Vorberichte: GWD Minden II - Leichlinger TV

LTV sucht in Minden nach Geschmeidigkeit


Nach den zuletzt eher mäßigen bis tristen Vorstellungen des Leichlinger TV wäre die Erinnerung an das Hinspiel gegen GWD Minden II gut geeignet als Stimmungsaufheller für die Drittliga-Handballer. Nach schleppendem Beginn ging der LTV recht ungnädig mit den Gästen um und verpasste ihnen eine 19:33-Niederlage. Aber der bisher höchste Saisonsieg des Teams von Trainer Frank Lorenzet ist vor dem Rückspiel (heute, 20.30 Uhr) in Dankersen zu einem Muster ohne jeglichen Wert verkommen.

Denn Geschmeidigkeit und Spielwitz sind irgendwo zwischen September und Weihnachtszeit auf der Strecke geblieben. Jahresübergreifend wurden nun vier unbefriedigende Auftritte aneinandergereiht. Lorenzets Wunsch nach "einem guten Spiel mit einer vernünftigen Einstellung" ist in diesem Jahr von seinem Team noch nicht erfüllt worden. Manche Gründe dafür sind von außen zu beobachten. Zum Beispiel "sind wir wohl die Mannschaft mit der schlechtesten Chancenverwertung in der Liga", meint Lorenzet. Auch hat etwa Torwart Stefan Nippes bislang noch nicht wieder sein überdurchschnittliches Niveau der Hinrunde erreicht. "Um ihn mache ich mir aber keine Sorgen", sagt Lorenzet.

Tiefer sitzt aber wohl die Problematik, die versteckt in den Köpfen der Spieler sitzt. Was das Team an Verunsicherung zu viel hat, fehlt ihm an Selbstbewusstsein. Diesen Anschein vermitteln die Akteure seit dem eher glücklichen Remis bei Schlusslicht Ahlen im Dezember. Lorenzet fordert zudem "mehr Willen und Biss" von seinem Team.

Das dürfte heute nicht so leichtes Spiel haben wie in der Hinrunde. Da die Zweite Liga pausiert, dürften sich auf dem Feld Verstärkungen aus der ersten Mindener Mannschaft vor dem LTV auftürmen. "Aber mir ist egal, wer bei denen spielt. Mich interessiert nur, wie wir uns präsentieren", sagt Lorenzet, der in Christian Born (Kapselverletzung) einen angeschlagenen Akteur mit auf die Reise nimmt.

Quelle: Rheinische Post online

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