Presseberichte zum 25:29 (11:14) beim VfL Edewecht

Zu viele Nackenschläge

Frank Lorenzet, Trainer des Handball-Drittligisten Leichlinger TV, wusste, dass es beim VfL Edewecht schwer werden würde. Beim heimstarken VfL haben schon viele Gegner versucht, an Punkte zu kommen — die meisten ohne Erfolg. In diese Reihe können sich jetzt auch die Pirates anstellen, denn sie unterlagen in Edewecht mit 25:29 (11:14).

Bereits der Beginn verlief alles andere als wunschgemäß für den LTV: Während die Blütenstädter ihre Chancen nicht nutzten, schlugen die Gastgeber zu. Bis auf 5:0 machten sich die Ammerländer davon, ehe Leichlingen seinen ersten Treffer erzielen konnte. "Das haben wir noch weggesteckt, bis der nächste Nackenschlag kam“, kommentierte Lorenzet. Dieser betraf Matthias Aschenbroich, der beim Siebenmeter den Kopf des VfL-Keepers traf und dafür die Rote Karte sah. "Der Witz schlechthin. Aschi wirft in eine Ecke, der Keeper springt dahin und wird am Kopf getroffen. Für so etwas kann man keine Rote Karte geben“, schimpfte Lorenzet.

So fehlte fortan eine der zentralen Figuren im Spiel des LTV. Edewecht nutzte dies und setzte sich auf 10:4 ab. Aber das Team von Frank Lorenzet biss sich ins Spiel zurück und konnte bis zur Pause auf drei Treffer verkürzen. Diese Entwicklung setzte sich nach dem Seitenwechsel fort. Leichlingen kam in der 42. Minute zum Ausgleich, versäumte danach aber, Edewecht weiter unter Druck zu setzen, indem die Gäste einige klare Chancen vergaben.

Auch von den Unparteiischen gab es keine Unterstützung für den LTV, im Gegenteil: "Wir waren in den wichtigen Phasen immer wieder in Unterzahl. So kann man ein Spiel nicht gewinnen“, war Frank Lorenzet mächtig sauer auf die Schiedsrichter. Es mag die LTV-Akteure sicher wenig trösten, dass auch die Konkurrenz aus Ferndorf und Wermelskirchen an diesem Wochenende Federn gelassen hat. Denn dafür haben die Leichlinger mit dem VfL Edewecht den nächsten Kandidaten ins Rennen um die Aufstiegsplätze bugsiert.

LTV: Nippes, Aumann; Kreckler (9/5), Menzlaff (7), Born (3), Jansen (3), Munkel (1), Pallach (1), Aschenbroich (1/1), Hantusch, Wunderlich, Lajnef

Quelle: Ksta
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"Oberhammer" haut LTV um

Gemeinhin dauert ein Handballspiel 60 Minuten. Nach der Partie in Edewecht komprimierte sich vieles in der Rückschau von Trainer Frank Lorenzet auf wenige Sekunden in Halbzeit eins. Gut zehn Minuten waren gespielt, als sich ein zentrales Ereignis der Partie am Siebenmeterpunkt zutrug: Für den Leichlinger TV trat Matthias Aschenbroich an, und sein Versuch brachte ihm die Rote Karte ein. Denn die Schiedsrichter werteten es als Absicht, dass sein Wurf zuvor im Gesicht des Torwarts der Gastgeber gelandet war.
"Das war der Oberhammer", meinte Lorenzet nach dem 25:29 (11:14) seines LTV beim VfL Edewecht. "Der Torwart hat sich klar in die Ecke bewegt. Der Platzverweis war der Gipfel der Unverschämtheit." Für den Coach war es die Szene, die sein Team entscheidend aus der Bahn warf. Allerdings hatten die Gäste sich bis dahin mächtig passiv präsentiert und den VfL Edewecht zu einem glänzenden Einstieg in die Partie eskortiert. 0:5 lagen die Leichlinger im Hintertreffen. "Wir haben nicht gut gespielt, aber gut gekämpft. Für den schlechten Start müssen wir uns an die eigene Nase fassen", sagte Lorenzet und griff bei der Analyse der übrigen Partie den Schiedsrichtern an die Riechorgane: "Hätten sie ordentlich gepfiffen, hätten wir gute Chancen gehabt, die Partie zu gewinnen."

Zu einseitig agierten die Unparteiischen aus seiner Sicht, als dass die Aufholjagd des weiterhin verunsicherten LTV zu einem Punkterfolg hätte führen können. Zwar gelang den Gästen im zweiten Abschnitt noch der Ausgleich (19:19), allerdings mussten sie im Anschluss die Gastgeber in Unterzahl wieder ziehen lassen. Neben ihrem Top-Torschützen Aschenbroich fehlten den Leichlingern auch ein gut aufgelegtes Torhütergespann sowie ein ausreichend langer Atem. "Wir sind zu lange Rückständen hinterhergelaufen und haben zu viele schlechte Pfiffe kassiert", resümierte Lorenzet nach der fünften Pleite des LTV.

LTV: Nippes, Aumann (21. bis 30., 45. bis 60.) — Kreckler (9/5), Menzlaff (7), Jansen (3), Born (3), Pallach (1), Aschenbroich( 1/1), Munkel (1), Lajnef, Wunderlich, Hantusch.

Quelle: Rheinische Post

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