Vorberichte: Leichlinger TV - SG Schalksmühle-Halver

Wochen der Wahrheit stehen bevor

Die SG Schalksmühle-Halver (Foto: SGSH)
Die SG Schalksmühle-Halver (Foto: SGSH)

Für die Leichlinger Drittligahandballer wird sich in den kommenden Wochen zeigen, wohin die Reise geht. Nacheinander begegnet die Mannschaft von Frank Lorenzet nun Teams, die mit dem LTV zusammen jenseits von Meisterschaft und Abstieg liegen. Den Anfang macht am Freitag die SG Schalksmühle-Halver (20 Uhr, Ostermann-Forum), anschließend geht es zu den Bergischen Panthern, dann folgen Aurich und Ahlen. Wenn sich der LTV im oberen Tabellendrittel behaupten will, dann sollte diese Spiele gewonnen werden. 
Vor dem kommenden Gegner hat Lorenzet sehr großen Respekt. Die SGSH hatte er bereits vor der Saison zu den Kanditen für die vorderen Plätze gezählt, diese Einschätzung wurde bestätigt. Aus den letzten acht Spielen holte Schalksmühle 13:3 Punkte, eine Niederlage gab es nur gegen die Panther. Mit dieser Bilanz hat sich die SGSH auf den vierten Tabellenplatz vorgeschoben.
Lorenzet weiß, dass in der ausgeglichenen Liga oft nur Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden. Das spiegeln auch die Resultate wider. Schalksmühle hat zum Beispiel vier Spiele mit nur einem Tor gewonnen, der LTV hat im gleichen Zeitraum drei Partien mit nur einem Tor verloren. Lorenzet ist optimistisch, dass das Pendel morgen in seine Richtung ausschlägt: „Unsere Leistungen gegen Lemgo und Ferndorf waren stabiler, vor allem in der Abwehr haben wir einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht.“
Ein Wiedersehen gibt es in Leichlingen mit Torhüter Ante Vukas, der vor der Saison die Seiten wechselte.

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

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LTV überzeugt mit neuer defensiver Identität

Wenn die knappe und bittere Niederlage beim ungeschlagenen Spitzenreiter TuS Ferndorf für die Leichlinger Handballer auch positive Erkenntnisse hatte, dann vielleicht diese: "Die Zeiten, in denen wir regelmäßig mehr als 30 Gegentore kassiert haben, sind vorerst vorbei", betont Frank Lorenzet. Der Frust ist dem Trainer des Drittligisten zwar noch etwas anzumerken, aber die positiven Schlüsse aus dem 22:23 gegen die scheinbar übermächtige Mannschaft der Liga überwiegen.
In den vergangenen fünf Partien kassierten die Pirates - wenn auch teilweise knapp - viermal weniger als 30 Gegentore. Ein guter Wert für die Blütenstädter, die sonst vorwiegend durch ihre starke Offensive bestechen. Nicht nur Spieler wie Hendrik Rachow stellten unmittelbar nach Spielende in Ferndorf treffend fest, dass der LTV in den jüngsten Begegnungen eine neue defensive Stabilität gewonnen hat. Auch Lorenzet sieht das so: "Das ist eine Leistung der gesamten Mannschaft. Da lässt sich kein Spieler gesondert hervorheben." Vor allem das Umschaltverhalten von Angriff in Defensive habe sich verbessert, findet der LTV-Trainer.
Der 49-Jährige weiß aus der Vergangenheit jedoch auch, wie schnell sein Team in alte Muster zurückfallen kann. "Wir haben in Ferndorf zwar unsere beste Saisonleistung gezeigt, aber das hat uns auf dem Papier null weitergeholfen", sagt er, um zugleich zu warnen. Im Heimspiel heute Abend (20 Uhr, Ostermann-Forum) gegen den Tabellendritten SG Schalksmühle-Halver fordert er daher erneut eine konzentrierte und konstante Leistung seiner Mannschaft: "Die nächsten Spiele werden zeigen, wo wir wirklich stehen."
In den bis Weihnachten anstehenden "Wochen der Wahrheit" (Lorenzet) warten neben Schalksmühle die Auswärtsspiele gegen die formstarke HSG Bergische Panther (24. November) und den OHV Aurich (2. Dezember) sowie das Heimspiel gegen die Ahlener SG (8. Dezember). "Das sind alles schlagbare Gegner für uns", betont Lorenzet. Bis zum Ende der Hinserie will er sich in der Verfolgergruppe hinter den längst enteilten Ferndorfern etablieren.
Der derzeit siebte Platz (13:9 Punkte) sei noch nicht das, was sich der Trainer vorstellt. Aber er sei zugleich erklärbar. Lorenzet verweist einmal mehr auf den personellen Umbruch seiner Mannschaft. "Wir haben viele Leistungsträger verloren. Das kann man nicht von heute auf morgen kompensieren", sagt der Trainer-Manager. Er meint in erster Linie die Abgänge von Tim Hilger, Ousse Lajnef und Ante Vukas (jetzt beim kommenden Gegner) - allesamt Leistungsträger, die den LTV im Sommer nach teilweise langjähriger Zusammenarbeit verließen. Lorenzet ersetzte sie durch entwicklungsfähige und junge Spieler, die wenig Erfahrung in der 3. Liga besitzen. "Ich möchte, dass sich diese Spieler und natürlich das gesamte Team entwickeln. Dabei sind wir auf einem guten Weg", sagt er.

Quelle: Rheinische Post

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