Presseberichte: Longericher SC - Leichlinger TV

Leichlingen unterliegt im Derby

Intensives Derby in Köln-Chorweiler (Foto: www.tsphotographie.de)
Intensives Derby in Köln-Chorweiler (Foto: www.tsphotographie.de)

Nach hartem Kampf mussten sich die Leichlinger Drittligahandballer am Freitagabend dem Tabellendritten Longericher SC mit 27:30 (16:14) geschlagen geben. Damit endete der schwarze März mit einer weiteren Pleite für den LTV und einer Bilanz von 2:8 Punkten. Nach dem Spiel gegen Gummersbach sprach Trainer Frank Lorenzet von einer verdienten Niederlage, die gegen Dormagen bezeichnete er als unglücklich, am Freitagabend sah er seine Mannschaft als unverdienten Verlierer: „Meine Spieler haben aufopferungsvoll gekämpft und hätten angesichts des Spielverlaufs mindestens einen Punkt verdient gehabt.“
Die Partie nahm vor 500 Zuschauern in Köln schnell Fahrt auf. Leichlingen ging 3:1 (3.) in Führung, Longerich glich zum 3:3 (4.) aus, nach zehn Minuten standen beim 7:7 bereits 14 Treffer in der Statistik. Bei Longerich war es Benjamin Richter, der sich gewohnt treffsicher zeigte und seine Mannschaft mit 9:7 in Führung brachte. Bis zur Pause hatten die Pirates das Ruder aber wieder herum gerissen und konnten mit einem 16:14-Vorsprung in die Kabine gehen. Die 19:16-Führung (34.) verspielte der LTV in nur knapp 90 Sekunden zum 19:19. Tim Hilger verwarf anschließend noch einen Siebenmeter. „In dieser Phase haben wir sehr viele Hundertprozentige gegen den überragenden Valentin Inzenhofer im Tor vergeben, sonst hätte das Spiel einen ganz anderen Verlauf genommen“, ärgerte sich Lorenzet.
So blieb die Begegnung aber bis in die Schlussphase ausgeglichen. Leichlingen brachte im Angriff immer wieder den siebten Feldspieler und setzt damit Nadelstiche. In den letzten Spielminuten nutzte der Gastgeber das gleiche taktische Mittel und machte damit eine Minute vor dem Abpfiff das entscheidende 29:27. Der ehemalige Leichlinger Kiki Born jubelte am Ende besonders ausgelassen. Er hatte gegen seinen Ex-Club zwei Treffer zum Sieg beigesteuert.

LTV: Vukas, Fuchs; Kreckler (10/3), Mergner (4), Barwitzki (3), Hilger (3), Lange, Lajnef, Zechmeister (alle 2), Novickis (1)

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

----------------

Nach 20 Minuten nur noch sieben Feldspieler

Was wäre für den Leichlinger TV auch in dieser Saison möglich gewesen, wenn die Pirates ohne dieses riesige Verletzungspech durch die Spielzeit gekommen wären? So zog sich der LTV, weiterhin ohne diverse Leistungsträger auflaufend und nach der Verletzung von Karol Zechmeister in der 20. Minute die restlichen 40 Minuten ohne Wechselspieler agierend, auch beim Tabellendritten Longericher SC sehr gut aus der Affäre, selbst wenn die Anzeigetafel nach 60 spannenden Minuten eine 27:30 (16:14)-Niederlage auswies.
Vor 500 Zuschauern in Köln präsentierte sich Leichlingen während der gesamten Begegnung ebenbürtig; oftmals führten die Gäste sogar: 3:1 zu Beginn, 7:6 (10.)16:14 zur Pause, 19:16 (34.), 22:21 (44.), 22:21 (47.). In der Schlussphase konnte sich der LSC aber effektiver in Szene setzten, da Angriffe der Blütenstädter zu oft am Keeper der Kölner endeten. Dem letzten Ausgleich für den LTV zum 25:25 in der 53. Minute durch Tim Hilger folgte ein Zwei-Tore-Vorsprung der Kölner, den die Pirates nicht mehr wettmachen konnten. Carsten Lange verkürzte 1,5 Minuten vor der Schlusssirene zwar zum 28:27, doch mehr sollte für Leichlingen am Freitagabend nicht mehr drin sein. Die Chancenverwertung war einfach zu schwach. „Das zog sich durch das gesamte Team. Wir haben bestimmt zehn Hundertprozentige nicht genutzt; darunter waren auch einige in der Schlussphase. Mit dieser Aufstellung dieses Ergebnis zu erzielen ist schon beachtlich; eigentlich sind wir so etwas wie die moralischen Sieger dieser Partie“, merkte LTV-Coach Frank Lorenzet an. Die Gastgeber feierten den Erfolg über die personell gebeutelten Pirates dagegen fast wie einen Titelgewinn.

Leichlinger TV: Vukas, Fuchs; Kreckler (10/3), Mergner (4), Hilger (3), Barwizki (3), Zechmeister (2), Lajnef (2), Lange (2), Novickis (1)

Quelle: Kölner Stadtanzeiger

---------------

Unkonzentrierter LTV verliert in Longerich

Auf dem Papier liest sich die jüngste Bilanz ziemlichdürftig: fünf Spiele, vier Niederlagen und nur ein Sieg. Nach dem 27:30 (16:14) gegen den Longericher SC und der damit zehnten Saisonniederlage setzte sich am Freitagabend die Negativserie des Leichlinger TV fort. Auch nach dem Handball-Derby im Kölner Norden hingen die Köpfe des Drittligisten nach unten - ähnlich wie am vorherigen Wochenende, als es gegen den TSV Bayer Dormagen bereits eine Pleite setzte (32:33).
Sieht man vom Sieg gegen den TuS Volmetal (38:33) ab, endete für den Meister in Longerich ein schwarzer März. Trainer Frank Lorenzet findet die aktuelle Situation "einfach nur bitter". Seine Analyse zur neuerlichen Pleite: "Wir haben ordentlich gekämpft, doch am Ende fehlte uns die Konzentration und wohl auch die Kraft."
In der Blütenstadt machen sich zum Ende einer komplizierten Spielzeit Ernüchterung und Frust breit. Der ohnehin ersatzgeschwächte LTV, der im Derby außerdem ohne seinen verletzten Rückraumspieler David Hansen antrat, fehlten von Anfang an die Alternativen. Als nach knapp 20 Minuten auch Hansen-Vertreter Karol Zechmeister verletzt vom Feld musste, blieben Lorenzet plötzlich nur noch acht Feldspieler. Dennoch sah der Trainer Vorteile für sein Team. "Wir waren die bessere Mannschaft", betonte er. "Leider haben wir ein, zwei Fehler zu viel gemacht."
Das galt vorrangig für die Offensivabteilung der Gäste, die viele Großchancen ungenutzt ließ. Allein Moritz Barwitzki vergab drei hochkarätige Möglichkeiten. Weil auch Kapitän Tim Hilger und Winterzugang Christian Mergner aus sehr guten Positionen verwarfen, kam der LTV lediglich auf 27 Treffer - der zweitschwächste Wert in der laufenden Saison. Dass außerdem Longerichs Keeper Valentin Inzenhofer einen deutlich besseren Job als sein Gegenüber Ante Vukas machte, sprach Lorenzet offen an: "Zu einem Team gehört eben auch ein Torhüter."
Auch wenn sich die Leichlinger mächtig über die Niederlage ärgern, schadet sie der tabellarischen Situation nicht wirklich. Auf Platz fünf (31:21 Punkte) liegend, kann in den noch ausstehenden vier Saisonspielen nicht mehr viel passieren. Dormagen auf Rang vier (35:17 Punkte) ist ebenso weit entfernt, wie die HSG Handball Lemgo II auf Platz sechs (26:24 Punkte). Die Qualifikation für den DHB-Pokal ist den Pirates fast nicht mehr zu nehmen.
Mit Blick auf die kommende Saison dürfte wichtiger sein, die eigenen Reihen wieder zu füllen. Mit sechs feststehenden Neuzugängen arbeitet der LTV bereits aktiv gegen ein ähnliches personelles Drama wie in dieser Saison. Die Langzeitverletzten Mike Schulz und Marcus Bouali sollten im Sommer ebenfalls wieder zum Team stoßen können. Für den Rest der Spielzeit hoffen die Verantwortlichen auf eine möglichst schnelle Rückkehr des verletzten Hansen. Wie schwer die Blessur des zuletzt starken Zechmeisters ist, konnte der Verein am Wochenende noch nicht mitteilen.

Leichlinger TV: Vukas - Kreckler (10/3), Lange (2), Hilger (3), Zechmeister (2), Novickis (1), Lajnef (2), Barwitzki (3), Mergner (4)

Quelle: Rheinische Post

Zurück

Premium Partner

Business Partner