Vorberichte: Leichlinger TV - GWD Minden II

Breite Brust, schmale Kulissse

Nach zwei Siegen zum Auftakt gehen die Drittliga-Handballer des Leichlinger TV selbstbewusst ins Heimspiel gegen GWD Minden II. Nur der bislang magere Zuschauerzuspruch trübt die Stimmung bei Trainer Frank Lorenzet.

Wenn am Sonntag um 17 Uhr in der Halle Am Hammer die Partie des Leichlinger TV gegen GWD Minden II beginnt, wird auch gut 200 Kilometer nordöstlich ein Handballspiel angepfiffen. Das des Zweitliga-Teams von Grün-Weiß Dankersen gegen Saarlouis. Somit sollte ausgeschlossen sein, dass die Mindener bei ihrem Auftritt in der Blütenstadt Verstärkung aus der ersten Mannschaft erhalten.

"Auf dem Papier macht das die Aufgabe für uns einfacher", meint LTV-Trainer Frank Lorenzet, lässt sein Aussage aber so nicht stehen.

Denn jedes Schriftstück habe eine zweite Seite. Und auf der steht in diesem Fall: "Im letzten Jahr haben wir gegen die vermeintliche B-Formation von Minden zu Hause verloren. Im Rückspiel hatten sie Verstärkung aus der ersten Mannschaft, und wir haben gewonnen." An Fakten mit Warnpotenzial mangelt es Lorenzet vor dem zweiten Liga-Heimspiel ohnehin nicht. "Minden hat drei, vier A-Jugend-Nationalspieler. Alle sind dort top-ausgebildet und trainieren unter Profi-Bedingungen."

Aber ähnlich schwer wiegen die Argumente, die für den LTV sprechen. Zuletzt war er vor sechs Jahren mit zwei Liga-Siegen in eine Saison gestartet. Entsprechend befreit in den Köpfen und breit im Brustumfang kann das Team die nächsten Aufgaben angehen. Es müsste nur an die Leistung der Vorwoche anknüpfen. Nur eine Handvoll technischer Fehler unterlief Leichlingen da gegen Edewecht, alle Mannschaftsteile präsentierten Wettbewerbstauglichkeit. Dabei ragten die Außen Achim Jansen (Lorenzet: "Er hat von mir nach dem Altenhagen-Spiel einen ordentlichen Tritt bekommen und die richtige Reaktion gezeigt") und Nico Wunderlich ("Er ist ein Kämpfer, solide in der Abwehr und daher derzeit die Nummer eins") noch heraus. Die Kehrseite davon besagt, dass sich Ousse Lajnef und Jonas Schuster vorerst im zweiten Glied wiederfinden.

So gibt es nur wenig, das bei den Leichlingern keine zwei Seiten hat. Eines ist allerdings die Zuschauerresonanz, die zum Minusgeschäft in Sachen Finanzen und Stimmung taugt. Waren die 150 Gäste im Pokal gegen Neuhausen noch erklärbar (zeitgleich eröffnete der BHC seine Saison, und die Bayer-Fußballer spielten), macht die schmale Kulisse am vorigen Wochenende (250) Lorenzet etwas ratlos. "Das ist enttäuschend. Aber das ist seit Jahren ein großes Thema bei uns", meint der Trainer-Manager in der Hoffnung, dass am Sonntag möglichst viele das hiesige Stadtfest mit einem Besuch Am Hammer ausklingen lassen.

Quelle: Rheinische Post online
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LTV will Youngster-Truppe stoppen

Drittligist Leichlinger TV empfängt morgen die Reserve der GWD Minden.

Die ersten Eindrücke sind ausgesprochen positiv. Der Leichlinger TV trat vor eigenem Publikum gegen Edewecht als homogene Einheit auf, nahm zuvor die Hürde beim Angstgegner Altenhagen-Heepen. "Ja, das stimmt. Wir sind gut drauf“, sagt Trainer Frank Lorenzet — und schiebt die Begründung sofort hinterher: "Wir haben in der Vorbereitung einiges auf die Beines gestellt.“

Es sind die so wichtigen Automatismen, die den LTV auszeichnen. "Letztes Jahr mussten wir eine fast komplett neue Mannschaft formieren. Langsam aber sicher sind wir eingespielt. Und wir sind von Verletzungen weitgehend verschont geblieben.“ Nur Rainer Hantusch steht nicht zur Verfügung. Dabei wären gerade dessen Fähigkeiten gefragt. Vorne wie hinten. "Mit ihm hätten wir noch mehr Variationsmöglichkeiten“, weiß Lorenzet.

Morgen kommt mit dem TSV GWD Minden 2 eine herausragend besetzte, junge Truppe in die Sporthalle Am Hammer. Dass die Partie um 17 Uhr angepfiffen wird, ist kein Zufall: Die GWD-Erste spielt zeitgleich. Gut möglich, dass nicht alle Jungstars, die in beiden Teams mitwirken dürfen, den Weg in die Blütenstadt antreten. "Aber auch ohne Südmeier, Bartsch und Helmdach hat Minden in Ferndorf zum Auftakt einen Punkt geholt“, mahnt Lorenzet zur besonderen Vorsicht. Altenhagen-Heepen wurde mit 40:27 aus der Halle gefegt. GWD baut traditionell auf den eigenen Nachwuchs, der sich anschickt, in der A-Jugend-Bundesliga die Konkurrenz in Grund und Boden zu spielen


Quelle: Solinger Tageblatt online

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