Vorberichte: Leichlinger TV - Tus Wermelskirchen

Nach oben alles off

Das Handball-Fieber steigt in Leichlingen und Wermelskirchen. Seinen Höhepunkt wird es am heutigen Freitagabend erreichen, wenn in der Leichlinger Sporthalle Am Hammer der Leichlinger TV zum Spitzenspiel der 3. Liga West den Nachbarn TuS Wermelskirchen empfängt. Die Halle wird voll sein, "aber an der Abendkasse, die um 18 Uhr öffnet, sind noch ausreichend Karten vorhanden“, so der Hinweis von Leichlingens Trainer und Manager Frank Lorenzet.
Besonders zu motivieren braucht Lorenzet seine Jungs nicht, denn wenn es gegen den aktuellen Spitzenreiter geht, ist dieser Aspekt ein Selbstläufer. Außerdem kennen sich viele Spieler beider Mannschaften untereinander gut, und auch Wermelskirchens Trainer Lars Hepp hat einige Jahre im Trikot der Leichlinger gespielt, bevor er sich zum Nachbarn hin orientierte.
Sollte Leichlingen diese brisante Partie gewinnen, hätten die Pirates nach Punkten mit Wermelskirchen gleichgezogen. "Es ist nicht nur ein Derby, sondern ein Duell zweier Spitzenmannschaften der Liga, das vielleicht schon eine kleine Vorentscheidung Richtung Wintermeisterschaft bringt. Sollten wir gewinnen, so ist nach oben hin alles offen“, weist Frank Lorenzet auf die Bedeutung der Top-Begegnung hin.
Pünktlich zum Spiel, das um 20 Uhr angepfiffen wird, sind auch David Kreckler und Bastian Munkel wieder uneingeschränkt einsatzbereit. Lorenzet kann also aus dem Vollen schöpfen. "Fernab der Derby-Gedanken und des Wissens um das Spitzenspiel wollen wir einfach nur eine starke Leistung abliefern. Das ist mein Hauptaugenmerk. Die Mannschaft wird gut eingestellt sein, dann werden wir sehen, was dabei heraus kommt“, so der Leichlinger Trainer abschließend.

Quelle: Ksta online
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Topspiel der Nachbarn

Heute stehen sich die Handball-Drittligisten Leichlinger TV und TuS Wermelskirchen gegenüber. Ein Duell zwischen Spitzenreiter und Verfolger, zwischen Freunden und weniger geschätzten Bekannten. Für Trainer Lars Hepp, Trainer des Handball-Drittligisten TuS Wermelskirchen, ist die Partie am heutigen Freitag (20 Uhr, Sporthalle Am Hammer) beim Leichlinger TV zwar nicht "das Spiel der Spiele", aber dennoch keine Begegnung wie jede andere.
Nur knapp 20 Kilometer liegen zwischen den Trainings- und Spielorten beider Klubs, und auf halber Strecke wohnt Hepp, der vor seinem Wechsel zum TuS schon mal das Trikot der Leichlinger trug. "Es ist 
halt ein Derby. Zudem kennen sich die Mannschaften gut und haben teilweise 
freundschaftliche Kontakte untereinander", erklärt der TuS-Trainer. Nun müssen 
wieder einmal für 60 Minuten alle Freundschaften ruhen.
Unvergessen ist der letzte Auftritt der Wermelskirchener in der 
Blütenstadt: In der Rückrunde der vorigen Spielzeit brannten Hepp und seine 
Mannschaft ein wahres Feuerwerk ab. Zur Pause führte der TuS mit 19:8 (!) und 
gewann am Ende mit 34:29. "Das ist Geschichte und hat null Aussagekraft. Wir 
sind krasser Außenseiter", betont Hepp.
Für Hepp scheint die Tabellenführung allerdings kein gutes Omen 
zu sein. "Wir sind als Spitzenreiter nach Edewecht und Ferndorf gefahren und 
haben jeweils verloren", so der TuS-Coach, der in Leichlingen auf seinen 
kompletten Kader zurückgreifen kann.
Insgesamt geht Hepp die Aufgabe in Leichlingen entspannt an. 
"Wir haben inzwischen 16 Punkte und können mit dem bisherigen Saisonverlauf sehr 
zufrieden sein", sagt der Trainer, der hofft, dass seine Mannschaft die Partie 
so lange wie möglich offen gestaltet und mehr investiert, als beim Auftritt bei 
der 24:30-Niederlage in Ferndorf. Hepp: "Nur dann haben wir eine Chance".
Einer dürfte heute ganz besonders "heiß" auf die Begegnung sein: 
Frank Berblinger. Der Rechtsaußen der Wermelskirchener pflegt ein ganz 
"spezielles" Verhältnis zu LTV-Trainer Frank Lorenzet. In der vorigen Saison 
hatte sich der Linkshänder in Wermelskirchen mit dem LTV-Coach nach dem 
Spielende ein verbales Scharmützel geliefert. Beim Rückspiel in Leichlingen war 
Frank Berblinger aufgrund einer Roten Karte zum Zuschauen verurteilt.
Dabei waren damals die Zeichen umgekehrt. Leichlingen führte die 
Tabelle an und der TuS lag in Lauerstellung. Heute reist der TuS als 
Spitzenreiter zum LTV, der mit zwei Punkten Rückstand auf dem vierten 
Tabellenrang liegt und zuletzt mit einem Sieg in Rheinhausen überzeugte.

"Das wird interessant"

Die Herangehensweisen sind unterschiedlich. Stefan Nippes, Torhüter des 
Leichlinger TV, lässt die Erinnerung an den 19. Februar und die 29:34-Niederlage 
gegen den TuS Wermelskirchen zu: "Wir waren damals ohnmächtig. Das war unsere 
schwärzeste Stunde." Sein Trainer Frank Lorenzet hat hingegen keinen Bedarf, die 
desolate Vorstellung bis zum 8:19-Pausenstand anzusprechen, bevor beide 
Mannschaften heute erneut aufeinandertreffen: "Das ist für mich kein Thema."
Dass sich ab 20 Uhr Nachbarn, Freunde und ein paar weniger 
geschätzte Bekannte gegenüberstehen, interessiert Lorenzet nicht. Einen 
gehobenen Stellenwert des Duells könne er nur mit Blick auf die Tabelle 
feststellen: "Verlieren wir, wäre das im Hinblick auf eine Top-Platzierung in 
der Winterpause ein Rückschlag. Gewinnen wir, bleiben wir oben dran."
"Auf uns lastet mehr Druck, weil wir in der Tabelle hinter 
Wermelskirchen stehen und weil wir ein Heimspiel haben", beschreibt Lorenzet, 
der keine personellen Sorgen hat, die Ausgangslage. Und: "Sollte Wermelskirchen 
besser sein, werden wir das akzeptieren." Derweil sagt Nippes: "Wermelskirchen 
lebt mehr vom Spielerischen, wir kommen wir über die Kraft. Das wird 
interessant."

Quelle: Bergische Morgenpost 
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Wermelskirchen mit Julian Renninger nach Leichlingen

"Super-wohl“ fühlt er sich beim Tus Wermelskirchen: Julian Renninger hat mit 23 Treffern dazu beigetragen, dass die junge Truppe des Tus an der Spitze der 3. Liga West steht. Am morgigen Freitag steht für den Solinger Youngster das Duell beim Erz-Rivalen Leichlinger TV an (Anwurf 20 Uhr, Am Hammer). "Das Derby ist Thema bei uns“, berichtet Kreisläufer Renninger, "aber auch nicht ständig präsent.“ Die Gastgeber gelten aufgrund des starken Rückraums als leicht favorisiert. "Mit einer guten Abwehrleistung“, sagt der 19-Jährige, will der Spitzenreiter dem Tabellenvierten Paroli bieten.
Bis zum Sommer spielte der kaufmännische Auszubildende beim Ohligser TV. "In der 3. Liga wird ein ganz anderer Handball gespielt. Der Unterschied in körperlicher Hinsicht ist enorm.“ Durch zusätzliches Krafttraining will er Defizite wettmachen.
Der Leichlinger TV will in Bestbesetzung den Nachbarn stürzen. Trainer Frank Lorenzet ist sich sicher, die Halle trotz des Karnevals-Auftaktes in Köln, des BHC-Spiels gegen Nettelstedt und Fußball im TV voll zu bekommen. 2010/11 fehlte der erkrankte Lorenzet beim Rückspiel — die Gäste siegten 34:29 (19:8). "Wir müssen nachlegen“, fordert der Coach. Wohl wissend, dass "in dem Spiel auf Augenhöhe“ auch die Nerven eine wichtige Rolle spielen.

Quelle: Solinger Tageblatt online

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