Presseberichte zum 24:24 (10:16) bei der Ahlener SG

Ein 39jähriger rettet dem LTV einen Punkt

Immerhin spannte sein Team ihn nicht lange auf die Folter. Schon nach wenigen Minuten hatte Trainer Frank Lorenzet Gewissheit, dass dies ein ziemlich grausamer Abend werden würde. Seine Handballer waren angetreten, um beim Schlusslicht der Dritten Liga, der Ahlener SG, mal eben ganz locker zwei Punkte in Empfang zu nehmen. Und so trat der Leichlinger TV auf, als ob irgendjemand die Sache schon für ihn regeln würde: ohne Inspiration und Antrieb.

Folglich wanderte nach dem 24:24 (10:16) der achte Minuspunkt auf das Konto der Gäste. "Ich habe die Mannschaft die ganze Woche gewarnt. Aber das ging an einigen völlig vorbei", monierte Lorenzet. So blieb der LTV seiner Linie treu: Gegen vermeintlich schwache Teams passt er sich dem Niveau des Gegners an.

Wobei er am Samstag in der ersten Halbzeit nicht einmal das schaffte. Während Ahlen seine besten Tugenden an den Tag legte, schleppten sich die Gäste übers Feld, lagen nach sieben Minuten 1:5 hinten. "Bis dahin hatten wir schon vier Zeitstrafen kassiert", meinte Lorenzet, der aber gleich anfügte: "Egal, wie die Schiedsrichter pfeifen: Beim Tabellenletzten müssen wir einfach gewinnen."

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Fast hätte es dazu sogar gereicht. Denn dank einer Steigerung im zweiten Abschnitt bot sich die Chance, einen schwachen Auftritt mit einem unverdienten Sieg zu beenden. Allerdings setzte Leichlingens bester Torschütze Achim Jansen den Ball kurz vor Schluss nur an den Innenpfosten. Neben dem Rechtsaußen, Jens Buss und dem immerhin soliden Linksaußen Nico Wunderlich erreichte indes niemand in den Reihen der Leichlinger annähernd Alltagsform.

Aus diesem Trio heraus ragte Co-Trainer Buss. Er reihte sich in Halbzeit zwei in die LTV-Abwehr ein und "war ein absoluter Stabilisator", sagte Lorenzet. Dieses Lob sollte denn auch das gesamte Ausmaß der schwachen Leichlinger Leistung offenbaren. Schließlich, ergänzte der Coach, "ist Jens 39 Jahre alt und hat Probleme mit seinen Knien".

LTV: Nippes, Aumann (40. bis 45.) — Jansen (9/1), Menzlaff (4), Born (4), Wunderlich (3), Aschenbroich (1/1), Munkel (1), Pallach (1), Kreckler (1), Hantusch, Buss.

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Quelle: Rheinische Post
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Pirates sind sich der größte Gegner

Da war es wieder: Das andere Gesicht der Drittliga-Handballer des Leichlinger TV. Als Gast des Tabellenletzten Ahlener SG reichte es für die Pirates beim 24:24 (10:16) nur zu einem Punkt. Damit kassierten sie, vor allem auf psychischer Ebene, einen empfindlichen Rückschlag und machten die Vorgabe ihres Coaches, alle Spiele bis zur Winterpause zu gewinnen, zunichte.

Von Anfang an kamen die Gäste nicht ins Spiel, konnten nur einmal ausgleichen (1:1, 3. Minute), um anschließend, überwiegend in Unterzahl (vier Zeitstrafen in den ersten sieben Minuten), einem Rückstand hinterherzulaufen. Nachlässig in der Verwertung der eigenen, zum Teil hochprozentigen Chancen und nachlässig im Deckungsverhalten zeigte sich der LTV — Schlusslicht Ahlen nutzte die Gunst der Stunde und setzte sich von 4:1 über 8:3 bis zum Pausenstand von 16:10 ab. Leichlingens Coach Frank Lorenzet war entsetzt ob dieser Vorstellung seines Teams und sah sich bestätigt, was die Wankelmütigkeit seiner Mannschaft angeht. "Dieses Phänomen ist für mich nach wie vor nicht erklärbar“, stellte Lorenzet fest.

In der Kabine fand der Trainer deutlich Worte zum Auftritt in den ersten 30 Minuten. Diese Worte fruchteten insofern, dass seine Jungs ab der 36. Minute eine Aufholjagd starteten. Zusätzlich motivierend für die Pirates kam eine Situation in der 42. Minute hinzu. Keeper Stefan Nippes hatte die Schiedsrichter kritisiert und dafür zwei Minuten gesehen. Coach Lorenzet musste Matthias Aumann ins Tor beordern, der kurz darauf einen Siebenmeter inklusive des anschließend auf ihn zurauschenden Nachwurfs parierte.

Derart angestachelt, kämpften sich die Leichlinger endgültig ins Spiel zurück und waren einige Minuten später wieder im Rennen. Zwar lagen die Gastgeber in der Schlussphase meistens mit einem Treffer vorne, doch die Pirates konterten immer umgehend und hätten, bei einer nur etwas besseren Chancenverwertung, schon längst führen können.

In der letzten Minute hätte Achim Jansen sogar noch für ein Happyend seines Teams sorgen können, doch nach seinem Wurf landete der Ball am Innenpfosten des Ahlener Gehäuses, um von dort wieder ins Feld zurück zu springen. Ein paar Zentimeter weiter nach innen, und das 25:24 für den LTV wäre gefallen. Der Leichlinger TV musste sich somit unzufrieden auf dem Heimweg begeben. "Wir sind scheinbar immer noch nicht so weit, dass wir sichere Siege gegen die vermeintlich schwachen Gegner einfahren können. Gerade in diesen Partien sind wir uns selbst der größte Gegner“, fasste Frank Lorenzet zusammen.

Leichlinger TV: Nippes, Aumann (41. — 55.); Jansen (8/1), Menzlaff (4), Born (4), Wunderlich (3), Aschenbroich (2/1), Kreckler (1), Munkel (1), Pallach (1), Lajnef, Buss, Hantusch.

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Quelle: Ksta 
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Peinliche Vorstellung der Pirates beim Schlusslicht

Pleiten, Pech und Pannen! "Wir haben uns bis auf die Knochen blamiert. Heute hat nichts gepasst", war Frank Lorenzet, Trainer von Handball-Drittligist Leichlinger TV, nach dem 24:24 (10:16)-Remis beim Schlusslicht Ahlener SG ziemlich angefressen. In der Tat lieferte der favorisiete Gast vor rund 600 Zuschauern seine bislang schwächste Saisonleistung ab und verpasste den Sprung auf Platz zwei.

Die Partie begann schon schlecht mit einem 1:5-Fehlstart (7.), an dem die schwachen Schiedsrichter mit bis dahin schon vier Zeitstrafen gegen die Pirates, maßgeblichen Anteil hatten. Insgesamt verhängten sie zehnmal zwei Minuten und nur vier gegen die Gastgeber. Davon liessen sich die Leichlinger so beeindrucken, dass sie in der Folge bis zur Pause rein garnicht zu stande brachten. Hinten war man offen wie ein Scheunentor und vorne vergab man beste Möglichkeiten, so dass man sich einem 10:16-Pausenrückstand gegenüber sah. Erst durch die Hereinnahme von Co-Trainer Jens Buss in die Abwehr gab es dort nach dem Wechsel mehr Stabilität und nur noch acht Gegentreffer. Trotzdem reichte die Aufholjagd nur noch zu einem Punkt, weil unter anderen zwei Gegenstöße durch Nico Wunderlich und Achim Jansen vergeben wurden. Dazu kam Pech in der finalen Aktion, als Jansen 30 Sekunden vor Schluss nur den Innenpfosten traf. "Leider ist die Mannschaft selbst sich der grösste Feind. Das hat uns diese Saison schon etliche Punkte gekostet", so Lorenzet abschliessend.
LTV: Nippes, Aumann (40.-45.); Jansen (9/1), Menzlaff, Born (je 4), Wunderlich (3), Aschenbroich (2/1), Munkel, Kreckler, Pallach (je 1), Hantusch, Buss, Lajnef (n.e.)

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