Vorberichte: Leichlinger TV - HSG Handball Lemgo II

Padeken geht, "ein bis zwei neue Spieler kommen dazu"

Henning Padeken
Henning Padeken

Frank Lorenzet ist mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht unzufrieden. Die Leichlinger Drittligahandballer liegen als amtierender Meister zwar nur auf dem fünften Tabellenplatz, doch der LTV-Coach weiß das einzuordnen: „Die Liga ist in der Spitze sehr stark besetzt. Mit Neuss und Hagen gibt es zwei herausragende Teams, Longerich kommt direkt dahinter. Wir sind mit einem kleinen Kader ins Rennen gegangen und hatten dann großes Verletzungspech. Durch diese Saison müssen wir jetzt einfach durch.“
Mit einem Sieg im letzten Spiel der Hinrunde gegen die HSG Handball Lemgo II könnte der LTV die Bilanz am Sonntag (17 Uhr) im Heimspiel im Smidt Forum noch etwas aufpolieren. Für Lorenzet ist der Tabellennachbar schwer einzuschätzen. Die Leistungsamplitude bei Lemgo weist extreme Schwankungen auf. Enttäuschungen wie die Niederlagen gegen Minden und Baunatal stehen Überraschungen wie zuletzt beim Auswärtssieg in Dormagen gegenüber. Gegen seine Mannschaft rechnet Lorenzt mit einem sehr engagierten Kontrahenten, der nur mit einer eigenen herausragenden Leistung zu bezwingen sein wird. Mit einem Erfolg würde der LTV eine kleine Lücke zwischen dem fünften und sechsten Tabellenplatz reißen und könnte etwas entspannter in die Rückrunde gehen.
Personell hat sich beim LTV nichts getan. Zum vorerst letzten Mal kann Lorenzet auf Henning Padeken bauen, der anschließend seinen Auslandaufenthalt in Australien antritt. Deshalb wird der LTV in der Winterpause seinen Kader verstärken. „Ein bis zwei neue Spieler kommen dazu“, verspricht Lorenzet.

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
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Bouali kämpft sich zurück

Wie viel Pech kann ein Handballer haben? Seit dem Sommer beschäftigt Marcus Bouali genau diese Frage. Der Neuzugang des Drittligisten Leichlinger TV absolvierte noch keine einzige Minute für seinen neuen Verein auf dem Feld. Bei einem Vorbereitungsturnier im August riss sich der Linkshänder das Kreuzband - nicht zum ersten Mal. Schon Monate zuvor hatte der 23-Jährige wegen der gleichen Verletzung am selben Knie monatelang aussetzen müssen. Ein Einsatz noch in dieser Saison ist ausgeschlossen.
"Die zweite Verletzung machte die Sache nicht einfacher", berichtet Bouali, der sich zwei Operationen unterziehen musste. Beim ersten Eingriff kümmerten sich die Ärzte um seinen ebenfalls beschädigten Außenmeniskus. Bei der zweiten Operation vor rund einer Woche setzte der Doktor ihm schließlich ein neues Kreuzband ein. "Mir blieb keine andere Wahl", sagt der Handballer. "Ich tue alles, um so schnell wie möglich zurück zu kommen." So schnell wie möglich - das heißt frühestens zu Beginn der kommenden Saison. Bis dahin absolviert Bouali, der im Sommer aus Neuss in die Blütenstadt gewechselt war, seine Reha. Aktuell umfasst das drei bis vier Einheiten pro Woche.
"Bald werde ich aber täglich an meinem Heilungsprozess arbeiten", sagt der Handballer. Er bleibt trotz des Rückschlages kämpferisch. Auch wenn er seinem Team auf dem Feld im Moment nicht helfen kann, sitzt der vom Pech verfolgte 23-Jährige in den Spielen stets als heimlicher "Co-Trainer" auf der Bank. "Ich versuche, im Spiel meine Eindrücke so gut es geht an die Mannschaft weiterzugeben", sagt Bouali. Folglich wird er auch morgen Nachmittag (17 Uhr, Smidt-Forum) im Heimspiel gegen die Reserve der HSG Handball Lemgo am Spielfeldrand mitfiebern. Dabei sollte sein Wechsel nach Leichlingen den Sportler eigentlich wieder an den Handball heranführen.
Bei seinem Ex-Verein TuSEM Essen spielte er für kurze Zeit in der 1. Bundesliga, ehe es für den Klub abwärts ging. Nach einigen Jahren in der zweiten Bundesliga sowie seiner Zeit beim TuS Blankenstein führte sein Weg über den Neusser HV schließlich nach Leichlingen. "Das ist eine tolle Gelegenheit für mich", sagt Bouali und kündigt an: "Nächste Saison greife ich dann richtig an."
Seiner Mannschaft, die nach dem Torfestival bei der HSG Krefeld (37:26) Fünfter ist, traut er noch einiges zu: "Wir gehören nach wie vor zu den besten Teams der Liga. Unsere Verletzungsprobleme machen uns aber sehr zu schaffen." Neben Bouali fällt auch Mike Schulz (Kreuzbandriss) langfristig aus. Außerdem verlässt Henning Padeken die "Pirates" im Januar wohl endgültig. Es gibt also viel zu tun für Trainer-Manager Frank Lorenzet - und das Team insgesamt. "Wir ergeben uns deshalb aber nicht gleich freiwillig", betont Bouali, für den trotz seiner schwierigen Geschichte zweifellos das gleiche gilt.

Im kommenden Jahr hat er eigentlich nur einen Wunsch: endlich wieder Handball spielen - verletzungsfrei.

Quelle: Rheinische Post

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