Vorberichte: HSG Krefeld - Leichlinger TV

Lorenzet ist von Vukas enttäuscht

Ante Vukas schließt sich nach der Saison der SG Schalksmühle-Halver an
Ante Vukas schließt sich nach der Saison der SG Schalksmühle-Halver an

Ereignisreiche Tage vergehen derzeit in Leichlingen. An den Wochenenden stehen regelmäßig Spitzenspiele an - und unter der Woche produziert der Westdeutschen Handballmeister immer wieder brisante Neuigkeiten. Die jüngste: Torhüter Ante Vukas verlässt den Verein zum Saisonende und wird künftig für den Ligakonkurrenten SG Schalksmühle-Halver auflaufen. Er unterschrieb im Sauerland einen Vertrag über drei Jahre.
"Ich habe eine neue sportliche und berufliche Herausforderung gesucht und mich deshalb für diesen Schritt entschieden", begründet der 25-Jährige seinen Schritt, der den LTV aus dem Nichts traf: "Wir hatten keine Chance, vorher mit dem Spieler zu sprechen", sagte Trainer-Manager Frank Lorenzet verärgert.
Wenn morgen Abend (19.30 Uhr) das Spiel bei der HSG Krefeld angepfiffen wird, will der Coach das Thema weitgehend aus dem Kopf haben. "Ante ist weiterhin Angestellter des Vereins. Wir gehen mit der Situation professionell um", betont der Trainer, der im Training am Donnerstag das Thema ein letztes Mal ansprach. "Ich bin kein Freund davon, hinter dem Rücken über andere zu reden." Deshalb mache er aus seiner Enttäuschung über den Wechsel kein Geheimnis. "Ante steht jetzt natürlich unter Beobachtung", betont Lorenzet. Im jüngsten Spiel gegen den VfL Eintracht Hagen (30:35) hatte der Kroate nach zuvor überzeugenden Leistungen einen rabenschwarzen Tag erwischt.
Die Krefelder machten mit dem Spielplan der dritten Liga ähnliche Erfahrungen wie der LTV. In den vergangenen vier Partien setzte es gegen den Neusser HV, den Longericher SC, den TSV Bayer Dormagen und den VfL Eintracht Hagen ausschließlich Niederlagen. Der LTV verlor seine Duelle gegen Hagen und in Neuss. "Wir können das aber richtig einordnen", sagt Lorenzet. Die personellen Probleme der Leichlinger halten derweil an: Nach aktuellem Stand fährt der LTV lediglich mit neun Feldspielern nach Krefeld.
Für Lorenzet ist das Spiel in erster Linie ein Verfolgerduell: "Krefeld ist wie wir einer der Kandidaten für die Kategorie 'best of the rest'", betont der Coach, dessen personell gebeuteltes Team nach seiner Auffassung nicht mehr als Meisterschaftskandidat durchgehen kann. "Zunächst wollen wir uns vernünftig in die Winterpause verabschieden und dann die Saison so gut es geht zuende spielen", sagt Lorenzet. Nach Krefeld empfangen die "Pirates" am 18. Dezember (17 Uhr) noch die HSG Handball Lemgo II. Dann wolle man in Ruhe schauen, ob der Markt Verstärkungen hergibt.

Quelle: Rheinische Post

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Vukas verlässt den LTV

Die schlechten Nachrichten reißen für die Leichlinger Drittligahandballer nicht ab. Der saisonbeendende Verletzung von Mike Schulz und den beiden Niederlagen gegen Neuss und Hagen folgte nun die Hiobsbotschaft, dass Torhüter Ante Vukas die Pirates am Saisonende verlassen wird. Der Kroate schließt sich dem Ligakonkurrenten SG Schalksmühle-Halver an, dort unterschrieb er bereits am Dienstag einen Vertrag über drei Jahre. 
LTV-Trainer Frank Lorenzet zeigte sich von der Entscheidung seines ersten Torhüters völlig überrascht und sehr enttäuscht, denn ein Gespräch mit den Verantwortlichen beim LTV habe es vorher nicht gegeben: „Ante hat uns immer signalisiert, dass er sich in Leichlingen wohlfühlt. Wir haben in den vergangenen drei Jahren viel in ihn investiert, ihm berufliche Perspektiven und eine neue Heimat gegeben. Jetzt zieht er ins Niemandsland, ohne sich dabei sportlich zu verbessern.“ Steine will man ihm beim LTV aber nicht in den Weg legen. „Reisende soll man nicht aufhalten. Wir waren in solchen Dingen immer fair“, so Lorenzet.
In der Meisterschaft ist die Titelverteidigung für den LTV indes kein Thema mehr. Hinter dem immer noch verlustpunktfreien Spitzenduo aus Hagen und Neuss geht es für die anderen Teams nur noch um die Plätze drei bis sieben, die zur Teilnahme am DHB-Pokalwettbewerb berechtigen.
Zur Gruppe der Enttäuschten gehört auch die HSG Krefeld. Der nächste Gegner des LTV (Samstag, 19.30 Uhr, Königshof, Krefeld) war mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestartet, steht nun mit 12:12 Punkten auf dem achten Platz aber weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Trotzdem ist der Kader der HSG extrem stark bestückt. Lorenzet sieht seine Mannschaft deshalb nicht in der Favoritenrolle.
 
Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

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