Presseberichte zum 38:27 (20:14) gegen LIT Nordhemmern/Mindenerwald

LTV verzichtet aufs Demolieren

Gerade eben hatte Bastian Munkel (Bild) für den Schlusspunkt gesorgt. Mit seinem neunten Treffer stellte er im Gleichklang mit der Schlusssirene den 38:27-Endstand her. Sichtlich erbaut war der erfolgreichste Offensivakteur des Abends aber nicht. "Natürlich bin ich froh, dass es offensiv ganz gut klappt. Aber dafür kassieren wir in der Abwehr acht, neun Treffer über meine Position — das ist einfach viel zu viel", lautete das angenehm selbstkritische Fazit des 25-Jährigen, der vorne in Vertretung von Christian Born die Hebel in der Zentrale der LTV-Handballer bediente.Â

Zwar könnte aufgrund des nackten Ergebnisses auf eine eindrucksvolle Vorstellung des Leichlinger TV gegen die Gäste aus Nordhemmern/Mindenerwald geschlossen werden. Die war es indes nicht. Die Hausherren kamen bei ihrem sechsten Heimsieg dem Niveau des Vorletzten der Dritten Liga ein gutes Stück entgegen. Nach unkonzentriertem Beginn schlich sich die Dominanz des LTV dann auch irgendwie unbemerkt auf die Anzeigetafel. 19:11 führten die Gastgeber vier Minuten vor der Pause. "Aber in solchen Phasen schaffen wir es einfach nicht, den Gegner richtig zu demolieren", merkte Munkel an. Statt mit einem Total- tuckerte Nordhemmern denn auch "nur" mit einem gehörigen Blechschaden in die Pause (14:20). Im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild nur wenig. Auf beiden Seiten wurden die Schwächen in der Defensive nie ganz eingestellt. Durch seine gehobenere Klasse durfte der LTV den Sieg frühzeitig einplanen.

Durch die beiden Zähler gehen die Leichlinger als Tabellendritter in ihre zweiwöchige Spielpause. Bis zur Partie in Ahlen am 10. Dezember wird Born seine Zehenverletzung wohl auskuriert haben. Aber zumindest wissen sie jetzt, dass sie in Munkel einen guten Vertreter in ihren Reihen haben. Der Zugang aus Remscheid benötigte zwar einigen Anlauf, um beim LTV anzukommen. Und er selbst meint auch: "Ich bin noch lange nicht da, wo ich hin will." Aber das gilt vor allem für sein Abwehrverhalten. Im Angriff darf er nach 17 Treffern in zwei Partien durchaus zufrieden mit sich sein.

LTV: Nippes, Aumann (ab 53.) — Munkel (9), Menzlaff (6), Aschenbroich (6/5), Pallach (6), Jansen (6), Lajnef (2), Hantusch (1), Wunderlich (1), Kreckler (1/1), Buss.

Quelle: Rheinische Post
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Pallach glänzt mit sieben Treffern

Nachdem es zu Beginn des Spiels zwischen dem Leichlinger TV und LIT Nordhemmern/Mindenerwald hin und her gegangen war (7:6, 13. Minute), ging es anschließend vehement nur noch in eine Richtung: Die Pirates setzten sich am Ende deutlich mit 38:27 (20:14) gegen das Kellerkind durch.

Dabei waren die Gäste in der Startphase fünfmal mit einem Treffer in Vorlage gegangen — der LTV konnte jeweils ausgleichen, tat sich zu Beginn aber etwas schwer. "Danach haben wir das Spiel aber deutlich kontrolliert und jederzeit das Heft in der Hand gehabt“, meinte Coach Frank Lorenzet zufrieden.

Gegen die in der Abwehr sehr anfälligen Gäste kamen die Leichlinger ein ums andere Male zu zum Teil recht freien Würfen, gaben aber auch etliche schön herausgespielte Würfe ab, die im Kasten des Gegners einschlugen. Dabei konnte sich Kreisläufer Maik Pallach über ungewohnt viele Treffer freuen. Er, der sonst bei seinen Wurfversuchen oft gefoult wird und damit etliche Siebenmeter für sein Team herausholt, konnte am Samstagabend das Gros seiner Versuche ungefoult durchziehen und erzielte so sieben Treffer. Ähnlich effizient ging Achim Jansen über die Außen zur Sache.

"Es ist gut zu sehen, dass wir auch ohne unseren noch verletzten Kapitän Kiki Born ordentlichen Handball bieten können. Jetzt haben wir noch zwei Spiele bis zur Winterpause vor uns. Wenn wir die auch gewinnen, sieht es ganz gut für uns aus“, erklärte Frank Lorenzet.

Leichlinger TV: Nippes (1. — 50.), Aumann (50. — 60.); Munkel (8), Pallach (7), Jansen (7), Menzlaff (6), Aschenbroich (6/5), Lajnef (2), Wunderlich (1), Kreckler (1/1), Hantusch (1), Buss.


Quelle: Ksta

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