Vorberichte: Longericher SC - Leichlinger TV

Verlängert die Verletztenliste der Pirates: David Hansen (Foto: Miserius)
Verlängert die Verletztenliste der Pirates: David Hansen (Foto: Miserius)

Wer bislang noch nicht davon überzeugt war, dass die Drittligahandballer des Leichlinger TV in einer Seuchen-Saison stecken, dem wurde jetzt ein neuer Beweis geliefert. David Hansen reihte sich nach seinem frühen Aus am vergangenen Spieltag in der Partie gegen den TSV Bayer Dormagen in die lange Verletztenliste des LTV mit einer Sprunggelenks- und Knieverletzung ein. Der Leistungsträger wird in der Partie gegen den Longericher SC (Freitag, 31. März, 20 Uhr, Merianstraße, Köln-Chorweiler) deshalb fehlen.
Dem leiderprobten LTV-Trainer Frank Lorenzet stehen damit nur noch acht Spieler zur Verfügung. Grund zum Jammern ist das für ihn aber schon lange nicht mehr: „Angesichts der Umstände sind wir krasser Außenseiter, ich erwarte aber, dass sich alle in den Dienst der Mannschaft stellen und gegen Longerich alles reinwerfen was möglich ist.“
Den Longerichern, deren Zieleinlauf als Tabellendritter so gut wie feststeht, zollt Lorenzet den größten Respekt: „Die spielen eine unglaubliche Saison, sie sind personell sehr gut besetzt, haben einen tollen Teamgeist, eine große Kampfkraft und eine bärenstarke Abwehr.“ Mit Benjamin Richter besitzen die Kölner zudem einen überragenden Feldspieler, der mit 172 Treffern auf dem zweiten Platz der Torschützenliste der Liga liegt. Auch der Ex-Leichlinger Felix Janssen gehört zu den tragenden Säulen der Mannschaft. Im Hinspiel siegte der LTV nach einer überragenden Vorstellung mit 36:33. Eine Wiederholung dieses Ereignisses ist schwer vorstellbar.

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

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Neuzugang Feuchtmann Pérez: "Ein Platz in den Top Drei sollte drin sein"

Der sechste Zugang des Leichlinger TV ist chilenischer Nationalspieler und kommt aus einer Handballer-Familie: Auch seine Geschwister Erwin, Emil und Inga sind als Spieler aktiv. Zuletzt war der 29-Jährige beim Bayernligisten DJK Waldbüttelbrunn am Ball.

Herr Feuchtmann, mögen Sie eigentlich Dorfklubs?

Feuchtmann Pérez: Das hat schon etwas Besonderes. Alles ist familiärer. Das ist immer schön - und noch schöner, wen man wettbewerbsfähig spielen kann. Waldbüttelbrunn ist ja nur drei Kilometer von Würzburg entfernt, wo ich auch gearbeitet habe. Wenn ich wechsle, werde ich auch in Bonn wohnen und nach Leichlingen pendeln.

Was hat Sie denn ins Rheinland verschlagen?

Feuchtmann Pérez: Meine Freundin hat eine Stelle bei DHL in Bonn bekommen. Wir hatten zwei Möglichkeiten: Entweder, ich wechsele in ihre Nähe, oder ich gehe weiter weg nach Spanien. Ich hatte ein Angebot aus der 2. Liga und wollte wieder auf einem besseren Niveau spielen, aber wir wollten auch keine Fernbeziehung mehr.

Und wie kamen Sie ausgerechnet auf Leichlingen?

Feuchtmann Pérez: Ich habe meinem Berater gesagt, dass ich in die Region möchte. Er hat sich dann umgehört und plötzlich ging alles ganz schnell. Ich arbeite als Fitnesstrainer, da werde ich auch hier etwas finden. Mein neuer Trainer Frank Lorenzet hat mir auch gesagt, dass er mir dabei helfen könne.

Sie sprechen Frank Lorenzet an - ein Fachmann, der durchaus polarisiert.

Feuchtmann Pérez: Ich war beim Training, um mir alles anzusehen. Dabei habe ich schon einiges mitbekommen, da bin ich ehrlich. Ich habe gesehen, dass er sehr ehrgeizig ist. Aber ich hatte schon viele Trainer. Mein Nationaltrainer Matteo Garralda war Weltmeister mit Spanien und ist dementsprechend ehrgeizig. Ich kann damit umgehen. Lieber ist er so als einer, der sich nicht durchsetzen kann.

Sie sind Linksaußen, und werden vermutlich in die Fußstapfen von Publikumsliebling Ousse Lajnef treten. Werden Sie sein Nachfolger?

Feuchtmann Pérez: Ich passe mich schnell an und habe ja auch ein gewisses Temperament. Ich war in Waldbüttelbrunn kein Publikumsliebling, aber das Verhältnis war gut. Ihn zu ersetzen wird schwierig, aber ich werde immer Vollgas geben. Und das wird meist gern gesehen.

In der vergangenen Spielzeit war Leichlingen Meister der dritten Liga, jetzt ist die Saison komplizierter. Wie lauten Ihre Ziele?

Feuchtmann Pérez: Ich habe in allen dritten Ligen gespielt: Nord, Ost und Süd. Nur die West-Staffel kenne ich nicht. Ein Platz in den Top drei sollte aber drin sein. Frank Lorenzet sagte auch, er wollte immer oben mitspielen.

Vorbericht zum Gastspiel beim Longericher SC:

Im Auswärtsspiel beim Dritten Longericher SC heute Abend (20 Uhr) muss der LTV auf David Hansen verzichten. Der Rückraumschütze zog sich bei der Heimniederlage gegen Dormagen (32:33) eine Fußprellung sowie eine Einblutung am Knie zu. Die Ausfallzeit steht nicht fest. "Ich schaue nächste Woche, wie es geht und versuche schnellstmöglich, wieder anzugreifen", sagt der 26-Jährige. Tabelle Der LTV belegt derzeit Platz fünf der dritten Liga West (31:19 Punkte), hinter Dormagen (34:16) und vor der HSG Lemgo II (26:24).

Quelle: Rheinische Post

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