Presseberichte: TSV Bayer Dormagen - Leichlinger TV

LTV unterliegt in Dormagen

Während Pirates-Routinier David Kreckler nach seinem verworfenen Siebenmeter enttäuscht abdreht, jubelt Dormagens Torhüter Janis Boieck. (Foto: Heinz J. Zaunbrecher/RP Online)
Während Pirates-Routinier David Kreckler nach seinem verworfenen Siebenmeter enttäuscht abdreht, jubelt Dormagens Torhüter Janis Boieck. (Foto: Heinz J. Zaunbrecher/RP Online)

Gleich zum Saisonauftakt gab es für die Drittligahandballer des Leichlinger TV die erste Niederlage. Und die „war absolut verdient“, sagte LTV-Trainer Frank Lorenzet auf der Pressekonferenz am Freitagabend nachdem seine Mannschaft im Derby beim TSV Dormagen vor über 1000 Zuschauern zuvor mit 24:25 (9:10) den Kürzeren gezogen hatte.
Mit 3:0 (5.) legten die Leichlinger zwar einen guten Start hin, anschließend war aber ausgerechnet der sonst so torgefährliche Angriff des LTV der Schwachpunkt. „Ich kann mich nicht erinnern, wann wir in den vergangenen Jahren einmal nur 24 Tore geworfen haben“, kommentierte Lorenzet die ungewöhnliche Flaute bei der Liga-Torfabrik der vergangenen Jahre.
Gleich vier Neuzugänge fanden sich in der Anfangsformation des LTV wieder, wobei Tim Menzlaff eher als Rückkehrer in ein bekanntes System bezeichnet werden musste. Die Abwehr schlug sich gut, die Offensive hatte aber mit der beweglichen 3:2:1-Abwehr des Gastgebers große Mühe. Bis zum 7:6 (20.) blieb der LTV vorne, ehe zwei verwandelte Strafwürfe, ausgerechnet durch den Ex-Leichlinger Kevin-Christopher Brüren, den Dormagenern mit 8:7 (22.) die erste Führung bescherten.
Die entscheidende Phase folgte dann direkt nach dem Wiederanpfiff. Dormagen zog auf 15:10 (37.) davon und ließ sich auch von einem Leichlinger Timeout nicht aufhalten. Der Vorsprung wuchs auf 22:15 (49.) ehe Lorenzet alles auf eine Karte setzte und fortan für den Torhüter im Angriff permanent den siebten Feldspieler einsetzte.
„Das haben die Leichlinger clever gemacht“, musste Dormagens Trainer Ulli Kriebel zugeben, der Zeuge wurde, wie die Gäste nun in Überzahl zahlreiche Lücken in den Abwehrverband seiner Mannschaft rissen und kurz vor Schluss bis auf 22:24 (58.) herankamen. Genau zu diesem Zeitpunkt gab es einen Pfiff gegen den LTV, der Lorenzet nicht schmeckte: „Die Schiedsrichter haben insgesamt eine großartige Leistung gezeigt, in dieser Situation wäre bei einer Entscheidung für uns aber noch einmal etwas möglich gewesen.“ So mussten die Leichlinger den Ball abgeben und im Gegenzug war es wieder Brüren, der mit seinem Treffer zum 25:22 (59.) die Leichlinger Auftaktniederlage besiegelte.

LTV: Stecken, Bungart; Kreckler (9/4), Menzlaff (5), Rachow (3), Hansen (2), Feuchtmann (2), M. Schulz, Novickis, Lange (alle 1), L. Schulz, Munkel, Hertlein

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

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Auftaktniederlage für den LTV

Stark begonnen, ordentlich weiter gemacht, zehn schwache Minuten, Aufholjagd, Spiel verloren; so lautet die Zusammenfassung der 24:25 (9:10)-Niederlage des Leichlinger TV beim TSV Bayer Dormagen. Zum Saisonauftakt gingen die Pirates nach Treffern von Kreckler, Rachow und Novickis mit 3:0 in Dormagen in Führung; ein Start nach Maß. Nach 13 Minuten hatten die Gastgeber beim 8:7 zum ersten Mal die Nase vorn und profitierten danach von der zunehmenden Schwäche der Leichlinger im Abschluss. Zehn desolate Minuten der Gäste nach dem Seitenwechsel führten dann zu einem 8:2-Lauf Dormagens, der aus einem 11:10 ein 19:12 werden ließ. LTV-Coach Frank Lorenzet nahm eine Auszeit, beorderte den 7. Feldspieler aufs Parkett und fortan lief es runder. Aber erst in den letzten Minuten konnten die Pirates die Partie noch enger gestalten; sechs Minuten vor dem Ende lag Dormagen beim 24:18 immer noch deutlich vorne.
„Es ist sicher so, dass ich mit dem Spiel meiner Mannschaft nicht zufrieden bin, auch wenn nicht alles schlecht war. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann wir das letzte Mal nur 24 Tore erzielt haben. Wir haben die Partie sicher im Angriff verloren. In der Abwehr haben wir in der ersten Hälfte sehr gut gestanden, beide Keeper haben ordentlich gehalten; das war okay. Man darf aber auch nicht vergessen, dass Dormagen ein Team besitzt, das um den Titel mitspielen will“, erzählte Coach Lorenzet nach der Begegnung.

Leichlinger TV: Stecken, Bungart; Kreckler (9/4), Menzlaff (5), Rachow (3), Feuchtmann (2), Hansen (2), Lange (1), Novickis (1), M. Schulz (1), Munkel, Hertlein, L. Schulz

Quelle: Kölner Stadtanzeiger

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Stabile Abwehr reicht dem LTV nicht

Alles neu beim Leichlinger TV - so oder so ähnlich dürfte das aktuelle Motto des Handball-Drittligisten lauten. Gleich sieben neue Spieler stießen in der Sommerpause zum Kader. Trainer-Manager Frank Lorenzet scheute sich nicht, davon alle sofort einzusetzen. Bei der Niederlage am Freitagabend gegen den TSV Bayer Dormagen (25:24, 10:9) führte das zu einem ungewöhnlichen Auftritt der "Pirates", denn die Defensive, zuletzt oft nur Durchschnitt, beeindruckte zum Auftakt.
Mit Hendrik Rachow, Tim Menzlaff, Jannes Hertlein und David Hansen bot Lorenzet ein Vierer-Bollwerk auf, dass in der ersten Halbzeit nur zehn Gegentreffer zuließ. "Die Abwehr war gut heute", sagte Hertlein. 25 Gegentreffer gegen die ambitionierten Hausherren seien ein "Ergebnis, das sich sehen lassen kann." Torhüter Mathis Stecken betonte: "Zu Beginn haben wir überragend verteidigt, konnten das aber leider nach der Pause nicht fortsetzen." Tatsächlich verkaufte sich der LTV zu Beginn unter Wert. Eine Führung wäre durchaus verdient gewesen. "Die erste Halbzeit war super. Wir sind selbst schuld, dass wir da nicht mehr machen", sagte Menzlaff.
Dass die stark erneuerte Mannschaft aber noch einige Arbeit vor sich hat, zeigte die zweite Hälfte. "Wir haben da völlig den Faden verloren", sagte Menzlaff. "Vielleicht haben wir da zu früh die Köpfe hängen lassen." Ein Einbruch, der dem LTV den Sieg kostete: Dormagen zog mit fünf Toren weg und konnte diesen Vorsprung auch nach einem Ansturm der Gäste zum Schluss über die Zeit retten.
"24 Tore sind für uns klar zu wenig", kritisierte Hertlein. Es schien, als hätte die defensive Stabilität ihren Preis gehabt. Die gewohnte Angriffs-Maschinerie der Blütenstädter kam zum Erliegen, einzig Routinier und Kapitän David Kreckler erreichte Normalform. Die beiden Linksaußen Harald Feuchtmann und Bastian Munkel tauchten dagegen völlig unter, Lukas Schulz agierte behäbig und vergab zudem einen Siebenmeter. Auch aus dem Rückraum kam zu wenig. David Hansen, sonst einer der sichersten Schützen, traf nur zwei Mal. Hoffnung machte immerhin die Rückkehr des zuletzt lange verletzten Mike Schulz, der während einer Zwei-Minuten-Sperre gegen Kreckler Spielpraxis sammeln durfte. "Wir haben das Spiel in der Offensive verloren", sagte Lorenzet. Seine Mannschaft habe zu viele klare Chancen liegen gelassen, vor allem am Anfang der zweiten Halbzeit. "Bei dem Rückstand ist es dann schwer, heranzukommen", betonte Hertlein.
Hinten sicher, vorne harmlos - verdrehte Welt in Leichlingen. Menzlaff glaubt, dass es "etwas dauert, bis wir wirklich zusammengewachsen sind." Positiv: Kurz vor Schluss kämpfte sich der LTV noch auf ein Tor heran, und unterstrich, dass die Mentalität stimmt. Bester Beweis: Schlussmann Stecken nutzte die Auftakt-Niederlage gleich, um sich zu motivieren: "Jetzt müssen wir in den nächsten Spielen abliefern und Punkte holen."

Quelle: Rheinische Post

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