Vorberichte 1.DHB-Pokalrunde: HSV Norderstedt - Leichlinger TV

Pirates kampflos im Finale

Los geht es für die Pirates mit dem DHB-Pokal. Bild: HBL.

Unfreiwillig in den Mittelpunkt des deutschen Handballs ist der Leichlinger TV geraten. Denn der von Frank Lorenzet trainierte Drittligist hätte eigentlich heute um 13 Uhr gegen den HSV Norderstedt seine Erstrundenpartie um den deutschen Pokal in Hildesheim austragen müssen. Doch im Norden von Hamburg wird ab sofort kein Handball mehr auf professioneller Basis mehr gespielt. Ein absolutes Novum, dass so kurz vor dem Pflichtspielbeginn eine Mannschaft aus finanziellen Gründen zurückgezogen hat und erstmals der neue Pokalmodus nicht mit einer kompletten Teilnehmerzahl ausgeführt werden kann. „Zum einen haben wir dadurch wesentlich weniger Stress. Zum anderen war dadurch aber auch viel logistischer Aufwand umsonst und für die Tonne. Wie sich das wirtschaftlich auswirken wird, muss man sehen“, betont Trainer und Manger Frank Lorenzet, der erst am späten Abend von dem sportlichen Aus der Norddeutschen erfuhr. Damit haben sich die Leichlinger als erste Mannschaft für die zweite Pokalrunde qualifiziert und warten nun auf den Sieger der Begegnung TSV Hannover-Burgdorf und TuS Nettelstedt-Lübbecke, die am Samstag Abend (20 Uhr) in Hildesheim aufeinandertreffen werden. Am Sonntag findet um 15 Uhr das Endspiel statt, der Sieger zieht in die dritte Runde ein. „Wir hätten gerne zwei Begegnungen an diesem Wochenende absolviert, um noch einmal einige Dinge auszuprobieren. Dadurch ist die Belastung jetzt zwar geringer, doch fehlt uns auch ein Duell auf Augenhöhe“, meint Lorenzet.
Gegen den Sieger aus dem Erstliga-Duell sind die Leichlinger in jedem Fall krasser Außenseiter. Noch nie in der Geschichte des reformierten Pokals hat sich bislang ein Drittligist gegen eine Mannschaft aus der Beletage durchgesetzt. „Wir können in solch einer Partie vollkommen befreit aufspielen und Dinge ausprobieren“, so der Coach weiter, der nun auf eine teure Übernachtung verzichten kann. Erst am Sonntag morgen werden sich die LTV-Handballer in Richtung Niedersachsen in Bewegung setzen.
Weiterhin ausfallen werden die beiden Linkshänder Mike Schulz und Marcus Bouali. Sowohl der Rückraumwerfer als auch der Flügelflitzer werden nach ihren Knieverletzungen noch einige Zeit benötigen, um den Anschluss zu schaffen. Ansonsten stehen Lorenzet alle Akteure für einen Einsatz bereit und eine Woche vor dem Ligastart erweist sich doch die Tatsache, in diesen Tagen nur eine Begegnung absolvieren zu müssen, doch eigentlich als sehr gelegen. 

Quelle: Rheinische Post online
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