Presseberichte: Leichlinger TV - TSV Bayer Dormagen

Knappe Niederlage gegen Dormagen

Steuerte fünf Treffer bei: Karol Zechmeister (rechts) (Foto: Miserius/RP)
Steuerte fünf Treffer bei: Karol Zechmeister (rechts) (Foto: Miserius/RP)

Scheppernd landet der von David Kreckler geworfene Ball am Pfosten, der Gegner jubelt, die 32:33 (14:18)-Heimniederlage der Leichlinger Drittligahandballer im Kreisderby gegen den TSV Bayer Dormagen ist im gleichen Moment besiegelt. „Das tut mir heute wirklich sehr leid für meine Spieler, die aufgrund ihrer kämpferischen Leistung einen Punkt verdient gehabt hätten“, sagte ein enttäuschter, aber keineswegs unzufriedener LTV-Trainer Frank Lorenzet anschließend.
In einer begeisternden Partie vor über 500 Zuschauern im Leichlinger Ostermann Forum schenken sich die beiden Tabellennachbarn nichts. Der LTV legte auf 3:2 (5.) vor, das sollte aber die letzte Führung der Hausherren bleiben. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt zog sich David Hansen einen Bänderriss im Sprunggelenk zu. Die Leichlinger waren damit einer ihrer wichtigsten Angriffswaffen und des überragenden Spielers des vorherigen Siegs gegen Volmetal beraubt.
Aber der LTV ließ sich von diesem Schicksalsschlag und auch von einem 10:15-Rückstand (23.) nicht herunterziehen. Plötzlich sprangen andere LTV-Spieler in die Breche. Zum Beispiel der erst 17-jährige Nachwuchstorhüter Arne Fuchs, der den bis dahin glücklosen Ante Vukas in der 20. Minute ablöste oder Reservespieler Karol Zechmeister, der glänzend David Hansen vertrat und fünf Treffer erzielte. Beide Leichlinger machten ihr bestes Saisonspiel.
So konnten die Hausherren zum 20:20 (37.) ausgleichen und die Partie bis in die Schlussphase offen halten. Beim 32:29 (57.) sahen die Gäste schon wie der sichere Sieger aus, doch als Lorenzet in der Offensive nun immer den siebten Feldspieler brachte, fielen die Treffer zum 32:33-Anschluss. Kreckler, der im Angriff vorher noch erfolgreich war, nahm sich von Rechtsaußen drei Sekunden vor dem Abpfiff den Wurf, der über Niederlage oder Punktgewinn entscheiden sollte – mit bekanntem Resultat.

Leichlingen: Fuchs, Vukas; Kreckler (8), Lajnef (7), Zechmeister (5), Hilger (5/1), Novickis (4), Mergner (3), Lange, Hansen; Natzke (n.e.), Barwitzki (n.e.)

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Neue Verletzungssorgen bei Niederlage gegen Dormagen

Das Verletzungspech bleibt den Pirates scheinbar bis zum Saisonende treu. Bei der 32:33 (14:18)-Niederlage des Leichlinger TV gegen den TSV Bayer Dormagen zog sich David Hansen bereits in der 5. Minute eine Blessur am Fuß zu – Verdacht auf Bänderriss – und kam fortan nicht mehr zum Einsatz. Coach Frank Lorenzet musste umstellen und beorderte Karol Zechmeister auf die Position. Zechmeister machte seine Sache ordentlich und steuerte fünf Trefffer zur knappen Niederlage bei. Der Slowake gab wie jeder seiner Teamkollegen alles, konnte aber nicht verhindern, dass der LTV gegen den Tabellennachbarn den Kürzeren zog. Aber Dormagen musste hart für seinen Sieg arbeiten; die Pirates ließen sich bis zur Schlusssirene nicht abschütteln, kamen immer wieder zurück ins Spiel, schafften es aber am Ende nicht mehr, zwischenzeitlich zumindest mal zu einem Remis zu kommen. Ob beim 28:29, 31:32 oder 32:33; stets verteidigten die Gäste ihre Führung.
Leichlingens Coach agierte in den letzten zehn Minuten mit dem siebten Feldspieler; seine Schützlinge nutzten dieses taktische Mittel auch gut aus, doch am Ende kam auch noch Pech hinzu: David Kreckler hatte den finalen Wurf, traf aber nur den Pfosten. „Das war sehr bitter für uns, denn die Mannschaft hat wirklich alles gegeben und hätte einen Punkt verdient gehabt. Ich habe zwischendurch befürchtet, dass wir abbauen würden, mangels Wechselalternativen, doch wir sind bis zum Ende dran geblieben. Das war schon klasse“, fasste Frank Lorenzet zusammen.

Leichlinger TV: Vukas, Fuchs; Kreckler (8), Lajnef (7), Zechmeister (5), Hilger (5/1), Novickis (4), Mergner (3), Lange, Hansen, Barwitzki, Natzke

Quelle: Kölner Stadtanzeiger

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Eine Niederlage, die Mut macht

Als die Spieler des LTV nach der Schluss-Sirene gut gelaunt ihre Sicht der Dinge zum Spiel gegen Bayer Dormagen preisgaben, sprach das vor allem für eines: Der Westdeutsche Handballmeister ist zurück in der Spur - und das trotz einer 32:33 (14:18)-Niederlage. "Wir haben schlecht angefangen, uns aber super zurückgekämpft", lobte Torhüter Arne Fuchs, der mit einer Doppelspiellizenz auch für die A-Jugend Dormagens am Ball ist. Trainer-Manager Frank Lorenzet, sonst auch nach Siegen immer wieder für Kritik an seiner Mannschaft gut, betonte: "Wir können mit erhobenem Haupt die Halle verlassen." Zurecht.
Der LTV knüpfte nahtlos an die engagierte Vorstellung gegen den TuS Volmetal (38:33) vor einer Woche an. Dabei standen die Vorzeichen schlecht: David Hansen musste nach drei Minuten mit einer Verletzung am Fuß vom Feld. "Wahrscheinlich ist es etwas an den Bändern", sagte er. Eine Untersuchung soll heute Gewissheit bringen. Weil auch Torhüter Ante Vukas mehrmals ins Leere griff, liefen die Gastgeber schnell einem Rückstand hinterher. "Ante hat einen schwierigen Tag erwischt", sagte auch Fuchs. Der 18-Jährige kam nach 20 Minuten rein, parierte stark - und wurde so zu einem von zwei Gründen, wegen derer Leichlingen das Spiel trotz Rückstands lange offen hielt.
"Arne hat heute ein tolles Spiel gemacht", sagte Lorenzet und fügte an: "Ich hoffe, dass das keine Eintagsfliege war. Dann können wir noch viel Freude an einem Spieler aus unserem Nachwuchs haben." Der andere Grund war Karol Zechmeister. "Wir haben diese Aufgabe ohne David gut gelöst", lobte Rechtsaußen Ousse Lajnef. "Wir haben die Tore verteilt, alle haben getroffen." Doch Zechmeister, meist ein ruhiger Bankwärmer, schlüpfte in Hansens Rolle als sicherer Rückraumschütze.
Dass die Pirates trotzdem nicht als Sieger aus der Halle gingen, lag vor allem an Pascal Noll. Dormagens Linksaußen bestrafte zahlreiche simple Ballverluste des LTV im Offensivspiel mit Tempogegenstößen. Lajnef: "Das ist ein geiler Spieler, der da vorne rumläuft. Ob sich das Spiel für uns oder die entscheidet, lag an Kleinigkeiten." Zum Beispiel an der dramatischen Schlussphase, als der Meister denkbar knapp den Ausgleich verpasste, weil Routinier David Kreckler Sekunden vor Schluss nur den Pfosten traf.
Trotzdem ist man in Leichlingen mit der Niederlage zufrieden. Doch mit Bayer Dormagen hat der LTV erst die vermeintlich leichteste Aufgabe der "Topspiel-Wochen" hinter sich. Mit Longerich, Neuss und Hagen geht es zunächst gegen die ersten Drei der Tabelle, danach stehen Duelle mit den Verfolgern Krefeld und Lemgo II um den sechsten Platz an, der zur Teilnahme am DHB-Pokal berechtigt. Die Leistung gegen Dormagen macht Lorenzet Mut: "Kämpferisch war das famos" - ein Punkt, den er zuletzt oft kritisierte. 

LTV: Vukas, Fuchs - Kreckler (8), Lange, Hansen, Hilger (5/1), Zechmeister (5),Lajnef (6), Novickis (4), Mergner (4).

Quelle: Rheinische Post

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