Presseberichte zum 28:28 (15:13) bei GWD Minden II

LTV geht der Sprit aus

Hinterher waren die Punkte geteilt, die Meinungen nicht. "über die gesamte Spielzeit gesehen, ist das Unentschieden korrekt", meinte Aaron Ziercke, Trainer des Drittliga-Teams von GWD Minden, während sein Leichlinger Kollege Frank Lorenzet sagte: "Letztlich sind wir mit dem Zähler zufrieden. In Sachen Einstellung und Körpersprache war das ein Schritt in die richtige Richtung."

Dass der Abend mit einem schiedlich friedlichen 28:28 enden würde, hatte sich zuvor nur selten angekündigt. Dort hatten die Gäste rasch das Kommando übernommen. 1:0 ging GWD in Führung, dann spielte sich der Leichlinger TV in den Vordergrund, war durchgängig im Besitz eines Vorsprungs, der zur Pause zwei Tore betrug (15:13) und im Anschluss recht komfortabel ausgebaut wurde. Mehrfach führte der LTV mit fünf Treffern und bekleidete — angeführt von den Dauertorschützen David Kreckler und Tim Menzlaff sowie mit einem ordentlich agierenden Torhüter Matthias Aumann — lange die Rolle des sicheren Siegers. Allerdings hoben sich die Gäste das Schlechteste bis zum Schluss auf. Oder, wie Lorenzet es umschrieb: "Meine Mannschaft war 40 Minuten lang überragend, bis zur 50. Minute gut und in den letzten zehn Minuten katastrophal."

Denn als die durch einige Zweitliga-Kräfte verstärkten Mindener gegen Ende Risiko und Schlagzahl erhöhten, lief bei Leichlingen kaum noch etwas rund. Schlecht vorbereitete Angriffe, das Auslassen von Großchancen und technische Fehler ließen den Vorsprung schmelzen und das Spiel kippen. Kurz vor Ende — Rainer Hantusch hatte gerade Rot wegen groben Foulspiels gesehen (57.) — kam GWD zur zweiten Führung überhaupt: 28:27. "Hinten raus ist uns mental der Sprit ausgegangen", meinte Lorenzet. Immerhin hatte Linksaußen Nico Wunderlich noch ein Tröpfchen Super übrig, als er mit seinem Treffer unmittelbar vor der Schlusssirene aus spitzem Winkel das Remis rettete.

LTV: Nippes, Aumann (ab 18.) — Kreckler (11/2), Menzlaff (10), Aschenbroich (2), Pallach (2), Born (1), Wunderlich (1), Munkel (1), Hantusch, Lajnef, Jansen.


Quelle: Rheinische Post
-------------------------------------------------------------------------

Nicht Fisch, nicht Fleisch

Für die Handballer des Leichlinger TV wurde es am Samstag beim TSV GWD Minden II die erwartet schwere Aufgabe. LTV-Trainer Frank Lorenzet wusste am Ende nicht, ob er mit dem 28:28 (15:13) wirklich zufrieden sein sollte. über die gesamte Spielzeit konnte er es sicher nicht, denn seine Mannschaft führte von Beginn an, 22:16 in der 40. Minute und zehn Minuten vor dem Abpfiff immer noch mit 26:22.

"Wenn man dann aber in der Schlussphase nur noch zwei Treffer erzielt, dann darf man sich nicht wundern, wenn man am Ende sogar noch verliert“, so Lorenzet. Dass es dazu nicht kam, verhinderte Nico Wunderlich mit einem Treffer in der letzten Sekunde, nachdem Minden 40 Sekunden vorher beim 28:27 erstmalig selbst in Führung gegangen war. 
Weil seine Mannschaft in der Schlussphase wieder einmal beste Gelegenheiten ungenutzt ließ, setzte Lorenzet im letzten Angriff alles auf eine Karte. Er ersetzte seinen sehr starken Torhüter Aumann durch einen siebten Feldspieler. Der LTV nutzte die überzahlsituation zum halbwegs versöhnlichen Ausgleich. Gegen die mit allen Stars angetretenden Mindener war das immerhein ein achtbares Resultat. "Der TSV hat gegen uns, wie erwartet in der EM-Pause ihrer ersten Mannschaft, alle Profis aufgeboten. Doch damit muss man nun einmal leben“, so Lorenzet. Seinem Team bescheinigte er eine kämpferisch gute Leistung. Ein Sonderlob erhielt David Kreckler, der sein bestes Saisonspiel machte. 
LTV: Nippes, Aumann (ab 18.); Kreckler (11/2), Menzlaff (10), Aschenbroich (2), Pallach (2), Born, Munkel, Wunderlich (je 1), Lajnef, Jansen 

Quelle: WZ Bergischer Volksbote

Zurück

Premium Partner

Business Partner