Presseberichte: SG Menden Sauerland Wölfte - Leichlinger TV

Pirates gelingt Revanche

Bester Torschütze in Menden: David Hansen Foto: Uwe Miserius

Die Leichlinger Drittligahandballer haben sich am Freitagabend mit einem hochverdienten 34:28 (21:13)-Erfolg bei der SG Menden Sauerlandwölfe für die Hinspielniederlage revanchiert. LTV-Trainer Frank Lorenzet war mit der ersten Halbzeit seiner Mannschaft sehr zufrieden, mit der zweiten dafür überhaupt nicht mehr.
Die Leichlinger starteten konzentriert in die Partie und brachten über 6:2 (8.) und 10:4 (12.) schnell Distanz zwischen sich und den Gegner. Nahtlos knüpfte man an die guten Leistungen der vergangenen Wochen an, sodass Lorenzet zur Pause entspannt in die Kabine marschierte.
Nach dem Seitenwechsel schlichen sich dann aber immer mehr Fehler ins Spiel des LTV ein. „Das war ein Rückfall in alte Zeiten. Die Abwehr stand schlecht, im Angriff wurde unkonzentriert abgeschlossen und das Rückzugsverhalten war mangelhaft“, beschwerte sich Lorenzet über den starken Leistungsabfall. Zum Glück bügelte ein extrem starker Torhüter Carsten Mundhenk viele Fehler seiner Vorderleute aus. Dennoch verkürzte Menden auf 20:24 (39.). In dieser Phase hätte das Spiel leicht kippen können, aber erneut war Mundhenk mit einigen Paraden zur Stelle. So konnte der LTV den Vorsprung verwalten.
Menden hat trotz der zahlreichen personellen Ausfälle stark gekämpft und uns mit vielen taktischen Veränderungen immer wieder vor neue Aufgaben gestellt“, zollte Lorenzet dem Gegner Respekt. Eine Situation machte dem Coach aber noch nach der Partie wütend. Die Rote Karte für Henrik Rachow, der in der 26. Minute seinen Gegenspieler bei einer Abwehraktion im Gesicht traf, bezeichnete Lorenzet zwar als sehr hart, aber vertretbar. Dass David Hansen auf der Gegenseite nur zwei Minuten später ebenfalls im Gesicht getroffen wurde und blutüberströmt vom Platz geführt werden musste, es dafür aber gegen den Verursacher lediglich eine Zweiminutenstrafe gab, war für Lorenzet unbegreiflich: „Da wurde klar mit zweierlei Maß gemessen. Mit Rachow und dem verletzten Hansen fehlten mir plötzlich zwei wichtige Stützen.“ Hansen kehrte zwar später wieder aufs Feld zurück, konnte aber seinen sieben Treffern aus dem ersten Spielabschnitt nur noch einen weiteren hinzufügen.

LTV: Stecken, Mundhenk (ab 20.), Christmann; Hansen (8), Kreckler (6/1), M. Schulz (5), Munkel (5/1), Rachow (3), Hertlein (2), Novickis (2), L. Schulz, Menzlaff, Lange (alle 1), Feuchtmann Perez

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
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LTV auch von Menden nicht zu stoppen

Das zweite Pflichtspiel in diesem Jahr, der zweite Sieg für den Leichlinger TV und in dieser Spielzeit sogar schon der sechste Erfolg in Folge: Der Handball-Drittligist aus dem Bergischen Land setzte auch im Auswärtsspiel bei der SG Menden Sauerland Wölfe (28:34, 13:21) seine Serie fort. "Unser erstes Ziel ist es immer, zu gewinnen", betonte Trainer Franz Lorenzet, fand allerdings auch zwei Kritikpunkte: "In der zweiten Spielhälfte haben wir unsere Linie verloren und uns das Leben unnötig schwer gemacht. Das kann man, muss man aber nicht." Wahre Worte, denn die Vorgeschichte gegen Menden hing dem LTV durchaus noch in den Köpfen. Da verlor Lorenzets Team in der letzten Sekunde des Spiels, der Kabinensegen hing schief. "Nach dem Hinspiel waren wir natürlich demütig", sagte Lorenzet, lobte aber die ersten 30 Minuten seiner Mannschaft ausdrücklich: "Das war so, wie ich es mir vorstelle."
Acht Punkte Vorsprung zur Pause also, und das trotz einer Roten Karte. Kreisspieler Hendrik Rachow erwischte Mendens Marcel Vogler im Gesicht und musste vom Feld. "Kann man geben, muss man aber nicht", sagte Lorenzet, dessen Team es kurz darauf noch ärgerlicher traf. In einer ähnlichen Situation auf der Gegenseite bekam Rückraumspieler David Hansen einen Schlag auf die Nase und musste blutend raus. Mendens Tom Trost durfte indes im Spiel bleiben, bekam nur zwei Minuten. Immerhin: Hansen hatte nur kurz neben sich gestanden, konnte aber später wieder mitmitschen.
Der Schock blieb aber und machte sich bemerkbar: "Wir haben dann zu statisch agiert und Mendens Tempospiel zugelassen", klagte Hansen. Lorenzet kündigte an: "Darüber müssen wir reden." Tatsächlich schmolz der Vorsprung der Leichlinger zwischenzeitlich auf drei Treffer zusammen, das Spiel wurde zum offenen Schlagabtausch. Menden deckte nun alle paar Minuten anders und brachte das Spiel des LTV erfolgreich in Unordnung. "Sie wollten uns durch die vielen Varianten verrückt machen", sagte Rachow. "Aber letztlich haben wir eine gute Antwort aufs Hinspiel gefunden."

Generell wirkt der Verein aus der Blütenstadt im Vergleich zum Hinrundenstart stark gefestigt. Auch turbulente Spiele als Sieg mit an die Wupper zu bringen - diese Qualität war nicht immer in Leichlingen zu Hause. Rückraum-Routinier Tim Menzlaff bekräftigte das neue Selbstvertrauen: "Diese Serie zeigt ja, dass das, was wir machen, gut ist." Je länger das weitgehend neu zusammengestellte Team spiele, desto besser funktionierten die Abläufe untereinander. Daran konnte auch die unfreiwillig verlängerte Winterpause durch den streikenden Mannschaftsbus nichts ändern. "Das Reinkommen in den Handball-Alltag haben wir gut gelöst", befand Menzlaff und Teamkollege Rachow kündigte an, nun alle Spiele gewinnen zu wollen. Die Qualität dazu ist zweifelsfrei vorhanden.

LTV Stecken, Mundhenk - Rachow (3), Munkel (5/1), Lange (1), Hansen (8), Novickis (2), Feuchtmann, M. Schulz (5), Hertlein (2), Menzlaff (1), L. Schulz (1), Kreckler (6/1)

Quelle: RP online
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