Vorberichte: Leichlinger TV - HSG Bergische Panther

Der letzte Höhepunkt für den Leichlinger TV

Zu Gast: HSG Bergische Panther

Wenn die Handballer des Leichlinger TV heute Abend (20 Uhr, Ostermann-Forum, Am Hammer) auf die HSG Bergische Panther treffen, haben sie die Möglichkeit, das letzte Saisonziel schon vor dem letzten Spieltag zu erreichen. Ins Derby gegen den Aufsteiger gehen die Leichlinger als Favorit. Der Verein rechnet mit einer vollen Halle. Weil der Kölner Konkurrent SC Longerich zuletzt überraschend Bayer Dormagen schlug, hat das Team von Trainer Frank Lorenzet nun zwei Chancen, auch rechnerisch den vierten Platz zu sichern.

Der berechtigt zur Teilnahme am DHB-Pokal, die Mannschaften dahinter müssen mühsame und zeitaufwendige Play-offs ausspielen. "Longerich klebt uns noch an der Hacke", sagt Lorenzet, der am Saisonende freilich viel lieber den dritten Platz belegen würde. Dann wäre er nicht nur im Pokal, sondern hätte auch die kritischen Stimmen eines Besseren belehrt, die nach dem Radikalumbruch im Sommer und dem holprigen Saisonstart skeptisch wurden. "So langsam ist der Tank leer", klagt Lorenzet, dessen Team ohnehin schon seit einiger Zeit reduziert trainiert. Es war eine anstrengende Spielzeit, die nun einen letzten Höhepunkt bereithält.
Das macht das Derby gegen die Panther, die sich als Liga-Neuling bisher gut verkauften, umso spannender. "Sie spielen eine überragende Rückrunde und eine tolle Saison", lobt Lorenzet den kommenden Gegner. "Es wäre für beide Mannschaften toll, wenn es heute Abend eine volle Halle gibt." Die Anreise der Gäste-Fans dürfte kein Problem sein. Die Handballspielgemeinschaft könnte bei gutem Wetter theoretisch mit dem Fahrrad anreisen. Umso mehr Ansporn für die Gastgeber, die Chef Lorenzet mit Blick auf die Konkurrenz "zum siegen verdammt" sieht, damit der LTV die Pokal-Play-offs vermeidet.

Sollte es wie zu erwarten mit dem dritten oder vierten Platz klappen, werden Leichlingen mindestens fünf neue Spieler im Pokal unterstützen. Neben den drei bereits bekannten Zugängen David Ferne, Alexander Kübler und Henning Padeken plant Lorenzet noch zwei weitere Verstärkungen. "Es wird sich mit Sicherheit noch etwas tun und wir werden zwei Leute verpflichten", sagt er. Ein gewisser Handlungsbedarf besteht, denn immerhin verlassen nach aktuellem Stand gleich sechs wichtige Akteure die Blütenstadt. Spätestens Mitte Mai dürften die Planungen abgeschlossen sein.

Zur neuen Saison steht dann auch wieder Marcus Bouali zur Verfügung, der aktuell als einziger Spieler fehlt. Muskuläre Probleme bremsen den spielstarken 25-Jährigen seit Dezember immer wieder aus, weil das einst durch einen Kreuzbandriss lädierte Knie in Mitleidenschaft gezogen wird. "Er war ja eine Zeit lang auf dem Level, das er leisten kann", sagt Lorenzet. Doch nun absolviert Bouali erneut ein komplettes Aufbauprogramm - auch aus Sicherheitsgründen.

Quelle: RP online
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Volles Haus beim Derby

Kurz vor Ende der Saison kommt es im Rheinisch-Bergischen-Kreis noch einmal zu einem echten Handball-Höhepunkt. Heute Abend treffen die beiden Drittligisten Leichlinger TV und HSG Bergische Panther ab 20 Uhr im Lokalderby im Leichlinger Ostermann Forum aufeinander. Das Hinspiel fand in Burscheid in einer ausverkauften Schulberghalle statt und auch für das Rückspiel rechnet man wieder mit über 500 Zuschauern. Auf beiden Seiten freut man sich sehr auf das erneute handballerische Kräftemessen der Nachbarstädte.

Wie im Hinspiel sind die Karten klar verteilt. Der in der Liga etablierte LTV ist Favorit, der Aufsteiger aus Burscheid ist Außenseiter. Im Hinspiel passten diese Rollen, denn die Pirates siegten souverän mit 29:23. Mit der großen Entscheidung über Auf- und Abstieg haben die Kontrahenten schon lange nichts mehr zu tun, sie würden aber sehr gerne einer für sie bislang fantastisch verlaufenden Saison nun die Krone aufsetzen. Die Mannschaft von LTV-Trainer Frank Lorenzet spekuliert auf die Bronzemedaille und hätte damit das für den Coach maximal Mögliche erreicht: „Ferndorf und Dormagen waren für mich von Beginn an die Favoriten. Mit deren Kader und deren wirtschaftlichen Mitteln können und wollen wir uns nicht messen.“

Für die Panther, die als Aufsteiger eine unglaubliche Saison spielen und auf jeden Fall mit einem positiven Punktekonto ins Ziel einlaufen werden, wäre ein Derby-Sieg natürlich das i-Tüpfelchen. Panther-Trainer Marcel Mutz sieht das aber ganz entspannt: „Eine solche Saison hatte uns niemand zugetraut, wir haben Großartiges geleistet und können jetzt ganz ohne Druck in das Duell mit dem LTV gehen.“ Die Chancen seiner Mannschaft bewertet Mutz realistisch: „Wir brauchen einen Sahnetag, gleichzeitig muss der LTV einen gebrauchten Tag erwischen. Nur dann ist für uns etwas möglich.“ Im Hinspiel konnten die Panther nur knapp eine halbe Stunde lang bis zur 12:11-Führung mithalten. 

Gegenseitig zollt man sich großen Respekt. „Die Panther sind für mich einer der besten Aufsteiger der vergangenen Jahre. Sie haben nicht nur 18 Punkte in der Hinrunde geholt, sondern sie konnten dieses sensationelle Resultat in der Rückrunde sogar noch einmal bestätigen. Der Verein und Marcel Mutz als Trainer haben tolle Arbeit geleistet“, so Frank Lorenzet, für den es als Coach und Spieler mit Vergangenheit in Burscheid und Hilgen ohnehin ein ganz besonderes Match ist.

Mutz schätzt die individuelle Klasse des Gegners: „Der LTV ist extrem stark besetzt und wenn der beste Angriff der Liga einmal in Fahrt kommt, dann ister kaum zu stoppen.“ In einem sind sich die Trainer hundertprozentig einig: „Nach einer solchen Saison haben es unsere Spieler verdient, noch einmal vor einer tollen Kulisse zu spielen.“

Qulle: Bergischer Volksbote Burscheid online
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