Presseberichte: TuS Volmetal - Leichlinger TV

LTV siegt 36:33 im Volmetal

Die Pirates-Abwehr war gegen Dominik Domaschk im Dauereinsatz (Fotoquelle: P. Pickel für Westfalenpost)
Die Pirates-Abwehr war gegen Dominik Domaschk im Dauereinsatz (Fotoquelle: P. Pickel für Westfalenpost)

Die Leichlinger Drittligahandballer mussten am Samstagabend ein hartes Stück Arbeit verrichten, ehe sie sich über einen 36:33 (21:18)-Erfolg beim TuS Volmetal freuen konnten. Die Mannschaft von Trainer Frank Lorenzet war als klarer Favorit vor den rund 250 Zuschauern in Hagen angetreten, sah sich aber von Beginn an einer heftigen Gegenwehr der Gäste ausgesetzt. Da die Leichlinger Hintermannschaft inklusive der Torhüter nicht überzeugen konnte, entwickelte sich ein zähes Ringen um die Punkte. Zunächst lagen die Hausherren immer knapp in Führung, ab Mitte der ersten Halbzeit legte der LTV meist mit einem oder zwei Treffern vor. Zur Pause waren es beim 21:18 zum ersten Mal sogar drei Tore Differenz.
Wer jetzt dachte, dass der LTV endlich die Kurve bekommen hatte, musste diesen Glauben schon wenige Minuten nach dem Seitenwechsel wieder aufgeben, als Volmetal nach sechs torlosen Minuten der Leichlinger zum 21:21 (36.) ausglich. Die Überraschung schien Formen anzunehmen, als der LTV-Neuzugang Jannes Hertlein nach einem angeblichen Schlag ins Gesicht seines Gegenspielers eine Rote Karte kassierte und der Gastgeber aus einem 23:24-Rückstand eine 26:24-Führung (44.) machte. Nach dem 27:25 (45.) für den TuS sah sich Lorenzet zum Handeln gezwungen. Er schickte den zuvor glücklosen Mathis Stecken wieder zwischen die Pfosten und beordert David Kreckler auf die Rechtsaußenposition. In der Abwehr nahm Kreckler Volmetals Dominik Domaschk, der bis dahin bereits elf Feldtore erzielt hatte, mit einer kurzen Deckung aus dem Angriffsspiel der Gäste heraus. 
Das zeigte Wirkung. Mit 30:29 (51.) gelang dem LTV nach langer Zeit wieder eine Führung, die bis auf 34:31 (56.) ausgebaut und anschließend ins Ziel gebracht werden konnte. „Ich bin sehr froh, dass wir in der Schlussphase noch die Kurve bekommen haben“, freute sich Lorenzet, während sein etwas enttäuschter Gegenüber Dirk Maruska nicht die bessere Leistung, sondern die größere Erfahrung des LTV an diesem Abend als Grund für die Niederlage seiner Mannschaft sah.

LTV: Stecken (1), Bungart; Kreckler (9/3), Nivickis (7/2), Rachow (5), Menzlaff (4), M. Schulz (3), Munkel (2), Hansen (2), Hertlein, Lange, Feuchtmann Perez (alle 1)

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

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"Ein hartes Stück Arbeit"

Zufrieden war Frank Lorenzet nach dem 36:33 (21:18)-Sieg seines Teams beim TuS Volmetal nicht wirklich. Einige Dinge hatten dem Trainer des Handball-Drittligisten Leichlinger TV nicht gefallen. „Unser Abwehrverhalten war schlecht: 33 Gegentreffer zu kassieren gegen eine Mannschaft, die gegen uns nicht mehr als 25 Tore erzielen sollte; das geht eigentlich gar nicht. Dazu kam, dass wir uns in der ersten Hälfte auf vier bis fünf Treffer hätten absetzen müssen; so blieb es bei maximal drei Toren Abstand“, klagte Lorenzet, dessen Mannschaft in den ersten 30 Minuten nach 13 Minuten zum ersten Mal beim 6:7 in Führung ging. Fortan hatten die Pirates lange Zeit die Nase vorne, doch Volmetal ließ sich nicht abschütteln und holte sich nach dem Seitenwechsel beim 26:24 zum ersten Mal seit den Start-Minuten wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung. LTV-Coach Lorenzet stellte um; nahm Volmetals bis dahin besten Werfer, Dominik Dommaschk, durch David Kreckler in Manndeckung und beorderte Kreckler im Angriff auf die Rechtsaußen-Position. Dort brillierte der Routinier wie schon so oft und hatte wesentlichen Anteil daran, dass sich die Pirates auf 34:31 (57.) davon machten. Anschließend überstanden sie eine heikle Phase in Unterzahl und sicherten sich letztlich den zweiten Saisonsieg. „Es war ein hartes Stück Arbeit für uns. Letzutlich sind wir sehr froh, dass wir das Ding für uns entscheiden konnten“, so Lorenzet.

Leichlinger TV: Stecken (1), Bungart; Kreckler (9/3), Novickis (7/2), Rachow (5), Menzlaff (4), M. Schulz (3), Hansen (2), Munkel (2), Feuchtmann (1), Lange (1), Hertlein (1)

Quelle: Kölner Stadtanzeiger

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Lorenzet rügt seine Abwehr trotz Sieg

Drei Spiele, zwei Siege - Zumindest auf dem Papier kommt der Leichlinger TV allmählich in Fahrt. Der Blick auf die Details offenbart jedoch die Schwächen im Spiel des Handball-Drittligisten: Sie betreffen vor allem die Defensive. Schon in der vergangenen Spielzeit war die Abwehr die wohl größte Baustelle im Team des Drittligameisters von 2016. "Wir bekommen unsere Probleme in der Deckung einfach nicht in den Griff. Das kann nicht der Anspruch der Mannschaft sein", polterte Trainer Frank Lorenzet - und das, obwohl der LTV im Auswärtsspiel beim TuS Volmetal mit 36:33 (21:18) den zweiten Saisonsieg perfekt machte.
Zufrieden stellte den Trainer lediglich das Ergebnis sowie die gewohnt gute Offensivleistung, die den "Pirates" den letztlich verdienten Sieg rettete. Denn während die Leichlinger hinten im Mann gegen Mann viel zu oft das Nachsehen hatten und teils fahrig verteidigten, traf die Mannschaft vorne um den erneut besten Werfer David Kreckler (9 Tore) fast, wie sie wollte - obwohl sie sogar zwei Siebenmeter nicht unterbrachte. Auch das ist eine parallele zu den vergangenen Spielzeiten: Stets war es die Leichlinger "Torfabrik", der es gelang, den Sand im Getriebe der Rückwärtsbewegung zu kaschieren. Das ist freilich auch für den Trainer keine neue Erkenntnis. "Wir hätten noch mehr Tore werfen können. Der Angriff war top - wie immer eigentlich", sagte Lorenzet.
Dass der schwache Auftritt in der Deckung die von 250 Zuschauern frenetisch angefeuerten Gastgeber über die gesamte Partie am Leben hielt, ärgerte den Trainer dennoch nicht zum ersten Mal in dieser noch jungen Saison. "Schon vergangene Woche gegen Habenhausen haben wir schlecht gedeckt und nur gewonnen, weil Mathis Stecken so stark gehalten hat", sagte der 49-Jährige. Der Subtext ist klar: Bei einer etwas schwächeren Vorstellung des Leichlinger Schlussmannes hätte es für den Favoriten deutlich schwerer werden können.
Beim Saisonauftakt gegen Dormagen (24:25) gelang es den Leichlingern hingegen, zumindest in der ersten Hälfte die Zweikämpfe anzunehmen und auch angemessen hart zu führen. Die dafür grundsätzlich notwendigen Fähigkeiten sind also zweifellos im Team vorhanden. Entsprechend ratlos ist der Coach bei der Ursachenforschung. "An der Kraft kann es auch nicht liegen. Ich weiß wirklich nicht, wo genau das Problem ist", sagte Lorenzet, der schon häufiger auch das Rücklaufverhalten seines Teams monierte. So blieben die Möglichkeiten von mehreren schnellen Wechseln zwischen den Angriffen aus. Die Gäste aus der Blütenstadt erkämpften sich nach und nach einen Vorsprung, setzten sich jedoch nicht entscheidend ab.
Kurz vor der Pause verpasste Sommer-Zugang und Rückkehrer Bastian Munkel mit einem überhasteten Abschluss, das Ergebnis auf 21:16 zu stellen. Kurz darauf ging es stattdessen mit 21:18 in die Kabine. Der LTV machte sich selbst das leben schwer, indem er den Gegner nicht auf Distanz halten konnte.
Die im Spielverlauf zunehmend hitzige Atmosphäre in der Halle fand ihren Höhepunkt, als die Schiedsrichter den Leichlinger Jannes Hertlein mit Rot vom Platz stellten. Für Frank Lorenzet war das eine zumindest fragwürdige Entscheidung der Unparteiischen. "Ich hätte nicht einmal zwei Minuten dafür gegeben", konstatierte er.
Eine Umstellung brachte dann letztlich den Ausschlag für den Auswärtssieg: Nachdem Lorenzet zehn Minuten vor Ende Volmetals besten Werfer Dominik Domaschk (11 Tore) durch Kreckler in konsequente Manndeckung nahm, stabilisierten die Leichlinger ihr Deckungsspiel merklich und sie brachten die Führung, die beim 29:29 zwischenzeitlich gänzlich zusammengeschmolzen war, über die Zeit. Das war ein wichtiger Wendepunkt in der Partie. Dennoch geriet der Abend in Volmetal zu einem unnötig spannenden Nervenspiel - mit glücklichem Ende für die Gäste: "Das war ein echt hartes Stück Arbeit für uns", sagte Lorenzet. Gegen stärkere Gegner müssen sich die Leichlinger indes vor allem in der Defensive steigern - das weiß auch der Trainer, der die Vorbereitung auf die nächste Partie wohl auch der Defensive widmen wird.
Weiter geht es für den LTV mit dem Heimspiel gegen die SG Menden Sauerland Wölfe am kommenden Freitag (20 Uhr), ehe es eine Woche später zum TV Korschenbroich geht (23. September).

Leichlinger TV: Stecken (1), Bungart - Rachow (5), Munkel (2), Lange (1), Hansen (2), Novickis (7/2), Feuchtmann (1), Schulz (3), Hertlein (1), Menzlaff (4), Kreckler (9/3).

Quelle: Rheinische Post
 
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Im Volmetal darf wieder gezittert werden. Nach der erwarteten Niederlage gegen den Favoriten TuS Ferndorf vor zwei Wochen gab es auch gegen den Leichlinger TV nicht die ersten Punkte vor eigenem Publikum. Nach einem bis in die letzten Minuten spannenden Spiel verloren die Gastgeber vor rund 400 Zuschauern mit 33:36 (18:21). In der 3. Handball-Liga konnten die Leichlinger damit alle bisherigen Ligaspiele gegen die Volmetaler gewinnen.
Bis zur elften Minute (6:4) legten die Schützlinge von Co-Trainer Dirk Maruska, der den verhinderten Michael Wolf vertrat, vor. Dominik Domasck und Leichlingens David Kreckler zeigten sich von ihrer besten Seite. Gleiches galt auch für Philipp Dommermuth, der trotz einer in der fünften Minute erlittenen Platzwunde an der Stirn 60 Minuten auf der Platte stand. Danach fanden die Gäste besser in die Partie (7:9, 12:14, 17:21) und nahmen einen Dreittore-Vorsprung mit in die Kabine.
Nach Wiederanpfiff egalisierten Dominik Domaschk mit zwei Treffern und Michael Romanov zum 21:21. Auch zehn Minuten vor Schluss (29:29) war die Partie völlig offen. Dann verschafften sich die Gäste eine 34:31-Führung. Der stark spielende Kevin Herzog verkürzte für Volmetal auf 32:34. Doch nach Treffern von David Kreckler und Perez Feuchtmann zum 32:36 war das Spiel entschieden. Die Restspielzeit von 90 Sekunden reichte nur noch zu Resultatsverbesserung durch einen verwandelten Siebenmeter von Frederik Kowalski zum Endstand.
Leichlingens Trainer Frank Lorenzet atmete durch: „Glück gehabt! Das war heute ein harter Kampf. Volmetal hat alles gegeben und unsere Deckung stand nicht so gut. Darüber muss noch gesprochen werden.“
Volmetals Übungsleiter Dirk Maruska sagte nach der Niederlage: „In der ersten Halbzeit hatten wir keine Abwehr, in der zweiten Hälfte war es besser.“ Aber nicht gut genug für einen Punktgewinn.
David Kreckler, Topwerfer der Gäste meinte selbstkritisch: „Wir haben zu viele Fehler in der Abwehr gemacht. 33 Gegentore sind nicht unser Anspruch. In der zweiten Halbzeit war unsere Hintermannschaft etwas besser, aber nicht zufriedenstellend.“

TuS Volmetal: Treude, Quick; Schlotmann, Sklarski, Frederik Kowalski (5), Warland, Brüggemann, Romanov (4), Dominick Domaschk (11), Dennis Domaschk, Brockhaus (4), Herzog (6), Heidemann, Dommermuth (3).

Toptorschützen Leichlinger TV: Kreckler (9/5), Novickis (7/2), Menzlaff (4)

Quelle: Westfalenpost Hagen

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