Vorberichte: Leichlinger TV - SC Bayer 05 Uerdingen

Endspiel im Bekanntenkreis

Im Duell mit dem langjährigen Weggefährten aus Krefeld wollen die Handballer des Leichlinger TV ihre Position unter den ersten Drei weiter festigen. Allerdings ist in Bayer Uerdingen das auswärtsstärkste Team der Liga zu Gast.

Neun Tage ist der Frühling aus meteorologischer Sicht nun alt. Blütenträumereien geben sich die Handballer in der Blütenstadt allerdings nicht hin. Dabei fänden sich leicht Gründe dafür.

Fünf an der Zahl sind schnell ausgemacht: So viele Partien hintereinander hat der Leichlinger TV nun überzeugt und sich damit eine weitaus bessere Ausgangslage für den noch acht Partien umfassenden Schlussspurt in der Dritten Liga verschafft, als das im vorigen Jahr der Fall war. Seinerzeit verlängerte der LTV seinen Winterschlaf bis weit in den März hinein, als er sich bei Bayer Uerdingen seine vierte Schlappe binnen fünf Spielen einfing.

Diesmal fallen die Vorzeichen aus Sicht der Mannschaft von Trainer Frank Lorenzet deutlich günstiger aus, wenn sie es ein Jahr später wieder mit den Krefeldern zu tun bekommt. "Wir haben zuletzt beständig gut gespielt", sagt der Coach, um die Kiste mit dem Lob aber gleich wieder zu schließen: "Wir wollen den Tag nicht vor dem Abend loben." Zumindest nicht vor dem morgigen Abend, wenn die Uerdinger um 19.30 Uhr Am Hammer antreten. Schließlich war bei vergangenen Duellen beider Teams der Sieger im Vorhinein kaum voraussehen. Inzwischen spielen beide Mannschaften ihre sechste gemeinsame Drittliga-Saison (vier davon in der Regionalliga), und die bis dahin ausgelichene Bilanz zwischen den beiden Altbekannten bogen die Uerdinger im Hinspiel zu ihren Gunsten um.

An die Partie im Oktober (29:30) denkt Lorenzet mit einigem Unbehagen zurück. Eine zweifelhafte Rote Karte gegen Matthias Aschenbroich und ein nicht gegebener Treffer zum 30:30 durch Christian Born trieben den Leichlingern damals die Zornesröte ins Gesicht. Das Kapitel soll morgen abgeschlossen werden: "Wir haben etwas gutzumachen", sagt Lorenzet.

Allerdings bekommt es sein LTV mit dem auswärtsstärksten Team der Liga zu tun. Lediglich zweimal zogen die Uerdinger in dieser Spielzeit in fremder Halle den Kürzeren (in Minden und Varel). Unter anderem holten sie sich in diesem Jahr bereits in Wermelskirchen zwei und in Ferndorf einen Punkt. 9:1 Zähler hatten sie in Folge gesammelt, bis sie vorige Woche gegen Altenhagen ausrutschten. So sei das eben, meint Lorenzet: "Der März ist der Monat der verrückten Ergebnisse. Dann fangen die Abstiegskandidaten an zu Kratzen und zu Beißen."

Morgen soll sich seine Mannschaft auch mit Händen und Füßen dagegen wehren, dass der Gegner zum zweiten Mal in dieser Saison den Sieg davonträgt und somit den Leichlingern in der Tabelle noch einmal nahekommen könnte. "Genau wie die Partie gegen Wilhelmshaven vor zwei Wochen ist das ein Endspiel um Platz drei für uns", sagt Lorenzet.

Quelle: Rheinische Post online
-------------------------------------------------------------------------
Hinspiel ist noch nicht vergessen

Wenn es eine Auswärtsmannschaft in der 3. Handball Liga West gibt, dann ist es der SC Bayer 05 Uerdingen. Lediglich fünf Punkte überließen die Krefelder bei ihren Gastspielen den Hausherren, 17 Zähler nahmen sie als Gäste mit. Mit dieser Bilanz müsste der kommende Gegner des Leichlinger TV in der Tabelle eigentlich ganz weit oben stehen. Wäre da nicht die Heimschwäche Uerdingens, das erst vier Mal vor heimischer Kulisse einen doppelten Punktgewinn feiern konnte. Einer dieser seltenen Erfolge liegt den Leichlingern noch schwer im Magen, denn sie unterlagen im Oktober dem Bayer-Team mit 29:30 unter bis heute nicht vergessenen Umständen. "Zum einen hat das Kampfgericht der Uerdinger dafür gesorgt, dass Matthias Aschenbroich wegen eines angeblichen Wechselfehlers seine dritte Zeitstrafe bekam und das Spiel für ihn beendet war. Zum anderen haben uns die Schiedsrichter in der letzten Sekunde den regulären Ausgleichs-Treffer nicht anerkannt. Das haben wir nicht vergessen“, verweist LTV-Coach Frank Lorenzet auf die unschönen Begebenheiten aus dem ersten Aufeinandertreffen hin.

Am Samstagabend (19.30 Uhr, Sporthalle Am Hammer) wollen die Pirates Revanche nehmen für die knappe Niederlage, wissen jedoch, dass dieses Anliegen eine ganz schwere Aufgabe wird. "Wir haben uns gegen diese Mannschaft in den letzten Jahren immer schwer getan. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir jemals beide Spiele in einer Saison gegen Uerdingen für uns entscheiden konnten. Daher erwarte ich für Samstag wieder eine ganz spannende Geschichte“, so Lorenzet. Sollte sein Team, das in Bestbesetzung antreten kann, gewinnen, wäre ein Konkurrent um den dritten Tabellenplatz auf Distanz gebracht — neben dem Wunsch nach Revanche eine nette Begleiterscheinung für die Pirates.

Quelle: Ksta online

Zurück

Premium Partner

Business Partner