Presseberichte: TuS Ferndorf - Leichlinger TV

Keine Punkte, aber viel Lob für die Pirates

David Hansen setzt sich gegen die Ferndorfer Abwehr durch (Foto: Moritz Löhr)
David Hansen setzt sich gegen die Ferndorfer Abwehr durch (Foto: Moritz Löhr)

Selbst seine "mit Abstand beste Saisonleistung" - so fasste es Torwart Mathis Stecken zusammen - brachte dem Leichlinger TV keine Punkte. Aus dem 22:23 (11:12) beim Tabellenführer TuS Ferndorf dürften die Verantwortlichen des Handball-Drittligisten mit einigem Abstand aber positive Erkenntnisse mitnehmen. "Auf die Leistung können wir uns schon etwas einbilden", sagte Teamkollege Hendrik Rachow, der nach der knappen Niederlage beim weiterhin punktverlustfreien Spitzenreiter als einer der ersten ein Lächeln fand. Bei seinen Teamkollegen sah das zunächst anders aus.
Der emotional geladene Keeper Stecken sackte nach der Schlusssirene enttäuscht zu Boden. "So gut wie wir sah vorher niemand hier aus", sagte der Torhüter. Er wusste, dass seine Leichlinger eine große Überraschung nur knapp verpasst hatten. Und er wusste auch, woran es lag: "Wir hatten zwischendurch ein paar kleine Aussetzer, die am Ende dann die zwei Punkte gekostet haben." Rachow drückte es präziser aus: "Wir haben vorne ein, zwei Bälle zu viel verworfen. Das hat uns hier den Sieg gekostet."
Er lag beinahe richtig, allerdings sind ein oder zwei Treffer noch deutlich untertrieben. Der LTV bot in Summe eine sehr starke Leistung, agierte in der Offensive aber zu schludrig. "Wir haben gefühlt zehn freie Bälle nicht im Tor verworfen", analysierte Allrounder Bastian Munkel, um danach richtig festzustellen: "Ferndorf war für uns heute absolut schlagbar." Die mehr als tausend Zuschauer, die bisher wahre Schützenfeste ihrer Mannschaft gewohnt waren, mussten bis zum Schluss zittern. Die Blütenstädter liefen lange einem Rückstand hinterher, kamen nach der Pause aber lediglich einmal zum Ausgleich - beim 13:13 (34.) kurz nach Wiederanpfiff.
Dennoch kam nie das Gefühl auf, dass der Favorit die Partie unter Kontrolle hätte. Auch nicht, als er nach einem Zwischenspurt vier Tore zwischen sich und die Leichlinger brachte. Aber auch davon ließ sich der kämpferisch überzeugende LTV, den Trainer-Manager Frank Lorenzet in der Offensive immer wieder erfolgreich mit sieben Feldspieler angreifen ließ, nicht aus der Ruhe bringen.
Mitverantwortlich für den Ferndorfer Erfolg war auch Torwart Lucas Puhl. "Er ist der beste Keeper der Liga", sagte Rachow anerkennend. "Er hat wirklich sehr stark gehalten." Das galt allerdings auch für sein Gegenüber Stecken, der sich in die Partie hineinsteigerte und den restlichen Leichlingern die passende Moral vorlebte. "Auch kämpferisch haben wir heute absolut überzeugt. Es ist natürlich bitter, dass wir trotzdem mit leeren Händen nach Hause fahren."
Die insgesamt vierte Saisonniederlage der Pirates war daher keine, für die sich die Leichlinger Gäste schämen müssten - im Gegenteil: Vor allem in der Defensive stand der LTV gut und verteidigte mit viel Leidenschaft. Rachow richtete den Blick daher schnell nach vorn. "Uns muss es gelingen, so eine Leistung auch in anderen Spielen zu zeigen. Dann können wir in dieser Saison noch viel erreichen." Nach elf Spielen steht Leichlingen aktuell auf Platz sieben in der Tabelle (13:9 Punkte) und hat noch eine Partie - das Auswärtsspiel am Samstag, 2. Dezember, beim OHV Aurich - in der Hinterhand.

Leichlinger TV: Stecken, Mundhenk - Rachow (2), Munkel (2), Lange (1), Hansen (4), Novickis (1), Feuchtmann, Bouali (1), M. Schulz (2), Hertlein (1), Menzlaff (2), L. Schulz (2), Kreckler (4/2).

Quelle: Rheinische Post

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LTV wird nicht belohnt

Frank Lorenzet war niedergeschlagen. Da hatte sein Team beim verlustpunktfreien Spitzenreiter Ferndorf ein vor allem in der Abwehr bärenstarkes Spiel abgeliefert, um dann am Ende knapp mit einem Treffer Unterschied zu verlieren. Nur ein Mal hatten die Pirates geführt – zum 1:0 -, danach hatte Ferndorf für lange Zeit immer mit ein oder zwei Toren die Nase vorne oder es gab zwischenzeitlich auch mal ein Remis. Ein wesentliches Manko der Leichlinger zu Beginn der Begegnung war sicherlich die nachlässige Chancenverwertung, die erst nach einer Umstellung des Coaches etwas besser wurde. Letztlich ließen die Pirates aber trotzdem im Verlauf der Partie zu viele Hochkaräter liegen, „es waren bestimmt zehn 100-Prozentige, darunter ein Siebenmeter“, so Lorenzet.
Als dann auch noch die eine oder andere Entscheidung der Unparteiischen nicht zur Zufriedenheit der Gäste ausfiel, konnte sich Ferndorf auf 18:13 absetzen (39. Minute). Eine Viertelstunde später war der LTV aber wieder dran und verkürzte durch David Hansen zum 20:19. Spannend blieb es dann bis zum Ende, an dem die Gastgeber das glücklichere Ende für sich verzeichnen konnten.
„Es ist sehr ärgerlich, dass wir hier nicht belohnt wurden. Wir haben im Tor und in der Abwehr eine sehr starke Leistung abgeliefert. So haben wir zum dritten Mal in dieser Saison eine Begegnung mit einem Tor verloren“, stellte Frank Lorenzet enttäuscht fest.

Leichlinger TV: Stecken, Mundhenk; Hansen (4), Kreckler (4/2), Menzlaff (2), Munkel (2), Rachow (2), L. Schulz (2), M. Schulz (2), Bouali (1), Lange (1), Novickis (1), Feuchtmann

Quelle: Kölner Stadtanzeiger

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Starke Leistung, keine Punkte

Die Leichlinger Drittligahandballer haben sich für eine ganz starke Leistung nicht belohnt. Am Samstagabend unterlag die Mannschaft von Trainer Frank Lorenzet beim verlustpunktfreien Tabellenführer TuS Ferndorf unglücklich mit 22:23 (11:12). „Ich brauch kein Lob für ein gutes Spiel, wenn wir am Ende nichts gewonnen haben“, war Lorenzet angefressen. 
Der LTV-Coach zählte gleich mehrere Aspekte auf, weshalb sein Team gegen die Ferndorfer Ausnahmemannschaft eine gute Möglichkeit vergeben hatte. Da war zum Beispiel die verschlafene Anfangsphase, in der der LTV in den ersten sieben Positionsangriffen kein Tor erzielten konnte. Erst als Lorenzet permanent den siebten Feldspieler brachte, wurde die Offensive erfolgreicher. „Das hätten wir von Anfang an machen sollen, aber in der Vorbesprechung haben wir uns dagegen entschieden“, sprach Lorenzet einen taktischen Fehler an. Außerdem sah er zu viele Fehlwürfe seiner Spieler und Entscheidungen der Schiedsrichter gegen den LTV: „Wir haben zehn hundertprozentige Würfe nicht im Tor untergebracht und mehrere Pfiffe nicht bekommen. In einer so engen Partie wiegt das besonders schwer“, so Lorenzet.
Dabei konnte der Coach phasenweise sehr zufrieden mit seiner Mannschaft sein, die extrem gut verteidigte und große Moral bewies. Zum Beispiel beim 13:18 (39.). Ein solcher Rückstand bedeutet gegen den Spitzenreiter normalerweise das Ende aller Hoffnungen. Doch der LTV kämpfte sich zurück und hätte das Spiel vielleicht sogar gedreht, wenn David Kreckler beim Stand von 21:23 (57.) nicht einen Siebenmeter vergeben hätte. Dennoch gelang den Leichlingern 40 Sekunden vor Schluss der 22:23-Anschlusstreffer. Die schmale Führung brachte der Gastgeber aber im letzten Angriff zu seinem bislang knappsten und glücklichsten Erfolg über die Zeit.

LTV: Stecken, Mundhenk; Hansen (4), Kreckler (4/2), Rachow, Munkel, M. Schulz, L. Schulz, Menzlaff (alle 2), Hertlein, Lange, Novickis, Bouali (alle 1), Feutmann Perez

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

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