Vorberichte: Leichlinger TV - Longericher SC

Derbyzeit Am Hammer

Das Team des Longericher SC (Foto: Longericher SC)
Das Team des Longericher SC (Foto: Longericher SC)

Die heutige Partie der Leichlinger Drittligahandballer (Anwurf 20 Uhr, Smidt Forum) gegen den Longericher SC könnte unter zahlreichen Schlagworten stehen: Kreisderby, Verfolgerduell und Prestigekampf sind nur einige davon. Doch egal wie man die Begegnung zwischen den beiden Lokalrivalen bezeichnet, ein Handballfest für die Region wird es auf jeden Fall. Darauf freut sich auch LTV-Trainer Frank Lorenzet: „Leider haben wir in der vergangenen Saison unser Heimspiel gegen Longerich verloren, eine tolle Stimmung in einer vollen Halle und ein spannendes Duell haben den Tag aber damals für alle zu einem Erlebnis gemacht.“
Auch diesmal wird das Smidt Forum wahrscheinlich ausverkauft sein. 150 Karten haben die Pirates für die Abendkasse noch zurück gehalten. Der Verkauf des Restbestands beginnt bereits um 18 Uhr. Und spannend dürfte es ebenfalls wieder werden. Beide Mannschaften haben momentan einen Lauf. Longerich steht sensationell auf dem dritten Tabellenplatz und musste bisher nur eine knappe Niederlage gegen den Neusser HV einstecken. Zuletzt gab es fünf Siege in Folge, alle Gegner wurden dabei mit mindestens sieben Treffern Differenz geschlagen, die SG Ahlen am vergangenen Wochenende mit 37:23 sogar deklassiert.
Bereits in der vergangenen Saison hatte der damalige Aufsteiger mit dem siebten Tabellenplatz positiv überrascht. In der Sommerpause haben die Kölner den ohnehin schon gut besetzten Kader noch einmal verstärkt. Unter anderem mit dem Ex-Leichlinger Felix Janssen. Mit Christian Born steht ein weiterer Spieler mit langer LTV-Erfahrung im Trikot des LSC.
Lorenzet sieht sein Team nicht in der Favoritenrolle. Selbst der Heimvorteil dürfte bei den erwarteten 150 bis 200 Longericher Fans weniger als sonst ins Gewicht fallen. Großes Tiefstapeln würde den Leichlingern aber auch niemand abnehmen. Der LTV geht mit der Empfehlung von zuletzt 8:0 Punkten und dem sensationellen Sieg beim TSV Bayer Dormagen ins Rennen.  Spielerisch sieht Lorenzet die Mannschaften auf einem Level. Für ihn gibt es eigentlich nur einen Faktor, der heute über Sieg und Niederlage entscheidet: „Willen. Das Team, das im Kollektiv bereit ist, am meisten für den Sieg einzusetzen, holt auch die zwei Punkte.“
Motivieren muss Lorenzet seine Spieler nicht, denn auch wenn es wie in jedem andern Spiel nur um zwei Punkte geht, wissen alle Leichlinger, dass das Derby etwas Besonderes ist. Auf Longericher Seite sieht das allerdings nicht anders aus.

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
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Lorenzet wünscht sich "Emotionsmonster"

Der Blick zurück ist bitter. Als der Longericher SC zuletzt im Leichlinger Smidt-Forum gastierte, setzte es für die Blütenstädter im siebten Spiel die erste Niederlage der Saison. Der Leichlinger TV sei in die "Emotionsfalle" getappt, urteilte Trainer-Manager Frank Lorenzet nach dem Spiel. Die volle Halle, die lauten Zuschauer, der hochmotivierte Gegner - all diese Punkte kosteten damals den Sieg.
Mehr als ein Jahr später kann der Handball-Drittligist aus Leichlingen über die Partie lachen. "Wir haben es im Rückspiel und mit unserer Platzierung am Ende der Saison ja wieder gerade gerückt", sagt Coach Lorenzet mit Blick auf den 33:29-Auswärtserfolg und die knapp zwei Monate später folgende Meisterschaft, dem größten Erfolg in der Leichlinger Vereinsgeschichte.
Vor dem Derby heute Abend (20 Uhr, Smidt-Forum) ist ein Blick auf das jüngste Gastspiel der Kölner dennoch naheliegend. So voll und stimmungsvoll wie gegen Longerich war die Leichlinger Halle in den folgenden Heimspielen nie. "Die Emotion ist in so einem Spiel immer ein entscheidender Faktor", glaubt "Pirates"-Trainer Lorenzet und fügt an: "Die Jungs müssen von Anfang an brennen, sonst kriegen wir ein Problem."
Beim Sieg im Auswärtsspiel beim TSV Bayer Dormagen (31:29) habe sein Team ein emotionales Hoch erlebt. "Und oftmals fällst du nach solchen Erfolgen in ein Loch. Das darf uns nicht passierten. Wir brauchen jetzt und in den nächsten Wochen echte Emotionsmonster, um zum Erfolg zu kommen", wünscht sich der Trainer. Seine Forderung kommt nicht grundlos: Nach dem Derby warten bis Weihnachten immerhin vier weitere Spitzenspiele.
Gegen die individuell stark verbesserte Mannschaft aus Longerich muss der LTV vor allem von der ersten Minute an hellwach sein. In Dormagen lagen die schläfrigen Gäste nach wenigen Minuten bereits mit sechs Treffern hinten. "So einen Rückstand kannst du nicht immer umbiegen", betont Lorenzet. Gerade im Derby könnte sich ein derartiger Start schnell zu einem Stimmungskiller entwickeln.
Dass die Leichlinger Halle heute Abend voll sein wird, ist für die Verantwortlichen praktisch garantiert - und das obwohl Bayer Leverkusen in der Fußball-Bundesliga parallel zum Duell mit RB Leipzig lädt. "Das können wir bei so einem Spiel kompensieren", meint Lorenzet.
Bereits 300 Tickets setzte der Verein im Vorverkauf ab. Kurzentschlossene können bereits ab 18 Uhr an der Tageskasse in der Halle noch ein Ticket ergattern. Die Leichlinger raten zu einer rechtzeitigen Anreise.

Quelle: Rheinische Post
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Stärke in der Offensive

Am heutigen Freitagabend  (20 Uhr) steht im Leichlinger Smidt-Forum der Derby-Kracher zwischen dem Leichlinger TV und dem Longericher SC an. Die Gäste weisen dabei derzeit (noch) die bessere Platzierung auf; das kann sich allerdings bei einem Sieg Leichlingens ändern. Erwartet wird eine Begegnung auf Augenhöhe, in der die Tagesform sicherlich eine entscheidende Rolle spielen wird. Wie weit werden beide Teams ihre Stärken ausreizen, ihre Schwächen minieren können. Hier ein kurzer Überblick über beide Mannschaften.
Leichlinger TV: Stärken: Ohne Zweifel die Offensive. Der LTV verfügt seit Jahren über die torhungrigste Mannschaft. In der letzten Saison erzielten die Schützlinge von Frank Lorenzet über 1000 Tore; ein Rekord für die Liga. Auch jetzt haben die Pirates schon wieder die meisten Treffer aller Teams erzielt, aber der Abstand zu den Verfolgern ist geringer geworden. In der aktuellen Meisterschaftsrunde ist Neuzugang Mike Schulz der gefährlichste Werfer, aber auch Valdas Novickis, David Hansen, Tim Hilger und David Kreckler sind immer für eine Menge Treffer gut. Eine weitere Stärke ist sicherlich die Erfahrung des Trainers. Lorenzet ist in der Lage, schnell und flexibel auf Spielstände und  Spielentwicklungen zu reagieren; er bereitet seine Mannschaft akribisch auf jede Partie vor.
Schwächen:  Den LTV als Diva zu bezeichnen, wäre wohl überzogen. Aber es geht in die Richtung. Gegen Top-Mannschaften muss man die Leichlinger nicht motivieren; da sind sie heiß und auch in der Lage, einen eigentlich hoffnungslosen Rückstand noch mal zu drehen. Geht es allerdings gegen Kellerkinder oder vermeintlich schwächere Teams der Liga, so lässt die Einstellung der Pirates nicht selten zu wünschen übrig. Da kann sich Coach Lorenzet den Mund fusselig reden.
Fehlt es an der richtigen Einstellung, kassieren die Leichlinger mehr Gegentreffer als nötig. Dazu kommt, dass man beim LTV nicht über einen oder mehrere Klasse-Keeper verfügt.  Zwar bieten Ante Vukas als Hauptkeeper oder Damian Bungart auch häufiger mal starke Leistungen, aber konstant herausragend sieht anders aus.

Quelle: Kölner Stadtanzeiger

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