Vorberichte: Leichlinger TV - HSG Krefeld

Ein Gegner mit hohen Zielen

Das Team der HSG Krefeld (Foto: HSG Krefeld)
Das Team der HSG Krefeld (Foto: HSG Krefeld)

Zum Verfolgerduell haben die Leichlinger Drittligahandballer am Samstag (19 Uhr) den Tabellenzweiten HSG Krefeld im Ostermann-Forum zu Gast. Die Eagles sind die Mannschaft, die sich vor der Saison mit acht Neuzugängen wohl am kräftigsten verstärkt hat. Unter anderem kamen Jens Reinarz und Simon Ciupinski vom VfL Eintracht Hagen sowie Henrik Schiffmann, Michel Mantsch und Max Zimmermann vom TV Korschenbroich. 
Entsprechend hoch sind die Ziele der Krefelder gesteckt. Hinter dem TuS Ferndorf gehört man zusammen mit dem TSV Bayer Dormagen zu den Meisterschaftsfavoriten. Bislang wurden man diesem Anspruch gerecht, auch wenn es bereits eine Niederlage gegen Ferndorf und eine eher überraschende Pleite beim TSV GWD Minden II gab.
Gerne erinnert man sich bei den Leichlinger an die letzten drei Spiele gegen die HSG, die der LTV alle für sich entscheiden konnte. Die Karten sind aber diesmal völlig neu gemischt. Laut LTV-Trainer Frank Lorenzet werden in dieser Partie Kleinigkeiten den Ausschlag über Sieg und Niederlage geben. Seine Mannschaft sieht der Coach nicht in der Favoritenrolle aber auf Augenhöhe mit dem Gegner.

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

--------------

Tim Menzlaff ist eine Konstante beim LTV

Vor Tim Menzlaff sollte man sich in Acht nehmen - jedenfalls wenn man ihm auf dem Handballfeld begegnet. Der 2,01 Meter große Rückraumspieler des West-Drittligisten Leichlinger TV ist nicht nur physisch eine eindrucksvolle Erscheinung, sondern auch gleichermaßen konsequenter Verteidiger wie treffsicherer Schütze. Nach zwei Jahren bei der SG Langenfeld fügt sich Menzlaff wieder nahtlos in die Mannschaft von Trainer Frank Lorenzet ein und gehört seither zu den Leistungsträgern. "Ich bin total zufrieden mit Tim", bewertet Lorenzet den Rückkehrer. "Er hatte keine Anpassungsprobleme, sondern hat direkt wieder reingefunden."
Tatsächlich gehört Menzlaff in dieser Spielzeit zu den Konstanten beim LTV - und das, obwohl der 31-Jährige nun eine viel defensivere Rolle als in Langenfeld spielt. "Er hat seine Leistung bisher gebracht", sagt Lorenzet. Tatsächlich ist der altbekannte Neuzugang ein Grund dafür, dass sich die oftmals wackelige Abwehr langsam aber sicher zu stabilisieren scheint. "Er ist nicht mehr ein junger Hüpfer, sondern gehört jetzt zu den erfahrenen Leuten im Team", merkt der Trainer an und lobt: "Er kommt vielleicht etwas introvertiert rüber, aber die Mentalität ist da. Tim ist jemand, der auch vom menschlichen her eine Mannschaft zusammenhalten kann."
Tatsächlich kommt der neben dem Platz eher ruhige Menzlaff im Spiel oftmals als Anführer daher. Nicht unbedingt durch laute Worte, sondern durch Leistung. Während einige Kollegen streckenweise mit sich selbst rangen und erst wieder zu ihrer Form finden mussten, war auf den Rückkehrer durchgehend Verlass.
"Einen gewissen Druck muss man sich im Sport machen", bekräftigt Menzlaff - und ergänzt: "Man darf sich damit nur nicht erdrücken." Das aber passierte. Die verfehlten eigenen Ansprüche und in der Nachbetrachtung normale Abstimmungsprobleme durch eine personelle Runderneuerung lasteten auf dem Team. Umso erstaunlicher ist, dass ausgerechnet Erfolgserlebnisse in den Härteprüfungen Longerich (30:30) und Gummersbach II (31:29) die Stimmung wieder etwas verbesserten. "Je länger die Saison dauert, desto besser greift ein Rädchen ins andere", sagt Menzlaff und versichert: "Deswegen gehe ich auch positiv in das nächste Spiel."
Das hält mit der HSG Krefeld (19 Uhr, Ostermann-Forum) allerdings einen nicht weniger schwierigen Gegner parat. Aber die dicken Brocken liegen Lorenzets Mannschaft traditionell gut. "Wir sollten konstant unsere Leistung abrufen und nicht erst aufwachen, wenn wir in Bedrängnis sind", fordert der Rückraumspieler.
Der fast durchgängig souveräne Sieg gegen Gummersbach dürfte als positives Beispiel gelten. "Das hat Luft aus dem Ballon gelassen. Wir können dadurch zumindest ein wenig entspannter in die Partie gegen Krefeld gehen", sagt Frank Lorenzet, der wie Menzlaff ein Duell auf Augenhöhe erwartet. Was bleibt, ist die spannende Frage nach der Konstanz. "Ich habe die Hoffnung, dass wir unseren guten Weg weiter fortsetzen", bekräftigt der LTV-Trainer.
Ein Erfolgserlebnis gegen den Krefelder Aufstiegsaspiranten würde den Anschluss an die Spitzengruppe der Liga wieder herstellen - und dem Leichlinger TV weiteren Auftrieb verleihen.

Quelle: Rheinische Post

---------------

Zurück

Premium Partner

Business Partner