Presseberichte zum 35:27 (17:13) beim VfL Eintracht Hagen

Strafzeiten geben den Ausschlag

Hätte das Strafzeitenverhältnis aus Sicht des Leichlinger TV bei einer Partie 22:8 Minuten gegen sich betragen, so wäre Frank Lorenzet, Trainer des Handball-Drittligisten, sicherlich nicht einverstanden mit der Leistung der Unparteiischen gewesen. Doch beim 35:27 (17:13)-Sieg der Pirates beim VfL Eintracht Hagen waren es die Gastgeber, die 22 Minuten in Unterzahl antreten mussten, die Leichlinger dagegen nur acht Minuten. Diese Zahlen spielten daher auch eine nicht unwichtige Rolle beim Erfolg des LTV, was den Sieg der Blütenstädter jedoch nicht schmälern sollte.

Lediglich einmal lagen die Gäste zurück, und das auch nur in der Anfangsphase, als Hagen das 2:1 erzielte. Danach übernahmen die Pirates das Kommando, obwohl ihr Regisseur Kiki Born wegen seiner Zehenverletzung insgesamt nur zwei Minuten eingesetzt werden konnte. Für ihn in die Bresche sprang Bastian Munkel (Bild), der am Freitagabend sein wohl bestes Saisonspiel für den LTV absolvierte und dabei acht Treffer markierte. Bis zur 20. Minute hatte sich das Team von Frank Lorenzet auf 12:8 abgesetzt. Sieben Minuten später stand es allerdings, trotz zwischenzeitlicher überzahl für die Gäste, nur noch 13:12. Bis zur Pause konnte sich Leichlingen dann aber wieder etwas absetzen.

Nach dem Wechsel ging es positiv für die Pirates weiter, die sich bis zur 39. Minute auf 25:17 davon machten und anschließend auch nach drei Treffern der Hagener in Folge nicht mehr ins Schwimmen gerieten. Sie brachten den Sieg letztlich sicher nach Hause. "In der ersten Hälfte waren wir auch bei den etwas knapperen Spielständen bereits die deutlich überlegene Mannschaft, haben es aber versäumt, aus unseren vielen Chancen noch mehr zu machen. Letztlich war der Sieg auch in der Höhe verdient. Man muss in Hagen erst mal mit acht Toren gewinnen. Am meisten gefreut hat mich aber die Leistung von Bastian Munkel, bei dem jetzt, so hoffe ich, der Knoten geplatzt ist“, fasste Frank Lorenzet die Partie zufrieden zusammen.

Leichlinger TV: Nippes, Aumann; Munkel (8), Aschenbroich (7/3), Jansen (6), Menzlaff (5),Wunderlich (4), Kreckler (3), Pallach (2), Hantusch, Lajnef, Born.

Quelle: Ksta
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Solide Leichlinger schlagen Hagen

Bescheidene 14 Treffer standen bis zum gestrigen zwölften Drittliga-Spieltag bei Bastian Munkel zu Buche. Zum 35:27 (17:13)-Auswärtssieg des Tabellendritten steuerte der Mittelmann satte acht Tore bei. Und überzeugte dazu noch als Spielmacher. "Das war sein bestes Saisonspiel“, freute sich Trainer Frank Lorenzet. Munkel vertrat den etatmäßigen Mittelmann Christian Born, der verletzungsbedingt nur fünf Minuten auflaufen konnte.

Leichlingen hatte vor 400 Zuschauern in Hagen null Probleme. "Torhüter Stefan Nippes hat solide gehalten, wir haben solide gedeckt und vorne sind wir ganz effizient zu Werke gegangen“, berichtete Lorenzet. Beim 20:25 witterten die Gastgeber noch einmal ein wenig Morgenluft. Leichlingen konterte jedoch und zog trotz nicht optimaler Wurfausbeute wieder auf und davon. "Wir haben keine Katastrophen-Fehler gemacht, von daher bin ich sehr zufrieden“, lautete Lorenzets Fazit.

Quelle: Solinger Tageblatt
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Nur in Unterzal kann Eintracht mithalten

Einmal führte Handball-Drittligist VfL Eintracht Hagen im Heimspiel gegen den Leichlinger TV, ganz früh beim 2:1. Ansonsten waren die Gastgeber von einem Sieg weit entfernt, unterlagen klar mit 27:35 (13:17). Auch weil sie über weite Strecken in Unterzahl agieren mussten - wobei sie da noch am ehesten auf Augenhöhe waren.

Sonntag in Lemgo, Mittwoch in Gummersbach, Freitag in Hagen: Den Fleiß der Schiedsrichter Christian Huckenbeck und Tim König hob VfL-Hallensprecher Thorsten Barteldrees bei der Teamvorstellung hervor - und hoffte, dass das Duo aus Radevormwald auch beim dritten Spiel innerhalb einer Woche einen Heimsieg sehen würde. Es war das letzte Hagener Lob für beide, zur Pause und nach der Schlusssirene schimpften die VfL-Verantwortlichen kräftig über die Unparteiischen. "Es ist keine überraschung, dass wir verloren haben, aber das Wie ärgert mich“, fasste Manager Jörg Brodowski zusammen.

In der Tat machten die Referees in etlichen Szenen eine wenig glückliche Figur. In einer hart geführten Partie, in der auch die Gäste in der Abwehr bisweilen rustikal zu Werke gingen, war eine Zeitstrafenverteilung von 22:8 Minuten zu Ungunsten der Hagener keinesfalls angemessen. "Mit 22 Minuten in Unterzahl gewinnt man kein Spiel“, befand VfL-Coach Krzysztof Szargiej.

Dabei hatten seine Schützlinge gerade dann ihre besten Szenen. Nach dem 8:12 (20.) durch den starken Matthias Aschenbroich (7/3 Tore) kamen sie so bei der ersten Zeitstrafen-Welle zwischenzeitlich auf 12:13 (27.) heran. Und als Maciej Dmytruszynski, bis dahin erfolgreichster VfL-Schütze, beim 17:25 (39.) mit Zeitstrafe drei vom Feld musste, schien die Entscheidung früh gefallen. Doch nun - jeweils mit einem oder sogar zwei Akteuren weniger auf dem Feld - kämpften sich die Gastgeber bis auf 20:25 (45.) heran.

Zu mehr reichte es nicht, denn in Gleichzahl wirkte der neu formierte VfL-Rückraum über weite Strecken hilflos, nur Ruwen Thoke bewies ab und an Durchschlagskraft. Leichlingen war weit ausgeglichener besetzt, Tim Menzlaff (6), Achim Jansen (6) und Bastian Munkel (8) ließen die Gäste schnell wieder enteilen - in der Tabelle auf Platz drei. Den VfL dagegen trennt nun nur noch das Torverhältnis von einem Abstiegsrang, wobei Szargiej am Kampfgeist seines Teams nichts auszusetzen hatte: "Wenn wir diese Einstellung 60 Minuten in Altenhagen gezeigt hätten, hätten wir dort gewonnen.

Quelle: derwesten.de

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