Vorberichte: OSC Rheinhausen - Leichlinger TV

Leichlingen sucht seine Souveräntität

Wenn sich am Sonntag um 13.30 Uhr Am Hammer der Bus in Richtung Duisburg in Bewegung setzt, wird Frank Lorenzet womöglich immer noch grübeln. "Rheinhausen gibt mit Rätsel auf", meint der Trainer der LTV-Handballer vor der Auswärtspartie beim OSC.

Im Sommer rutschte der Gegner der Leichlinger als Viertletzter der Zweiten Liga in die Drittklassigkeit ab und ist seither weiterhin oft im Rückwärtsgang unterwegs. "Dabei sind sie top-besetzt", betont Lorenzet und zählt in Jörg Schürmann, Marcel Wernicke und dem ehemaligen Leichlinger Torwart Matthias Reckzeh drei Spieler mit Erstliga-Erfahrung auf. Und dennoch kommt der Traditionsverein aus dem Ruhrgebiet (8:10 Punkte) nicht richtig in Tritt und erlaubte zuletzt sogar Kellerkind Altenhagen den ersten Saisonerfolg.

Dass die Rheinhausener ihr holpriges und fehlerhaftes Auftreten übermorgen (Anpfiff: 16 Uhr) fortsetzen, darauf vertrauen sie beim Leichlinger TV nicht. Dabei sein ist für die Gastgeber mit Sicherheit nicht alles. Auch wenn der Vereinsname — Olympischer Sportclub — auf Anderes schließen lassen könnte.

"Wir müssen eine gute Leistung anbieten und dürfen uns keine Katastrophen-Zehnminuten erlauben", betont der Trainer. Damit ist auch schon der Kern eines der Probleme in dieser Saison angesprochen. Zwar werden beständig ordentliche Auftritte gezeigt, aber selten hält der Vorjahres-Vierte diese von Anfang bis Ende einer Partie durch. "Eine richtig souveräne Vorstellung über 60 Minuten fehlt uns bislang noch", sagt LTV-Kapitän Christian Born.

Mit Vorliebe würden die Leichlinger eine solche auswärts hinlegen. Schließlich blieben sie dort zuletzt dreimal ohne Punkt. "Mit einem Sieg könnten wir uns den Druck in den Heimspielen ersparen", meint Lorenzet, der erneut auf den angeschlagenen Bastian Munkel und eventuell auf David Kreckler verzichten muss.

Wobei sich der LTV Druck im nächsten Heimspiel wohl nicht gänzlich ersparen kann. Schließlich geht es in einer Woche gegen Wermelskirchen um nachbarschaftliches Prestige. "So weit denken wir aber noch nicht", bekräftigt Lorenzet. Erst einmal gelte es, gegen den OSC nicht nur dabei, sonder erfolgreich zu sein.

Quelle: Rheinische Post online

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