach langer Verletzungspause langsam wieder in Form kommt und so mehr Freiheiten genießt. Stecken: "David ist der einzige, der konstant seine Leistung bringt."
Große Sorgen macht dagegen - wieder einmal - das Abwehrverhalten. "Das sind teilweise Fehler aus der C-Jugend", sagte der Leichlinger Schlussmann. "Wir bekommen 31 Tore, fangen uns viele Gegenstöße. Mannschaftlich sind wir weit davon entfernt das zu spielen, was wir uns vorgenommen haben." Tatsächlich wirkt die mit sieben Zugängen umgebaute Mannschaft bei weitem noch nicht gefestigt. Fragwürdige, aber nicht spielentscheidende Pfiffe der Schiedsrichter gegen beide Teams verunsicherten die Pirates deutlich. Die linke Seite mit dem erneut torlosen Harald Feuchtmann und Bastian Munkel tauchte total ab. Dazu leisteten sich routinierte Akteure wie Valdas Novickis und David Hansen individuelle Fehler im Angriff, die zu Gegentoren führten. Symptomatisch ist Hansens Pass nach dem 30:30-Ausgleich, der Sekunden vor dem Abpfiff einen weiteren schnellen Gegenstoß Mendens und das 30:31 mit dem Abpfiff ermöglichte. "Den Schuh muss ich mir anziehen. Das war viel zu riskant", sagte der 26-Jährige.
Spannend wird nun, ob und wie Lorenzet die längst erkannten Schwachstellen in den Griff bekommt. "Ich predige das seit Wochen", sagte das Klub-Urgestein. Bis jetzt scheint er keine Lösung gefunden zu haben.

LTV: Stecken, Bungart; Kreckler (14/5), Hansen (5), M. Schulz (5), Novickis (2), Hertlein (2), Rachow (1), Munkel (1), Menzlaff, Feuchtmann, Lange

Quelle: Rheinische Post

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