Presseberichte: VfL Gummersbach II - Leichlinger TV

Deutliche Niederlage in Gummersbach

Mit zwölf Toren bester Schütze der Pirates: Kapitän Tim Hilger (Foto: Archiv)
Mit zwölf Toren bester Schütze der Pirates: Kapitän Tim Hilger (Foto: Archiv)
„Es war ein 20-minütiger Albtraum.“ Frank Lorenzet, Trainer der Leichlinger Drittligahandballer, war noch lange nach der 33:42 (15:16)-Niederlage am Freitagabend beim VfL Gummersbach II völlig geschockt von den Ereignissen aus dem letzten Spieldrittel. Bis dahin erlebten die 110 Zuschauer, die in der großen Gummersbacher Schwalbe Arena etwas verloren wirkten, eine ausgeglichene und extrem unterhaltsame Partie. Nach dem 22:22 (38.) sollte das Spiel für die VfL-Anhänger noch unterhaltsamer werden, von Ausgeglichenheit war anschließend allerdings nichts mehr zu sehen.
Mit einem 10:2-Lauf zerlegte der abstiegsbedrohte VfL die favorisierten Pirates in weniger als zehn Minuten in ihre Einzelteile. Die Leichlinger wirkten dabei hilflos und ergaben sich fast willenlos in ihr Schicksal. Eine sehr starke Leistung zeigte in dieser Phase ausgerechnet Gummersbachs Torhüter Max Hamers, der auch beim LTV schon unter Vertrag stand. 
Bereits vor dem Einbruch war Lorenzet mit dem Spiel seiner Mannschaft unzufrieden. In der Defensive passte wenig und auch die Unterstützung vom Torhüter fehlte. Mit taktischen Maßnahmen versuchte der LTV-Trainer immer wieder, das Spiel seiner Mannschaft zu beleben. Eine einfache Manndeckung gegen den Rückraum, dann eine doppelte, dazu im Angriff ein siebter Feldspieler, nichts funktionierte. Im Gegenteil, Gummersbach spielte sich in der Schlussphase in einem Rausch.
„Nach den ganzen personellen Problemen, ist meine Mannschaft an einem toten Punkt angekommen. Auf jedem Spieler lastet durch den kleinen Kader eine sehr hohe Belastung, ein vernünftiges Training ist kaum möglich“, suchte Lorenzet nach Erklärungen für den dramatischen Leistungsabfall der Pirates in den letzten beiden Partien. „Jetzt kommen auch noch Misserfolge dazu. Wir müssen versuchen, dennoch die Ruhe zu bewahren und aufpassen, dass wir nicht in ein Loch fallen. Sonst werden wir in der Tabellen weiter an Boden verlieren“, so Lorenzet.
 
LTV: Vukas, Fuchs; Hilger (12/2), Hansen (8), Novickis (5), Lajnef (3), Barwitzki (3), Kreckler (2/1), Lange, Mergner, Zechmeister
 
Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
 
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Leichlingen wird demontiert
 

Der Leichlinger TV hatte gegen Minden 2 eine bittere 27:35-Heimschlappe hinnehmen müssen – jetzt kam es für den Drittliga-Fünften doch dicker.
Der VfL Gummersbach setzte sich 42:33 (16:15) gegen saft- und kraftlose Leichlinger durch. „Ich habe keine Erklärung, ich kann nur Vermutungen anstellen“, sagte der ratlose Trainer Frank Lorenzet, zumal es nach 38 Minuten 22:22 gestanden hatte. „Vielleicht ist der Akku einfach leer. Wir trainieren die ganze Saison nur mit sechs Mann.“

Quelle: Solinger Tageblatt

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Leichlingens Handballer "an der Grenze angelangt"

Wenn es im Handball eine Marke für eine Blamage gibt, ist es die 40. Mannschaften, die 40 oder mehr Tore kassieren, kommen in der Regel nicht gut weg. So auch der Leichlinger TV, immerhin amtierender Westdeutscher Drittligameister. Doch die Reserve des VfL Gummersbach war bei der 42:33-Auswärtsniederlage am Freitagabend zwei Nummern zu groß - oder der LTV zu klein? "Da kann man nicht viel zu sagen", sagt Pirates-Trainer Frank Lorenzet, um dann genau das Gegenteil zu tun. Denn in Leichlingen dürfte dringender Gesprächsbedarf herrschen. Nach der happigen 28:35-Niederlage vergangene Woche gegen GWD Minden II folgte erneut eine Partie, in der der LTV nicht viel zu melden hatte. "Wenn ich spiele, will ich gewinnen", betonte Lorenzet. "Das ist der Reiz." Diese Einstellung scheinen seine Spieler dagegen nicht zu teilen, sagte der Trainer-Manager. "Es gibt Menschen, die sind anders", klagt er. "Sobald sie merken, dass es schief geht, lassen sie die Flügel hängen. Die, die da sind, sollen sich den Allerwertesten aufreißen. Ich mache ja auch meinen Job."
Lorenzet spricht seinen Spielern übrigens nicht zum ersten Mal die Einstellung ab. Schon mehrfach moserte er über fehlende Emotionen. Vergebens. Exemplarisch: Nachdem Leichlingen ab der 37. Minute bei Stand von 22:22 einzubrechen begann, nahm der Trainer eine Auszeit. Die blieb ohne Wirkung. Seine Spieler brachen nach der Ansprache nur noch weiter ein und fingen sich innerhalb von zwei Minuten vier Gegentreffer. Als die 48. Minute anbrach, hatte Gummersbach sich auf 32:24 abgesetzt. Der LTV war am Boden. Die Mannschaft wähnt Lorenzet nun am "absoluten Tiefpunkt". Nach der "beschämenden Leistung" gegen Gummersbach stehe nun mit der Partie zuhause gegen den TuS Volmetal am kommenden Freitag, 20 Uhr, ein "Spiel als Chance" an. Denn Volmetal ist zumindest tabellarisch die letzte vermeintlich einfachere Aufgabe für längere Zeit.
Nach Volmetal stehen die Partien gegen die vier Top-Teams der Liga an. Mit Dormagen, Longerich, Neuss und Hagen warten Mannschaften, von denen die ersten Drei (Heuss, Hagen und Longerich) längst enteilt sind. Dormagen steht auf dem vierten Rang, den eigentlich Lorenzet als Saisonziel ausgegeben hatte. Allerdings scheint er das schon wieder zu relativieren: "Weiter als auf den sechsten Platz rutschen wir nicht ab." Bleibt die Frage nach dem Leistungseinbruch. Am Freitag standen immerhin wieder acht Feldspieler zur Verfügung. Karol Zechmeister wird wohl wieder die Bank besetzen, Top-Torschütze David Kreckler in Form ist fast eine Garantie für eine funktionierende rechte Offensivseite. "Vielleicht ist Leichlingen auch einfach an der Grenze angelangt", vermutet Lorenzet. Zuletzt habe "jeder versagt. Das betrifft alle - auch mich", betont er.

LTV: Vukas, Fuchs - Lange, Hilger (12/2), Hansen (8), Mergner, Barwitzki (3), Novickis (5), Lajnef (3), Kreckler (2), Zechmeister

Quelle: Rheinische Post

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