Vorberichte: Leichlinger TV - LIT Nordhemmern/Mindenerwa

Leichlingen ist Topfavorit

Viele Argumente erschließen sich auf Anhieb nicht, warum es keine klare Angelegenheit werden sollte für den Leichlinger TV. Denn wenn der Bus aus Nordhemmern/Mindenerwald an der Halle Am Hammer hält, dann entsteigt ihm die bislang erfolgloseste Abwehr. 399 Gegentreffer stehen für sie zu Buche, lediglich zweimal gelang es ihr in zwölf Versuchen, den gegnerischen Angriff unter 30 Toren zu halten. Dazu gesellt sich die schauerliche Bilanz von sechs Niederlagen in sechs Auswärtspartien, nach denen die Gäste im Schnitt mit fast zehn Treffern Unterschied vom Platz schlichen.

So taugt das Kürzel des Vereins (LIT), das für "Leistung im Team" stehen soll, derzeit eher als traurige Standortbeschreibung für die Ostwestfalen: Leider im Tabellenkeller. "Sicherlich sind wir klarer Favorit", räumt Frank Lorenzet vor dem Duell mit dem Vorletzten ein. Aber dem Trainer der LTV-Handballer fallen durchaus Unwägbarkeiten ein, die aus dem vermeintlichen Selbstläufer einen Hindernisparcours machen könnten: "Meine Mannschaft ist immer noch sehr anfällig. Ich bin selbst gespannt, wie gefestigt sie die Partie angehen wird."

Dass Spiele gegen Teams aus den niederen Gefilden der Dritten Liga nicht immer auch Ansporn waren für die Leichlinger, Höchstleistung abzurufen, lässt sich durchaus veranschaulichen: "Wenn ich da an das Spiel gegen Gummersbach denke: Da haben wir uns auch eher durchgewürgt", erinnert Lorenzet.

Angesichts der in dieser Saison unter Beweis gestellten Heimstärke des LTV (sechs Spiele, elf Punkte) dürfte aber morgen ab 19.30 Uhr selbst der Ausfall von Christian Born (Zeh/Bild) keine außerplanmäßige Spannung aufkommen lassen. Zumal die Gastgeber ihren Fahrplan bis zum Winter erstellt haben, und dieser sieht in den verbleibenden drei Partien bis Weihnachten (in der kommenden Woche haben die Leichlinger spielfrei) drei Siege vor. "Nur wenn wir das schaffen, hätten wir den einen Punkt aus dem Wermelskirchen-Spiel vergoldet", sagt Lorenzet. Zudem hätten die Leichlinger ziemlich sicher ihr Ziel erreicht, nach der Hinrunde unter den ersten Drei zu stehen.

Solchen Zukunftsvisionen gibt sich Lorenzet im Hier und Jetzt aber nicht allzu lange hin. Der Coach schickt lieber noch eine Mahnung raus: "Wir haben uns letzte Saison schwer mit Nordhemmern getan." Aber trotz eines knappen Siegs (31:28) und eines Remis' (38:38) damals gilt nun: LIT — Leichlingen ist Topfavorit.

Quelle: Rheinische Post
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Enges Rennen an der Tabellenspitze

Spannend geht es in der 3. Handball-Liga West zu. Ganze sechs Punkte trennen Spitzenreiter HSG Handball Lemgo II vom Tabellensiebten aus Edewecht, doch da die Lemgoer als zweite Mannschaft eines Erstligisten nicht aufsteigen können, werden die anderen oben platzierten Teams um den Aufstieg spielen.

So sind es in Wirklichkeit nur vier Zähler, die zwischen dem TuS Wermelskirchen, aktueller Liga-Zweiter, und Edewecht liegen. Mittendrin im Aufstiegsgetümmel befindet sich auch der Leichlinger TV, der nur zwei Punkte hinter dem Nachbarn aus Wermelskirchen rangiert. Dieser Rückstand wird sich am Wochenende wohl nicht vergrößern, denn die Pirates erwarten am Samstagabend (19.30 Uhr, Sporthalle Am Hammer) den Vorletzten LIT Nordhemmern/Mindenerwald. Alles andere als ein Sieg des LTV wäre eine große überraschung. Aber genau das könnte die Gefahr für die Gastgeber sein. Und dies weiß auch Coach Frank Lorenzet. "Bei meiner Mannschaft bin ich mir leider nie sicher, wie sie in ein solches Spiel geht. Daher muss ich die richtige Einstellung und Konzentration anmahnen, denn sonst geht so eine Begegnung schnell in die Hose. Gerade in dieser Liga, wo es kein Fallobst gibt und jeder jeden schlagen kann“, so Lorenzet.

Der LTV-Coach will die in diesem Jahr noch ausstehenden drei Partien gewinnen, um nach der Weihnachtspause eine gute Ausgangsposition für den Rest der Saison zu haben. "Sollte uns das gelingen, werden wir wohl unter den ersten Drei sein. Das wäre schon eine Hausnummer“, erklärt der Pirates-Trainer.

Gegen Nordhemmern/Mindenerwald muss Lorenzet lediglich Kiki Born ersetzen. In dessen Rolle wird wohl wieder Bastian Munkel schlüpfen — eine Aufgabe, die der Spielmacher zuletzt in Hagen hervorragend bewältigte.


Quelle: Ksta

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