Vorberichte: GWD Minden II - Leichlinger TV

Bouali gibt sein Comeback

Erstmals wieder im Pirates-Kader: Marcus Bouali
Erstmals wieder im Pirates-Kader: Marcus Bouali

Nach der Heimniederlage gegen die HSG Krefeld müssen die Leichlinger Drittligahandballer aufpassen, dass sie nicht im grauen Mittelfeld der Liga verschwinden. Um den Kontakt zur Spitzengruppe zu halten, braucht die Mannschaft von Trainer Frank Lorenzet am Samstag (19 Uhr, Hauptschule Dankersen, Minden) bei der Erstliga-Reserve des TSV GWD Minden einen Sieg.
Eine schwierige Aufgabe, denn wegen der Länderspielpause der ersten Bundesliga können die Mindener auf Spieler aus ihrer ersten Mannschaft zurückgreifen. Eine unangenehme Situation für die Leichlinger, mit der sie allerdings in Gummersbach ebenfalls konfrontiert waren und die sie dort mit Erfolg lösten. 
Die Mindener sind mit 2:10 Punkten sehr schlecht in die Saison gestartet, konnten sich aber zuletzt mit drei Siegen in Serie von den Abstiegsplätzen absetzen. „Eine Mannschaft, die viele junge und hungrige Spieler in ihren Reihen hat und die für mich auf jeden Fall ins gesicherte Mittelfeld gehört“, schätzt Lorenzet den Gegner etwas höher als seinen momentanen Tabellenplatz ein. Eine Schwächephase wie zuletzt gegen Krefeld, als der LTV leichtfertig einen Vier-Tore-Vorsprung verspielte, darf man sich auch gegen Minden nicht erlauben.
Der Kader der Leichlinger ist am Samstag komplett. Nach seiner schweren Knieverletzung und einer 16-monatigen Pause wird in Minden zum ersten Mal Marcus Bouali wieder zum Einsatz kommen.

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

--------------

Rachow sieht viele Parallelen zwischen LTV und TuS 82

Viel änderte sich für Hendrik Rachow nicht. Ein beinahe identischer Arbeitsweg, ein ähnlich familiäres Umfeld und Handball auf hohem Niveau - nach seinem Wechsel vom TuS Opladen zum Leichlinger TV musste sich der defensivstarke Kreisläufer kaum umstellen. Nur eines war anders: "Ich gehörte vor allem zu Saisonbeginn noch zu den Neuen der Mannschaft. In Opladen war ich ja fast schon ein alter Hase", sagt er und schmunzelt.
Fünf Jahre sind für einen 26 Jahre alten Handballer in der Tat eine lange Zeit. Missen will er sie nicht. "Ich habe dort viele Freunde gewonnen und auch Erfolge gefeiert", berichtet Rachow. Er meint vor allem die Mittelrhein-Meisterschaft in der Saison 2015/2016, nach der sich der TuS 82 aber gegen eine Teilnahme an den Aufstiegs-Play-offs entschied. Der erhoffte Sprung in die 3. Liga blieb ihm verwehrt. Jetzt hat er ihn geschafft - wenn auch im Trikot der "Pirates".
Dass er irgendwann mal für Frank Lorenzets Leichlinger auflaufen würde, deutete sich schon vor längerer Zeit an. "Der Kontakt war schon vor meinem Wechsel im Sommer da. Damals hat es noch nicht gepasst, aber es war klar, dass es irgendwann klappen wird", sagt Rachow, der in Köln Sonderpädagogik studiert und wegen der Nähe zu Opladen auch mehrfach Spiele in Leichlingen von der Tribüne aus verfolgte.
Die großen Unterschiede zwischen Opladen und Leichlingen? "Der Trainingsaufwand ist der gleiche. In der Trainingsbeteiligung gibt es aber deutliche Unterschiede", sagt der 1,94-Meter-Mann. In Leichlingen käme es selten vor, dass ein Spieler das Training verpasse. Kein Wunder: "Wir sind ja alles Vertragsspieler. Da sollte das auch selbstverständlich sein."
Ansonsten beobachtet er viele Parallelen zwischen beiden Klubs. Angenehm sei vor allem das Leichlinger Umfeld. "Bei beiden Vereinen habe ich viele nette Menschen kennengelernt." Beim LTV steht mit Harald Feuchtmann sogar ein Nationalspieler im Kader. Rachow: "Da staunt man zunächst und kann sich eine Menge abschauen." Internationale Erfahrung kann aber auch er aufweisen. Bei einem Auslandsjahr in Frankreich stieg Rachow mit Caen HB in die Dritte Liga auf. Zuvor feierte er bei Bayer Dormagen als junger Spieler ein paar Einsätze in der dritthöchsten Spielklasse.
Für den Tabellensiebten Leichlingen (9:7 Punkte), der heute (19 Uhr) bei der TSV GWD Minden II antritt, kommt der Student bisher meistens von der Bank. Wenn, wie zuletzt bei der Niederlage gegen die HSG Krefeld, Jannes Hertlein einen guten Auftritt zeigt, bleibt Rachow oft nur die Zuschauerrolle. "Das ist völlig in Ordnung. Wenn jemand einen schlechten Tag hat, bin ich da - und umgekehrt."
Dass die Pirates ausgerechnet in der Länderspielpause auf die Bundesligareserve aus Minden treffen, sieht der Rechtshänder als Herausforderung: "Trotz der Niederlage gegen Krefeld hat sich unsere Defensive stabilisiert. Minden steht in der Tabelle hinter uns, daher sollten wir dort gewinnen." Mit Blick auf die Tabelle sei seine Mannschaft ohnehin "nicht da, wo wir uns das vorstellen. Die Top vier sollten das Ziel sein", sagt Rachow.

Quelle: Rheinische Post

Zurück

Premium Partner

Business Partner