Presseberichte: Leichlinger TV - VfL Gummersbach II

Vorentscheidung schon zur Pause

War diesmal sehr zufrieden mit seinem Team: Trainer Frank Lorenzet (Foto: Jens Kirch)
War diesmal sehr zufrieden mit seinem Team: Trainer Frank Lorenzet (Foto: Jens Kirch)

Frank Lorenzet, Trainer der Leichlinger Drittligahandballer, war am späten Freitagabend sehr zufrieden. Seine Mannschaft hatte im Heimspiel vor knapp über 300 Zuschauern den VfL Gummersbach II leicht und locker mit 40:28 (23:12) bezwungen und das Punktekonto gegen Erstligareserven auf 4:0 ausgebaut.
Von Beginn an hatten die Leichlinger die Kontrolle über das Geschehen auf dem Feld. Die Hintermannschaft stand sehr sicher und im Angriff lieferte die Torfabrik der Liga das von ihr gewohnte Pensum ab. Nach zwölf Minuten stand es bereits 10:4 für die Hausherren. In gleichem Tempo ging es weiter, sodass zur Pause schon eine Vorentscheidung gefallen war. Gummersbacher Fehler im Angriff wurden konsequent mit Gegenstoßtoren bestraft, vor allem der zwölffache Torschütze Mike Schulz tat sich dabei hervor. Zehn Minuten vor Schluss, beim Stand von 34:20, krempelte Lorenzet dann sein komplettes Team um. Arne Fuchs bekam Einsatzzeit im Tor, Karol Zechmeister tauchte plötzlich im halblinken Rückraum auf, David Hansen wechselte auf die Spielmacherposition und Moritz Barwitzki löste Ousse Lajnef auf der linken Außenbahn ab. „In einem Meisterschaftsspiel hat man nicht so oft die Möglichkeit, solche Experimente zu starten, wir haben das diesmal genutzt und ein paar Dinge ausprobiert“, so Lorenzet.
Für einen in Leichlingen beheimateten Gummersbacher und ehemaligen Jugendspieler der Bergischen Panther hatte die Schlussphase dennoch etwas Positives. Nachwuchskraft Shawn Pauly erzielte in den letzten zehn Minuten drei Treffer gegen den LTV. Nicht zufrieden war Maik Pallach, der als langjähriger LTV-Spieler jetzt als sportlicher Leiter des VfL eine klare Niederlage seines Teams mitansehen musste.

LTV: Bungart, Vukas, Fuchs ; Schulz (12/3), Hansen (6), Lange (5), Barwitzki (4/1), Hilger, Padeken, Novickis (alle 3), Lajnef (2), Zechmeister (1), Kreckler (1)

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
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Ein rundum zufriedener Trainer

Es war ein launiger Freitagabend, den die knapp 300 Zuschauer im Smidt-Forum verbrachten. Sie waren Zeuge eines unterhaltsamen Handballspiels geworden, bei dem der Leichlinger TV den VfL Gummersbach II mit 40:28 (23:12) deutlich in die Schranken verwies. Die Gäste konnten sich nur einen kurzen Moment über ihre Führung zum 2:1 freuen, dann rollte die Angriffsmaschinerie der Pirates los: Fünf Treffer in Folge ließen den LTV bis zur achten Minute auf 6:2 davon ziehen. Die Abwehr der Oberbergischen wusste nicht, auf wen sie sich denn nun besonders einstellten sollte, denn jeder, der im Trikot Leichlingens unterwegs war, versuchte sich erfolgreich im Bestreben, den harzverklebten Ball im Kasten des Gegners unterzubringen. Gleich fünf verschiedene Schützen zeichneten für das erste halbe Dutzend Treffer verantwortlich. Es lief rund beim LTV und das nicht nur in der Anfangsphase. Bis zur Pause hatten sich die Gastgeber gegen die an diesem Abend schwache Reserve des Erstligisten einen derart deutlichen Vorsprung heraus gespielt, dass Leichlingens Trainer Frank Lorenzet munter durch wechseln und eine einige positionsbezogene Experimente veranstalten konnte. Dadurch wurde die Führung seines Teams zwar nicht weiter ausgebaut, aber es reichte am Ende immer noch zu einem klaren Erfolg. „Ich bin rundum zufrieden mit der Leistung der Mannschaft, die von der ersten Minute an konzentriert und engagiert an ihre Aufgabe gegangen ist. Natürlich hat Gummersbach heute nicht seinen besten Tag erwischt, aber man spielt eben auch nur so gut, wie es der Gegner zulässt. Und wir haben nicht viel zugelassen“, fasste Lorenzet zusammen. Überragender Akteur bei den Pirates war wieder mal Mike Schulz, der von der VfL-Abwehr nie zu halten war.

Leichlinger TV: Vukas, Bungart, Fuchs; Schulz (12/3), Hansen (6), Lange (5), Barwitzki (4/1), Novickis (3), Padeken (3), Hilger (3), Lajnef (2), Zechmeister (1), Kreckler (1)

Quelle: Kölner Stadtanzeiger
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LTV siegt – Trainer Lorenzet verletzt sich

Eigentlich war alles wie immer. Neben dem Trommeln und Klatschen von den Rängen mischte sich im Leichlinger Smidt-Forum am Freitagabend die laute Stimme von Frank Lorenzet. Der Coach brüllte seiner Mannschaft wie gewohnt auf impulsivste Art Anweisungen zu, ehe er von jetzt auf gleich verstummte, sich an die Wade griff und zu Boden ging.
Es war tatsächlich passiert: Der Trainer des Handball-Drittligisten Leichlinger TV hatte sich beim Coaching an der Seitenlinie verletzt. "Das ist sicher ein Muskelfaserriss, vielleicht sogar ein Muskelriss", lautete dessen Selbstdiagnose kurz nach dem Spiel gegen den VfL Gummersbach II, den der Favorit vollkommen souverän mit 40:28 (13:23) aus der eigenen Halle fegte (die RP berichtete bereits).
Als Lorenzet kurz nach dem Ertönen der Sirene wieder lachen konnte, wunderte sich daher kaum jemand. "Lieber trifft es mich, als einen der Spieler", sagte der Coach grinsend. Seine Mannschaft lieferte wie schon im Spiel gegen den TSV GWD Minden II (36:32) eine äußerst disziplinierte Vorstellung ab. Der Sieg gegen die Bundesliga-Reserve war in allen Punkten verdient.
Zum Zeitpunkt von Lorenzets "Zwischenfall" war das Spiel praktisch gelaufen - vor allem dank der Leichlinger Deckung. Gegen die fanden die ersatzgeschwächten Gäste in der Anfangsphase kaum ein Mittel. Sinnbildlich für die Verteidigungsleistung stand Keeper Damian Bungart, der ausnahmsweise von Beginn an ran durfte. Gleich mehrfach reagierte er bei Gummersbachs Torversuchen glänzend.
Auch sonst waren die Gastgeber nicht nur die spielerisch überlegene, sondern zudem die gedankenschnellere Mannschaft. Der amtierende Meister erarbeitete sich zahlreiche Tempogegenstöße, an dessen Ende in aller Regel von Chefverwerter Mike Schulz stand. "Unsere defensive Leistung heute war sehr gut", fand der 25-Jährige und fügte bescheiden hinzu: "Ich konnte heute nur so viele Tore erzielen, weil die Mannschaft mich so gut in Szene gesetzt hat."
Dass der gesamte Leichlinger Auftritt gegen Spielende etwas zerfahrener wurde, war mehreren Wechseln geschuldet. Lorenzet - natürlich auch im Sitzen arbeitsfähig - ließ jeden Spieler des Kaders auflaufen. Am Ende trugen sich abgesehen von den drei Torhütern Bungart, Ante Vukas und Arne Fuchs alle "Pirates" mindestens einmal in die Torschützen ein.
Die Leichlinger scheinen rechtzeitig wieder in Form zu kommen. Nach den auf dem Papier einfacheren Spielen und Siegen gegen Minden und Gummersbach, folgt am Samstag (19.45 Uhr) zunächst das unangenehme Auswärtsspiel beim TuS Volmetal. Mit dem TSV Bayer Dormagen (11. November), dem Longericher SC (18. November), dem Neusser HV (25. November) und dem VfL Eintracht Hagen (2. Dezember) stehen Leichlingen anschließend "echten Brocken" (Lorenzet) gegenüber.

LTV: Bungart, Vukas, Fuchs - Schulz (12/3), Hansen (6), Novickis (3), Lange (5), Hilger (3), Padeken (3), Barwitzki (4/1), Lajnef (2), Kreckler (1), Zechmeister (1).

Quelle: Rheinische Post

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