Vorberichte: Leichlinger TV - VfL Eintracht Hagen

Kreckler: Das Unerwartete möglich machen

David Kreckler soll helfen, den Ausfall von Mike Schulz zu kompensieren (Foto: Miserius)
David Kreckler soll helfen, den Ausfall von Mike Schulz zu kompensieren (Foto: Miserius)

Eigentlich sollte sich in dieser Woche alles um das Topspiel drehen. Spitzenreiter VfL Eintracht Hagen gastiert heute Abend (20 Uhr, Smidt-Forum) in Leichlingen und die Fans der "Pirates" hatten große Hoffnungen: Gegen die starken Teams sah ihre Mannschaft zuletzt immer gut aus, besiegte mit Longerich und Dormagen sogar schon zwei der dickeren Kaliber. Als am Montag jedoch der Ausfall von Rechtsaußen Mike Schulz (Kreuzbandriss) durchsickerte, rückte das brisante Duell der beiden Handball-Drittligisten schnell in den Hintergrund.
Grundsätzliche Fragen kamen auf: Wer kann überhaupt noch spielen? Die kurze Antwort: wenige. Neben den Langzeitverletzten drohen für das Wochenende auch David Hansen (Rückenprobleme) und Moritz Barwitzki (Grippe) auszufallen. Definitiv einsatzbereit sind lediglich sieben Feldspieler. "Es ist alles andere als einfach", sagt Coach Frank Lorenzet wenig begeistert, "ich hoffe, unsere Zuschauer können unsere Situation richtig einordnen." Die Tageskassen öffnen heute bereits um 18.30 Uhr, ausverkauft wird die Halle wohl nicht sein.
Auf dem Feld ist eine hitzige Angelegenheit garantiert: "Wir wollen das Unerwartete möglich machen", betont Rechtsaußen David Kreckler leicht pathetisch, trifft die Ausgangslage damit aber ziemlich genau. Nicht zum ersten Mal würden die Leichlinger nach einer bescheidenen Trainingswoche mit einem dünnen Kader in eine Partie gehen - um anschließend als Sieger das Feld zu verlassen. Gegen den bisher verlustpunktfreien Tabellenführer wäre ein Erfolg ohne Frage eine kleine Überraschung. "In voller Besetzung würde ich uns eine 45 prozentige Chance geben. In unserer derzeitigen Lage sind wir aber sicher der Außenseiter", meint Lorenzet.
Auf seinen erfahrensten Spieler Kreckler kommt durch den Ausfall von Top-Torschütze Schulz neue Verantwortung zu. Neben Carsten Lange ist er der einzige gesunde Linkshänder im Team und wird Schulz' Position wohl Eins-zu-Eins übernehmen. "Carsten und ich werden sicher mehr Anteile bekommen", sagt der 34-Jährige, "vielleicht probieren wir auch Alternativen mit einem Rechtshänder im rechten Rückraum aus, um uns beide etwas zu entlasten.
Fest steht: Der LTV bleibt auch ersatzgeschwächt gefährlich - und hat ein "Ziel" vor Augen. Nach der Partie planen die Leichlinger eine kleine interne Weihnachtsfeier. "Und mit einem passenden Ergebnis feiert es sich schließlich besser", sagt Kreckler lachend. Bei dem erfahrenen Spieler überwiegt definitiv die Vorfreude: "Für solche Spiele wie gegen Hagen spiele ich Handball."

Quelle: Rheinische Post

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LTV in der Außenseiterrolle

Zwei heftige Nackenschläge mussten die Drittligahandballer des Leichlinger TV am vergangenen Spieltag einstecken. Die schmerzhafte Niederlage gegen den Neusser HV, bei der man sich von den Schiedsrichtern verschaukelt fühlte, bedeutete für den LTV wohl das Ende der letzten Ambitionen auf die Titelverteidigung. Das erwies sich hinterher aber sogar noch als das kleinere Übel, als sich am Montag die Knieverletzung von Mike Schulz, die er sich in der letzten Spielminute in Neuss zugezogen hatte, als saisonbeendender Kreuzbandriss herausstellte. Der Haupttorschütze der kompletten Liga ist für Lorenzet nicht zu ersetzen.
„Das hat uns natürlich getroffen, aber da müssen wir nun einen Haken hinter machen“, so Lorenzet. Gegen den Tabellenführer VfL Eintracht Hagen mit Trainer Lars Hepp, rutscht der LTV im Heimspiel am Freitagabend (20 Uhr, Smidt-Forum) nun noch tiefer in die Außenseiterrolle. „Hagen hat alle Spiele bislang gewonnen, besitzt die beste Mannschaft und hat den höchsten Etat der Liga. Mehr muss ich dazu nicht sagen“, so Lorenzet. Seinen LTV sieht es dennoch nicht chancenlos und deshalb verspricht er dem Konkurrenten einen harten Kampf: „Wir werden freiwillig keinen Zentimeter Raum abgeben und alles in die Waagschale werfen.“ Er hofft auf eine ähnliche Stimmung in der Halle wie gegen Longerich, als die Leichlinger zuhause einen triumphalen Sieg im Derby feiern konnten.

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

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