Presseberichte zum 35:32 (19:16) gegen die HSG Lemgo

LTV liefert gegen Lemgo ein Plädoyer der Stärke

Ihr grösstes Ausmaß nahm die Leichlinger überlegenheit 15 Minuten vor Ende an: David Kreckler trat zu seinem fünften Siebenmeter an und lupfte den Ball über den Torhüter zum 28:22. Der Primus, HSG Handball Lemgo II, schien besiegt, lag kurz darauf gar mit sieben Toren hinten. Aber weil es beim LTV nur selten ohne Krimi abgeht und sich Lemgo energisch gegen seine zweite Pleite stemmte, erhielt die rasante und unterhaltsame Partie noch das passende Ende.

 
 

"Am Schluss haben wir es gut über die Zeit gebracht. Aber ich hoffe, wir werden noch cleverer in solchen Situationen", sagte Kreckler, als sein Team nach permanenter Führung ein 35:32 (19:16) ins Ziel gebracht hatte. Hatte der Rechtsaußen vorige Woche in Minden elfmal getroffen, steuerte er nun 13 Tore bei und kurierte mit sechs (von sechs) erfolgreichen Versuchen zumindest kurzfristig die Schwäche von Siebenmeterpunkt.

Ohnehin steigerte sich der LTV (Bastian Munkel fehlte mit Gehirnerschütterung nach Autounfall) in allen Bereichen: Torhüter Stefan Nippes knüpfte mit 20 Paraden an seine glänzende Hinrunde an. Die Leichlinger Offensive traf phasenweise nach Belieben. Die größte Schwäche der engagierten Abwehr war, dass sie Lemgos Besten, Finn Lemke, über weite Strecken nicht in den Griff bekam. Effektiv gestoppt wurde der Zwei-Meter-Rückraum-Mann (zwölf Treffer) nur Mitte der ersten Hälfte, als er wegen Nasenblutens einige Minuten pausierte.

"Er war beeindruckend", meinte LTV-Co-Trainer Jens Buss hinterher kollegial zu Lemgo-Coach Niels Pfannenschmidt. Von der hitzigen Atmosphäre des Hinspiels war keine Spur. "Es wäre absolut unverdient gewesen, hätten wir noch was geholt. Glückwunsch an Leichlingen", meinte Pfannenschmidt und ergänzte: "Ich habe erstmals in dieser Saison alle Register ziehen müssen." Dazu zählte, dass er elf Minuten vor Ende damit begann, bei Ballbesitz den Torwart gegen einen siebten Feldspieler zu tauschen. Prompt produzierte Leichlingen erstmals Fehler in Serie, Lemgo kam bis auf zwei Treffer ran. Erst 40 Sekunden vor Ende sorgte Christian Born mit seinem Tor zum Endstand für Klarheit und den Schlusspunkt eines 60-minütigen Plädoyers, dass der LTV am Ende auf Platz zwei der Dritten Liga stehen wird. Oder? "Klar, das ist unser Ziel. Sonst würden wir ja jetzt schon Woche für Woche um die Goldene Ananas spielen", sagte Kreckler.

LTV: Nippes — Kreckler (13/6), Aschenbroich (8), Born (6), Menzlaff (5), Lajnef (2), Pallach (1), Hantusch, Buss, Jansen.

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Quelle: Rheinische Post online
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Pirates schaffen überraschung gegen Spitzenreiter Lemgo

Riesenjubel im Lager der Handballer des Drittligisten Leichlinger TV! Der gewann gestern abend vor 400 begeisterten Zuschauern in der Sporthalle am Hammer überraschend gegen Spitzenreiter HSG Lemgo mit 35:32 (19:12) und kletterte damit auf Rang drei der Tabelle. Coach Frank Lorenzet war entsprechend zufrieden:"Heute hat meine Mannschaft endlich mal wieder ihr wahres Gesicht gezeigt. Die Einstellung hat von Anfang bis Ende gestimmt und die Leistung war in allen Teilen top."

Die Hausherren legten los, wie die Feuerwehr. Lemgo führte nur einmal beim 0:1 (1.), danach drehten die Pirates die Partie über 4:1 (4.) und 10:6 (16.) zu ihren Gunsten um. In der gutklassigen und schnellen Begegnung ragte dabei die Angriffsleistung heraus. Immerwieder fand man Lücken in der Abwehr der Gäste oder schlug bei Ballgewinnen mit Gegenstössen zu. So wuchs der Vorsprung nach dem Wechsel auf 24:18 (40.) und später sogar 31:24 (50.) an. Erst als Lemgo alles auf eine Karte setzte und den siebten Feldspieler brachte, kamen sie nochmal bis auf 32:34 (57.) heran. Doch der starke Pirates-Kapitän Christian Born (Bild) machte mit seinem Treffer zum 35:32-Endstand 40 Sekunden vor Schluss alles klar.
LTV: Nippes, Aumann (n.e.); Kreckler (12/5), Aschenbroich (8), Born (6), Menzlaff (5), Pallach, Lajnef (je 2), Hantusch, Buss, Jansen, Wunderlich (n.e.)

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