Vorberichte: Leichlinger TV - Neusser HV

LTV gegen den designierten Meister

Die Mannschaft des Neusser HV (Foto: nhv1.de)
Die Mannschaft des Neusser HV (Foto: nhv1.de)
Wie bereits am vergangenen Wochenende, sind die Drittligahandballer des Leichlinger TV auch am Freitagabend im Heimspiel gegen den Neusser HV (Anwurf 20 Uhr, Ostermann Forum) wieder Außenseiter. Die Gäste sind als ungeschlagener Tabellenführer in dieser Saison eine Klasse für sich. Nach der Niederlage des Verfolgers VfL Eintracht Hagen bei der HSG Handball Lemgo II steht die Mannschaft von Trainer Ceven Klatt vier Spieltag vor dem Saisonende als Meister und Aufsteiger in die 2. Liga so gut wie fest.
Zusammen mit Hagen galten die Neusser von Anfang an als heißer Anwärter auf den Titel. Dieser Rolle wurde der NHV in beeindruckender Art und Weise gerecht. Lediglich gegen Hagen musste man einen Punkt abgeben, auch mit etwas schwächeren Leistungen konnten ansonsten alle Spiele gewonnen werden. „Das zeichnet eine Spitzenmannschaft aus und ist der gravierende Unterschied zu uns“, macht LTV-Trainer Frank Lorenzet deutlich, dass sein Team an guten Tagen zwar jeden schlagen kann, wenn es nicht sonderlich läuft aber selbst gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel große Probleme hat. Geschuldet ist das hauptsächlich der sehr dünnen Personaldecke und dem großen Verletzungspech der Pirates.
Auf Neusser Seite ist der Kader deutlich breiter und zudem mit Hochkarätern bestückt. Ein Beispiel ist Alexander Oelze, der im Laufe der Saison vom Bundesligisten Bergischer HC kam. Oelze hat auch eine Leichlinger Vergangenheit. Bis Dezember 2009 ging er für ein halbes Jahr auch für den LTV in der zweiten Liga auf Torjagd.
 
Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
 
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LTV steht vor "unlösbarer Aufgabe"

Entscheidende Tage beim Leichlinger TV: Trainer-Manager Frank Lorenzet schraubt fleißig am Kader für die kommende Saison - und hat gleichzeitig alle Hände voll damit zu tun, die aktuelle Spielzeit würdig zu beenden. "Es wird eine unlösbare Aufgabe", klagt Lorenzet und meint damit die anstehende Partie heute Abend (20 Uhr, Ostermann-Forum am Hammer) gegen den Neusser HV. Sein Problem: Neben Rückraum-Wurfwunder David Hansen (Einblutung am Knie und Fußprellung) wird auch Linksaußen Moritz Barwitzki fehlen, der mit seinem Stammverein TuS Ferndorf unterwegs ist. Zudem droht der Ausfall des zuletzt starken Karol Zechmeister. "Sein Fuß tut noch weh", sagt Lorenzet. Am Mittwoch trainierte er immerhin wieder individuell, mit Glück könnte es für einige Minuten Spielzeit reichen. Somit könnte es sein, dass nur fünf Feldspieler zur Verfügung stehen.
Ein Umstand, den der LTV-Coach in der kommenden Spielzeit vermeiden will. Sechs Zugänge stehen bereits fest, auf fast jeder Position rüstet der LTV auf. Nicht mehr Teil des Kaders wird dann allerdings Winterzugang Christian Mergner sein. Sein Vertrag endet ohnehin im Sommer und wird nicht verlängert. "Auf meiner Position gibt es ja bald viel Konkurrenz", spielt Mergner auf die beiden Kreisläufer-Zugänge Hendrik Rachow und Jannes Hertlein an. Zudem sei die Strecke zwischen Duisburg und Leichlingen für den Studenten schlichtweg eine Belastung.
Auf der Kippe stehen auch Zechmeister und Barwitzki. "Karol weiß noch nicht, ob er in Deutschland bleibt", sagt Lorenzet. Auch Zechmeisters Vertrag läuft zum Saisonende aus, private Gründe lassen den Ex-Nationalspieler über einen Verbleib in Leichlingen zögern. Lorenzet betont: "Wir jagen keinen Spieler vom Hof."
Bei Barwitzki ist die Lage komplizierter. Der talentierte 21-Jährige steht in der 2. Liga bei Ferndorf unter Vertrag. Dank eines Zweitspielrechtes teilen sich die beiden Vereine den Angreifer. Steigt Ferndorf, aktuell auf einem Abstiegsplatz, ab, würde das Modell hinfällig. "Da machen wir uns Gedanken, wenn es soweit ist. Der Ball liegt bei Ferndorf", betont Lorenzet, schränkt aber auch ein: "Wir haben auf seiner Position bereits Harald Feuchtmann und eine weitere Option." Mit Letzterem ist ein zweiter Zugang für die Linksaußenposition gemeint. Die Verhandlungen sind weit. Um wen es sich handelt, wollte der sonst wenig schweigsame Trainer aber nicht verraten. Barwitzkis Chancen auf zuletzt rare Spielzeit dürfte der Zugang indes nicht verbessern. "Aktuell versuche ich erst einmal Ferndorf im Abstiegskampf zu helfen", sagt der flinke Außenspieler.
Ob Barwitzki sich in der dritten Liga hinter zwei Konkurrenten anstellen würde, darf aber stark bezweifelt werden.

Quelle: Rheinische Post

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