Presseberichte zum 27:28 (15:11) bei der HSG Lemgo

Der Ausgleichstreffer zählt nicht

Frustriert und wütend versuchten die Handballer des Leichlinger TV am Samstagabend, ihre 27:28 (15:11)-Niederlage bei der HSG Lemgo II zu verarbeiten. Da hatten sie 55 Minuten lang die Partie in der unglaublich engen Halle, die normalerweise in einer Liga auf so einem Niveau nicht mehr zugelassen werden dürfte, dominiert, um am Ende höchst unglücklich und unter merkwürdigen Begleiterscheinungen die Begegnung noch zu verlieren.

Bezeichnend dafür: Das 28:27 für Lemgo war die einzige Führung der Gastgeber in der gesamten Partie. Und diese Führung hätte nach Ansicht der Pirates nicht Bestand haben dürfen, hatten sie doch noch vor Ertönen der Schlusssirene durch Achim Jansen noch das 28:28 erzielt, aber Schiedsrichter und Kampfgericht verweigerten dem Treffer die Anerkennung. "Das war schon skandalös. Erst wird nach einem Pfiff mit einer Schiedsrichter-Pfeife, die irgendwer betätigt hat, vom Kampfgericht die Uhr zwei Sekunden weiter laufen gelassen, so dass uns nur noch vier Sekunden bis zum Spielende verbleiben, und dann erzielt Achim noch den Ausgleich. Der Ball war vor der Sirene im Tor, und die Unparteiischen lassen den Treffer nicht gelten. Ich bin restlos bedient“, war LTV-Coach Frank Lorenzet hochgradig verärgert. Allerdings hätten seine Jungs diese dramatische Schlussphase vermeiden können, denn sie verwarfen nicht weniger als fünf Siebenmeter. "Daher müssen wir uns auch an die eigene Nase fassen. Jedoch ist dies der einzige Punkt, den ich den Jungs ankreiden kann. Ansonsten haben wir uns hier unter diesen irregulären räumlichen Bedingungen und den permanenten Anfeindungen des gegnerischen Trainers hervorragend verkauft“, stellte Lorenzet heraus.

Sein Team hatte blendend ins Spiel gefunden, nach acht Minuten mit 3:0 vorne gelegen und diesen Abstand lange Zeit gehalten. Konzentriert und engagiert in der Abwehr ließen sie gegen die offensivstarken Lemgoer nicht viel zu; bis zur Pause schlugen nur 11 Treffer im Tor des wieder sehr starken Keepers Stefan Nippes ein. Nach dem Wechsel konnte Lemgo zwar bis zur 40. Minute auf 18:19 verkürzen, doch die Pirates setzten sich erneut ab und schienen beim 23:19 (45.) wieder in Richtung Sieg zu marschieren. Doch es wurde wieder spannend. In der 55. Minute glich die HSG zum 26:26 aus, der LTV konterte zum 27:26, es folgte der erneute Ausgleich, ehe Lemgo eine Minute vor dem Ende zum ersten und einzigen Mal im Spiel in Führung ging.

Als die Gäste ihren finalen Angriff starten wollten, wurde Nico Wunderlich sechs Sekunden vor dem Ende heftigst gefoult — sein Kontrahent sah dafür zwar die Rote Karte, aber in dem nach dem Foul entstehenden Tumult und Handgemenge wurden auch Jens Buss sowie ein weiterer Lemgoer des Feldes verwiesen. Danach folgte die wundersame Verkürzung der Restspielzeit um zwei Sekunden und die Aberkennung des Leichlinger Ausgleichs. "Daher ist diese Niederlage doppelt bitter,“ klagte Frank Lorenzet. Und klang dabei immer noch mächtig sauer. Verständlich.

Leichlinger TV: Nippes, Aumann; Menzlaff (7), Kreckler (6/6), Aschenbroich (3), Jansen (3), Pallach (2), Wunderlich (2), Born (2), Hantusch (1), Munkel (1), Buss, Lajnef.


Quelle: Ksta online
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Skandal in Lemgo: LTV wird Tor geklaut

Dass Frank Lorenzet kein Kind von Traurigkeit ist, weiß der Leichlinger Trainer selbst. Am Samstagabend überspannte Lemgos übungsleiter Niels Pfannenschmidt den Bogen wohl derart, dass Lorenzet sogar von einem "Skandalspiel“ sprach. "Er hat sich mit allen angelegt, in einem durch Randale gemacht, mich und meine Spieler zum Teil aufs übelste beschimpft.“ Das alles vor den Augen des offensichtlich völlig überforderten jungen Schiedsrichtergespanns Gehle/Osebold. "Die haben sich von der Hektik anstecken lassen“, so Lorenzet. Wenig Verständnis äußerte der Witzheldener auch darüber, dass die überaus enge Halle vom Deutschen Handball-Bund zugelassen wird: "Die Bänke stehen in Garagen, die Zeitnehmer sitzen in einem Käfig.“

Leichlingen trumpfte herausragend auf, dominierte das Geschehen weitgehend — verwarf aber fünf von elf Strafwürfen und bekam in den entscheidenden Phasen krasse Pfiffe gegen sich. Beinahe logisch, dass es Tumulte gab.

Tim Menzlaff wurde sechs Sekunden vor dem Schlusspfiff böse gefoult. Beteiligt am Handgemenge: Maik Pallach. Mit einer roten Karte bedacht: Jens Buss, der Pallach schützen wollte. Weiter ging’s — mit einem Pfiff aus dem Publikum. Timeout der Referees, die aber die Uhr zwei Sekunden weiter laufen ließen, obgleich nicht gespielt wurde. Wütende Proteste, ein offensichtlich ebenfalls völlig überfordertes Kampfgericht. Lorenzet nahm Keeper Stefan Nippes aus dem Tor, brachte den sechsten Feldspieler. Zwei schnelle Pässe, Achim Jansen kam von Rechtsaußen frei zum Wurf. Tor, 28:28. Riesenjubel der Leichlinger. Pustekuchen! Gehle/Osebold pfiffen kein Tor und verschwanden in den Kabinen. Wieder Tumulte, Rudelbildungen. Pfannenschmidt führte Veitstänze auf, provozierte die wütenden Leichlinger. "Alles ganz bitter“, ärgerte sich Lorenzet.

Quelle: Solinger Tageblatt online
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Bittere Niederlage für Pirates


Nur einen Spieltag konnte sich der Leichlinger TV an der Tabellenspitze halten. Bei der HSG Handball Lemgo musste die Mannschaft von Trainer Frank Lorenzet mit 27:28 (15:11) die erste Niederlage nach turbulentem Spielverlauf hinnehmen.

"Eigentlich haben wir den Gegner beherrscht“, war Lorenzet auch lange nach Spielschluss noch fassungslos. über 5:2, 10:7, 15:10 und 24:20 sah es bis zum 26:23 immer nach einer klaren Sache für die Pirates aus. Beim 26:24 (54.) hatte der LTV sogar überzahl. Doch plötzlich lief nichts mehr. Ein technischer Fehler von Tim Menzlaff, eine Zeitstrafe gegen Maik Pallach, ein Pfosten- und ein Lattentreffer der Leichlinger und plötzlich führt der Gastgeber mit 28:27. In den Schlusssekunden begingen die Lemgoer ein taktisches Foul. Die daraus resultierende Rote Karten ging im Getümmel wütender Spieler fast unter. Sechs Sekunden verblieben den nun in überzahl agierenden Leichlingern noch zum Ausgleich, der zwar durch Achim Jansen noch fiel, aber von den Schiedsrichtern nicht mehr anerkannt wurde. "Die Schiedsrichter waren am Ende völlig überfordert, allerdings müssen wir uns auch an die eigene Nase fassen“, trauerte Lorenzet vergebenen Chancen nach. Unter anderem verwarf seine Mannschaft fünf von elf Siebenmetern. 

LTV: Nippes, Aumann (bei einem 7m); Menzlaff (7), Kreckler (6/6), Aschenbroich (3), Jansen (3), Wunderlich, Born, Pallach (je 2), Hantusch (1), Buss, Lajnef (n.e.)

Quelle: WZ Burscheid

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