Presseberichte zum 22:30 (11:16) gegen den TV Neuhausen

Aus für ehrfürchtigen LTV

Am Ende blieben offene Fragen und die Hoffnung auf ein anderes Los im nächsten Jahr. Im Vorjahr schieden die Handballer beim TV Neuhausen in der ersten DHB-Pokal-Runde aus. Am Samstag ereilte sie das gleiche Schicksal in eigener Halle. "Warum wir uns ehrfürchtig und hypernervös präsentiert haben, kann ich nicht erklären", sagte LTV-Trainer Frank Lorenzet nach dem 22:30 (11:16).

Nachdem sein Team zunächst den Anschluss halten konnte, zogen die Neuhausener davon. Fünf Minuten, in denen den Gastgebern kein Tor gelang, genügten ihnen dafür. Denn der Zweitligist bestrafte konsequent fast jeden Fehler. Ein paar schlechte Anspiele, ein paar halbherzige Aktionen, ein paar in zu großer Hektik abgeschlossene Angriffe — der TV verwandelte all dies in schnelle Gegenstöße, mit denen die Leichlinger auf die Verliererstraße geschubst wurden.

"Dabei hatten wir uns vorgenommen, die Quote der technischen Fehler so gering wie möglich zu halten", berichtet Kreisläufer Maik Pallach, "und der Rückstand hätte zur Pause deutlich höher sein können." Dass dem nicht so war, lag an Torwart Stefan Nippes. Der lieferte sich mit seinem Gegenüber Thomas Bauer — österreichischer Nationalspieler — ein Duell auf ganz hohem Niveau. Beide brachten es bis zur Halbzeit auf eine zweistellige Anzahl an Paraden. Ausschlaggebend für das Aus war indes, dass sich die Leichlinger, die auf Rainer Hantusch (Rücken) verzichten mussten, in der Offensive die Zähne an einer hellwachen und aggressiven Gästeabwehr ausbissen. So ansprechend sie in der Defensive agierten, so glücklos blieben sie vorne. Dazu hatte etwa Tim Menzlaff ein gebrauchten Abend erwischt. Das Bemühen des LTV um eine Aufholjagd war nur kurz zu spüren, als er nach der Pause auf drei Tor heran kam.

LTV Nippes, Aumann — Munkel (4/1), Wunderlich (4), Jansen (3), Born (3), Aschenbroich (2), Kreckler (2/1), Menzlaff (2), Pallach (2), Buss.

Quelle: Rheinische Post online
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Zu viele technische Fehler

Handball-Drittligist Leichlinger TV hat in der ersten Runde des DHB-Pokals eine überraschung verpasst. Vor eigenem Publikum unterlagen die Pirates dem Zweitligisten TV Neuhausen mit 22:30 (11:16). "Eine verdiente Niederlage“ hatte Trainer Frank Lorenzet gesehen. "Wir haben viel zu viele Fehler gemacht, dann ist eine solche Mannschaft einfach zu stark. 22 eigene Tore reichen einfach bei weitem nicht“, analysierte der Leichlinger übungsleiter.

Nur 150 Zuschauer waren am Samstagabend in die Halle am Hammer gekommen, für Frank Lorenzet "zu wenig, um eine richtige Heimspielatmosphäre schaffen zu können“. Eine solche hätten die Pirates hingegen gut gebrauchen können, denn nach ausgeglichener Anfangsphase (4:4) zogen die Gäste auf 7:4 davon und hielten den LTV fortan auf Abstand. "Wir wussten im Vorfeld, dass Neuhausen eine unangenehme Abwehrformation spielt, aber wir haben sie immer wieder zu leichten Toren eingeladen“, ärgerte sich Lorenzet, der allerdings "eine gute Deckung und einen guten Torwart Stefan Nippes“ in seinen Reihen ausgemacht hatte.

Die aus den technischen Problemen der Leichlinger, sie leisteten sich knapp 20 Abspiel- und Fangfehler, resultierenden zahlreichen Tempogegenstöße nutzte der Zweitligist, um seinen komfortablen Vorsprung ohne große Mühe zu halten.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber nur beim Stand von 17:21 noch einmal auf vier Tore heran, die kurzzeitig aufkeimende Hoffnung zerstörte jedoch ein vergebener Siebenmeter, der insgesamt dritte auf Leichlinger Seite. Im Anschluss zeigten stattdessen die Gäste ihre Klasse und zogen über 18:24 und 20:27 deutlich davon. "Damit war das Ding endgültig durch“, kommentierte Lorenzet die wenig spannenden Schlussminuten der Pokalpartie.
Leichlinger TV: Nippes, Aumann (ab 55.) — Wunderlich (4), Munkel (4/2), Born, Jansen (je 3), Pallach, Aschenbroich, Menzlaff (je 2), Kreckler, Buss.

Quelle: Ksta online
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Ohne Mühe in Runde zwei

Der TV Neuhausen löste seine Aufgabe im ersten Durchgang des DHB-Pokals beim Leichlinger TV souverän mit einem 30:22-Sieg. Nachwuchstalent Nicolai Theilinger empfahl sich bei für weitere Aufgaben.

"Ein Handball-Leckerbissen war das keiner", stellte TVN-Trainer Markus Gaugisch nach der Partie fest. überrascht hat ihn das nicht. Enttäuscht erst recht nicht. Viel wichtiger war ihm, dass seine Jungs mit dem Sieg beim West-Drittligisten Leichlinger TV nach der langen Vorbereitung ihren Erfolgshunger erstmals etwas stillen konnten. Das taten sie. Die Portion hätte vielleicht etwas üppiger - sprich das Ergebnis etwas deutlicher - ausfallen können. Im Endeffekt war es aber Nebensache. Was zählte war der Auftritt. Und der war nicht nur erfolgreich, sondern vor allem souverän und ließ erkennen, dass die blau-weiße Zweitliga-Mannschaft sich auf dem richtigen Weg befindet.

Dass die Leichlinger keine noch höhere Niederlage kassierten, daran war zum einen maßgeblich Keeper Stefan Nippes beteiligt. Er machte einiges weg, was von den Neuhäuser Angreifern auf sein Gehäuse gerichtet war. Markus Gaugisch fehlten einige "Zutaten", die ihn zum Improvisieren zwangen und so kam die TVN-Maschine erst mal nicht so richtig auf Touren. Angetreten waren die Ermstäler beim ehemaligen Zweitliga-Konkurrenten ohne ihre beiden Linkshänder Ralf Bader und Jeremias Rose, die sich beide im Donnerstagstraining verletzt hatten. Kurzfristig rückte deshalb Nachwuchskraft Nicolai Theilinger nach. Der 19-jährige Bursche gab dem Spiel der Neuhäuser eine tolle Würze, agierte hinten wie vorne mutig und mischte so mit, dass wohl niemand unter den 125 Zuschauern auf der Tribüne (mehr hatten tatsächlich nicht den Weg in die Sporthalle gefunden) auf die Idee gekommen wäre, dass es sein erster richtiger Einsatz im TVN-Trikot war. Äußerst flexibel agierte einmal mehr Ferdinand Michalik machte seinem Ruf als "Mann für alle Fälle" im gesamten Neuhäuser Rückraum wieder alle Ehre. "Ferdl kann das", freute sich Markus Gaugisch, dass sich der 24-jährige nach seiner Verletzung so schnell wieder zurück meldete. Das tat übrigens auch Marcel Schiller, dem die Patellasehne zwar sichtlich noch Schmerzen bereitete, mit vier Toren.

Nicht mehr zurückmelden konnten sich dagegen die Hausherren in der Sporthalle "Am Hammer" nach dem letztmaligen Ausgleich zum 4:4 (9.).Erst sorgten Routinier Aco Stevic und der unerschrockene Nicolai Theilinger für Aufbruchstimmung (7:4/14.) bei den Ermstälern. Dann drückte TVN-Wirbelwind Alexander Trost mit zwei prächtigen Treffern aufs Gaspedal. Beim 16:10 Sekunden vor der Pause (16:11) war der TVN für die Lorenzet-Truppe fast außer Reichweite. Zwar unternahmen LTV-Torjäger Nico Wunderlich und sein Kollege Jansen nochmals einen Aufholversuch (17:14 35.) Doch es blieb beim Versuch. Zumal dann Jens Buss eine erneute Unterzahlsituation für seine Farben herauf beschwor. Der Leichlinger Kreisläufer und Co-Trainer in Personalunion attackierte Alexander Trost beim Torwurf derart rustikal, dass die Unparteiischen nicht lang fackelten sondern ihm direkt die rote Karte zeigten. Jetzt machte sich der TVN-Express endgültig über ein 22:17 (43.) und 28:20 (55.) vollends aus dem Staub in Richtung zweite Pokalrunde.

Markus Gaugisch sparte nicht mit Anerkennung für seine Mannschaft. Dass sich bei der Generalprobe noch Dinge zeigten, die nicht ganz rund liefen, war ihm nicht unrecht. Noch ist Zeit bis zur Premiere, die Kleinigkeiten auszumerzen. Ein Sonderlob hatte er für sein Torhüter-Duo: "Beide haben eine herausragende Leistung gezeigt betonte der TVN-Coach und verwies auf die Statistik seines "Co" Florian Vollmer, der das schwarz auf weiß belegen konnte. Und das längst nicht nur, weil Magnus Becker erneut drei Strafwürfe vereitelte. Leckerbissen war es - da hat Gaugisch recht - unterm Strich keiner. Eher etwas, was Heißhunger auf mehr von diesem TVN macht. Das gibt"s am Samstag gegen den SV Post Schwerin in der Hofbühlhalle.

So spielten sie:

Leichlinger TV: Nippes, Aumann - Hantusch (1), Menzlaff (1), Wunderlich (4), Lajnef, Aschenbroich (3), Schuster, Jansen (3), Munkel (5/3), Pallach (1), Born (2), Kreckler (2).

TV Neuhausen: Bauer (bis 30.), Becker (ab 31.) - Emrich (1), Trost (2), Reusch (1), Schiller (4), Stevic (6/3), Büdel (4), Michalik (3), Schröder (4), Oesterle (1), Theilinger (4).

Zuschauer: 125

Quelle: Südwest Presse online

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