Vorberichte: Leichlinger TV - VfL Gummersbach II

Die Wundertüte ist zu Gast

Heute kommt es auch auf den Teamgeist an (Foto: Jens Kirch)
Heute kommt es auch auf den Teamgeist an (Foto: Jens Kirch)
Die eine Bundesligareserve haben die Drittligahandballer des Leichlinger TV mit dem TSV GWD Minden II gerade abgearbeitet, da wartet am heutigen Freitag (Anwurf 20 Uhr, Smidt Forum, Leichlingen) mit dem VfL Gummersbach II schon die nächste Zweitvertretung eines Erstligisten auf die Mannschaft von Trainer Frank Lorenzet.
Gegen Minden zeigte der LTV eine grundsolide Leistung und holte sich verdient zwei Punkte. Auch den VfL müssen die Leichlinger besiegen, wenn sie den Anschluss an das obere Tabellendrittel nicht verlieren wollen. In diese Situation hat sich der LTV mit zwei völlig unnötigen Niederlagen gegen Korschenbroich und Baunatal selbst hinein manövriert.
Von Titelambitionen hat Lorenzet seine Mannschaft unlängst losgesprochen, ein Platz unter den ersten sechs, und damit die sichere Teilnahme am DHB-Pokal, ist aber eine Pflichtangelegenheit. Erfolge gegen Gegner wie den VfL Gummersbach, der mit 4:10 Punkten in der unteren Tabellenhälfte beheimatet ist, sind dabei fest eingeplant.
Allerdings haben Reservemannschaften auch immer den Charakter einer Wundertüte. „Man weiß bei so einem großen Verein nie genau, wie gerade die Spieler zwischen den Teams hin und her geschoben werden. Wenn man Pech hat, kann man es auch schon einmal mit gestandenen Erstligaspielern zu tun bekommen“, weiß Lorenzet.
Beim LTV gibt es zur Zeit keine großen Personalprobleme. Wenn Ante Vukas von seiner Magen-Darm-Grippe wieder genesen ist, sollte der Kader heute komplett sein.
 
Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
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Kreckler will den nächsten Sieg
 
Es gibt im Kader des Leichlinger TV keinen Akteur, der insgesamt länger im Trikot der Pirates unterwegs ist, als David Kreckler. "Ich weiß gar nicht, wie viele Jahre ich schon hier bin. Nach einem zweijährigen Intermezzo in der 2. Liga bin ich vor einigen Jahren zurück nach Leichlingen. Hier passen für mich einfach Aufwand und Spielklasse", erzählt der 31-Jährige. "Mütze" Kreckler, wie ihn nicht nur sein Coach Frank Lorenzet nennt, ist einer der torgefährlichsten Akteure des Drittligisten. Gegen den VfL Gummersbach II will der Sport- und Fitnesskaufmann mit dazu beitragen, dass sein Team den nächsten Sieg einfährt. "Wir haben auch in diesem Jahr eine Mannschaft, die oben mitspielen kann, wenn wir immer unser Potenzial abrufen und mit der richtigen Einstellung an die Partien ran gehen. Das muss auch gegen Gummersbach der Fall sein", meint Kreckler. Anwurf zur Partie ist am heutigen Freitag um 20 Uhr im Smidt-Forum.
 
Quelle: Kölner Stadtanzeiger
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Ein Meister ohne Publikum

Heimspiele des Leichlinger TV sind nicht selten ein Spektakel. Die Zuschauer im Smidt-Forum sahen schon aufregende Torfestivals, packende Aufholjagden und bittere Niederlagen. Die Ränge bleiben indes weitgehend leer. In den vergangenen beiden Partien gegen die Ahlener SG (37:34) und den GSV Eintracht Baunatal (31:33) fanden jeweils nur etwas mehr als 200 Zuschauer den Weg in die Halle am Hammer, wo immerhin der amtierende Westdeutsche Meister seine Heimspiele austrägt. Heute Abend (20 Uhr) schaut der VfL Gummersbach II zum Derby vorbei.
Das Zuschauerproblem ist für die Leichlinger nicht neu: "In unserer Region herrscht ein Überangebot an Sportveranstaltungen", meint Trainer-Manager Frank Lorenzet, der das Interesse an den Spielen seiner Mannschaft enttäuschend findet: "Viel weniger Leute als bei den letzten Partien hätten ja kaum kommen können." Der Stimmung schadet das naturgemäß. Lediglich ein kleiner und tapferer Block versucht, die Mannschaft mit Trommeln und Gesängen nach vorne zu peitschen. Das sei kein neues Problem, findet Linksaußen David Kreckler: "Gefühlt war das hier schon immer so", sagt der Alterspräsident, der sich an die ruhige Atmosphäre und das "wenig euphorische Publikum" längst gewöhnt hat.
Sommerneuzugang Moritz Barwitzki sieht die Lage etwas anders. "Die Leute, die hier sind, geben alles", meint er. "Aber natürlich wären mehr Zuschauer schöner." Die würden auch helfen, wenn es mal brenzlig werde. So hätte sich die Partie gegen Baunatal eventuell anders entwickelt, wenn in den entscheidenden Phasen das Publikum mehr aus sich herausgekommen wäre, glaubt Barwitzki.
Verantwortlich für die Ergebnisse ist und bleibt aber die Mannschaft. Das wissen die Spieler, das weiß der Trainer und das weiß erst recht das Publikum, welches bei der Pleite gegen Baunatal viele Fehler ertragen musste. Beim Auswärtsspiel in Minden fand Lorenzets Team die passende Antwort und legte - anders als gegen die Hessen - ein äußerst diszipliniertes Spiel hin.
Das braucht es auch gegen Gummersbach, das bisher zwei Siege und fünf Niederlagen auf dem Konto hat. "Das wird ein ähnliches Kaliber wie Minden", glaubt Lorenzet, "Gummersbach hat technisch sehr gute und junge Spieler." Diese dürfen sich im Leichlinger Tor mit Ante Vukas auseinandersetzen, der nach seinem krankheitsbedingten Fehlen in Minden wieder dabei ist. Abgesehen vom Langzeitverletzten Marcus Bouali, der unverändert an seinem Kreuzbandriss laboriert, ist der Kader der "Pirates" damit voll.
An eine Rückkehr Boualis ist aber noch lange nicht zu denken. Der ersten erfolgreichen Operation folgt in Kürze ein zweiter Eingriff. "Er wird noch Monate brauchen, bis er wieder voll mitmischen kann", sagt sein Trainer.

Quelle: Rheinische Post

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