Vorberichte: Leichlinger TV - Ahlener SG

50 Jahre, 50 Liter Freibier

Das Team der Ahlener SG (Foto: Ahlener SG)
Das Team der Ahlener SG (Foto: Ahlener SG)

Mit einer Serie von 10:2 Punkten und dank des Erfolgs im Nachholspiel beim OHV Aurich am vergangenen Wochenende haben sich die Drittligahandballer des Leichlinger TV bis auf den vierten Tabellenplatz vorgearbeitet. Damit steht der LTV nun da, wo ihn Pirates-Trainer und Manager auch erwartet hatte: Direkt hinter den drei Top-Teams aus Ferndorf, Krefeld und Dormagen.
Am Freitag (20 Uhr) erwartet Lorenzet von seinen Spielern im Heimspiel gegen die Ahlener SG ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk. Der Coach wurde am Mittwoch 50 Jahre alt und würde mit Freunden, Fans und Spielern bei 50 Litern Freibier nach dem Spiel sehr gerne auf einen Sieg anstoßen.
Vor der Geburtstagsparty im Ostermann Forum sieht Lorenzet aber gegen Ahlen viel Arbeit auf sich und seine Spieler zukommen. Im zweiten Jahr ihrer Ligazugehörigkeit, in der vergangenen Spielzeit sicherten sich die Gäste erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt, läuft es bei den Ahlenern bisher gut. Alle wichtigen Spiele konnten gewonnen werden. Gegen die Abstiegskandidaten Habenhausen, Volmetal und zuletzt gegen Korschenbroich gelangen Siege. Auch der Aufsteiger aus Menden und die Reserve des VfL Gummersbach wurden bezwungen und in der Tabelle auf Abstand gehalten. Zusätzlich teilte man sich die Punkte mit Aurich und Lemgo. Damit haben die Ahlener als Tabellenneunter gegen alle Mannschaften hinter sich gepunktet.
Umgekehrt holte die ASG aber auch noch nicht Zählbares gegen die Teams aus der oberen Tabellenhälfte. Ginge es nach dem Geschmack der Leichlinger dann könnte das vorerst auch so bleiben. Dennoch muss der LTV laut Lorenzet auf alles vorbereitet sein: „Ahlen hat sehr erfahrene Spieler in seinen Reihen. Erwischen die einen guten Tag, dann ist die ASG für jeden in der Liga gefährlich.“ Seine Mannschaft sieht Lorenzet aber nach den zuletzt guten Leistungen auf Kurs. Fehlen wird nur Torhüter Carsten Mundhenk. Für ihn steht zum ersten Mal Dean Christmann von TuSEM Essen im Kader.

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

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Wie die Neuen den LTV prägen

Das Gesicht des Leichlinger TV hat sich in dieser Saison stark verändert - und doch mischen die "Pirates" in der 3. Handball-Liga auf Platz vier (19:9 Punkte) oben mit. Heute Abend (20 Uhr, Ostermann-Forum) möchte die Mannschaft von Teamchef Frank Lorenzet die Hinrunde mit einem Sieg gegen die Ahlener SG abschließen. "Alles andere als ein Erfolg wäre eine Enttäuschung", sagte der Trainer, der unter der Woche seinen 50. Geburtstag feierte, bereits nach dem jüngsten Sieg im Nachholspiel beim OHV Aurich. Gegen den Abstiegskandidaten Ahlen hat der LTV gute Chancen, den nächsten Sieg einzufahren. Das verdankt er auch seinen Neuzugängen, wie wir uns genauer angeschaut haben.

Mathis Stecken Die Qualität seines Vorgängers Ante Vukas war unbestritten hoch - und doch ersetzte Stecken ihn beinahe perfekt. Seine Leistungen sind zwar (noch) nicht immer konstant, doch das war Vukas auch nicht. Dafür rettete der ehrgeizige Stecken in wichtigen Situationen bereits mehrfach spektakulär. Ein guter Anfang, wechselte der 24-Jährige doch aus der tieferklassigen Oberliga zum LTV. Er erweist sich zunehmend als Glücksgriff.

Carsten Mundhenk Der Routinier sprang spontan ein, nachdem sich der eigentlich als Nummer zwei eingeplante Damian Bungart erneut am Rücken verletzte. Seitdem ein zuverlässiger Partner Steckens. Im Spiel gegen die Bergischen Panther zeigte er einige Glanztaten.

Dean Christmann Der Essener kam von TuSem und hat seitdem ein Zweitspielrecht. Er soll Mundhenk, der privat und beruflich stark eingebunden ist, entlasten. Bisher ohne Einsatz, dürfte aber am Freitag im Kader stehen.

Tim Menzlaff Der Rückkehrer ist auf dem Feld eine Erscheinung und erweist sich als absoluter Gewinn für die Leichlinger. Der 2,01 Meter große Hüne bringt Angreifer im Innenblock gemeinsam mit Nebenmann Jannes Hertlein immer häufiger zum Verzweifeln. Der Rechtshänder zeigt konstant gute Leistungen auf hohem Niveau.

Jannes Hertlein Es steht bereits seit längerer Zeit fest, dass der Kreisläufer zur neuen Saison in seine ostfriesische Heimat Aurich zurückwechselt. Den Pirates dürfte der Abgang des Ostfriesen schmerzen, da sich sein Zusammenspiel mit Menzlaff im Innenblock zunehmend verbessert hat. Nicht nur Lorenzet sieht die sportlichen Qualitäten Hertleins und betont außerdem: "Auch menschlich ist Jannes ein wirklich toller Kerl."

Hendrik Rachow Der ehemalige Opladener fand sich beim ehemaligen Rivalen in Leichlingen schnell zurecht. Am gegnerischen Kreis erledigt er viel Drecksarbeit und steckt dabei viel ein - was eine wertvolle Qualität ist. Auch defensiv ist er ein Mann, der den Gegner entschlossen anpackt.

Lukas Schulz Zu Beginn der Saison wenig eingesetzt und daher unauffällig. Im Laufe der Hinrunde erhielt er aber mehr Spielanteile und zeigte seine Qualitäten als Spielmacher. In der Mitte besitzt er eine gute Übersicht. Er versucht gezielt, die häufig unauffälligere linke Seite der Blütenstädter in Szene zu setzen.

Harald Feuchtmann Der Deutsch-Chilene ist Nationalspieler und vom Namen her der prominenteste Neuzugang der Leichlinger. Doch ihm gelang es bisher nicht, die linke Problemseite zu beheben. Erst elf Treffer und immer weniger Spielzeit stehen zu Buche, zuletzt verzichtete Lorenzet sogar bisweilen komplett auf Feuchtmann. In Aurich traf er nun wieder, sagte aber auch: "Zufrieden bin ich mit mir nicht."

Bastian Munkel Zu Beginn der Saison noch eher blass, verdrängte er zunehmend Feuchtmann auf der linken Seite. Nachdem die Abwehr auch dank Munkel besser steht, zeigt der Rückkehrer seine Qualitäten auch offensiv und trifft konstant. Mit jedem Spiel wird er auch als Führungsspieler wichtiger.

Quelle: Rheinische Post

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