Vorberichte: TSG Altenhagen-Heepen - Leichlinger TV

Gute Voraussetzungen für den LTV

Freitag Abend steigen die Leichlinger Handballer in die neue Saison ein. Wie im Vorjahr reisen sie zum Auftakt zur TSG Altenhagen-Heepen. Zielrichtung des LTV ist ein Platz unter den ersten Sechs der Dritten Liga — wenn sich die Mannschaft dabei nicht wieder selbst im Wege steht. In den Tagen vor einer Partie bekommt Frank Lorenzet eine Vorahnung davon, wie sich sein Team präsentieren wird. Auch vor dem ersten Saisonauftritt in der Dritten Liga braue sich bei ihm "so ein Bauchgefühl" zusammen. Ob es gut oder schlecht ist, das verschweigt er. Ein wenig zumindest wird sich der Trainer des Leichlinger TV wohl heute selbst überraschen lassen, wie seine Handballer in Bielefeld auftreten werden.

"Die Mannschaft ist selbst ihr größter Feind", erläutert Lorenzet. Soll heißen: An guten Tagen gibt es keinen Gegner in der Liga, mit dem es der LTV nicht aufnehmen kann. So wie in der ersten Hälfte der vorigen Saison, als es stetig bergauf ging, bis zur Hinrundenmeisterschaft.

Aber in der Folge leistete sich das Team viele Aussetzer. "Wenn die Mannschaft ihr anderes Gesicht zeigt, kann es in der Tabelle nach unten gehen: bis auf Platz acht oder zehn", sagt der Coach. Aus der optimistischen Perspektive betrachtet, soll es am Saisonende ein Platz unter den ersten Sechs sein.

Auf dem Weg dorthin muss der LTV heute gleich einen sportlich dicken Brocken aus dem Weg räumen. Um 19.30 Uhr wird bei Altenhagen-Heepen (Busabfahrt: 15.30 Uhr, Am Hammer) für die Leichlinger die Liga eingeläutet. Genau wie im Vorjahr. Damals gab es dort eine 25:32-Niederlage.

Nachdem Lorenzets Team — ebenfalls wie im Vorjahr — zuletzt gegen den TV Neuhausen im DHB-Pokal umgehend das Aus ereilt hat, "gilt es, das totale Déjà-vu zu verhindern", umschreibt Kreisläufer Maik Pallach die Zielsetzung.

Und die Voraussetzungen dafür erscheinen deutlich positiver als vor der Saison 2010/11. Die Altenhagener zeigten sich letzte Woche beim Pokal-Spiel gegen die Berliner Füchse II (31:36) längst nicht in Bestform. Zudem reiste der LTV im vorigen Jahr noch nicht restlos eingespielt und personell angeschlagen (Erwin Reinacher wurde damals eilig nachverpflichtet) nach Ostwestfalen. Eines dagegen bleibt gleich: Rainer Hantusch (Bild) fehlt erneut.

Erholte er sich letztes Jahr noch von diversen Knie-Operationen, hat er es nun im Rücken. "Er hat vorige Woche einen Schlag bekommen, nun ist ein Nerv eingeklemmt. Das ist ärgerlich, weil Rainer in der Vorbereitung gut in Schuss war und das Team geführt und gezogen hat", berichtet Lorenzet. Ein Ausfall also, der aus seinem Bauchgefühl eine leichte Magenverstimmung machen könnte.

Quelle: Rheinische Post online
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Start beim Angstgegner

Neues Spiel, neues Glück: Zum Drittliga-Saisonstart reist der Leichlinger TV nach Bielefeld zur TSG Altenhagen-Heepen. Mit einem guten Gefühl, sagt Trainer Frank Lorenzet — trotz der Negativ-Bilanz 2010/11 mit zwei Schlappen. Lorenzet: "Das ist zusätzliche Motivation für uns.“

Das 22:30 gegen Neuhausen im Deutschen Pokal hat der übungsleiter noch einmal genau unter die Lupe genommen. "So schlecht waren wir nicht. Vor allem in der Deckung sah es gut aus.“ Die Defizite machte Lorenzet im Angriff aus. "Vorbereitet hatte ich die Mannschaft. Aber Analyse und Umsetzung sind zwei paar Schuhe.“

Bester Mann der Vorbereitung
muss wohl passen — der Rücken!

Entsprechend hofft Lorenzet, der für seinen LTV Platz drei bis sechs anpeilt und Wilhelmshaven sowie Ferndorf zu den Top-Favoriten kürt, auf eine taktisch und individuell bessere Vorstellung. Dass ausgerechnet Rainer Hantuschs Einsatz zumindest mit einem riesengroßen Fragezeichen versehen ist, passt ihm gar nicht ins Konzept. "Er war unser bester Mann in der Vorbereitung.“ Hantusch, der in der letzten Spielzeit gravierend an den Folgen einer Virus-Infektion im Knie litt, plagt sich mit heftigen Rückenbeschwerden herum.

In der Bielefelder Presse wurde Altenhagen/Heepen ein Substanzverlust nachgesagt. Für Lorenzet kein Thema: "Die haben ihre erste Sechs behalten, sind eingespielt und waren letzte Saison Dritter mit fünf Punkten mehr auf dem Konto als wir.“ Den Abgang von Kreisläufer Calle Wagner (Wermelskirchen) habe man durch die Verpflichtung des Erstliga-erfahrenen Pierre Limberg wettgemacht.

Quelle: Solinger Tageblatt online
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Keine großen Variationsmöglichkeiten

Heute Abend wird aus Spaß Ernst. Von 19.30 Uhr an ist alles, was die TSG Altenhagen-Heepen in der Vorbereitung solide zu simulieren versucht hat, nur noch Makulatur. Der Meisterschafts-Anpfiff zur 3. Handball-Liga ertönt. Die ausgebufften »Pirates« des Leichlinger TV sind auf Kapertörn, um die Seidensticker Halle zu entern.

Die erste richtige Stresssituation. »Erst danach lässt sich eine fundierte Aussage über das Zusammengehörigkeitsgefüge der Mannschaft machen«, ist Trainer Helmut Bußmeyer gespannt, wie sehr seine Crew den Gegner erschrecken kann. »Mit vier Rückraumspielern haben wir ja noch einen über Par«, fügt er mit Galgenhumor an. Henrik Ortmann steht als versierte Aushilfe nicht zur Verfügung. Die Variationsmöglichkeiten im Rückraum sind folglich überschaubar. Michael Boy ist als einziger Mittelmann gesetzt. Ebenso Christopher Kunisch auf der Königsposition (Bußmeyer: »Wenn ihm was passiert, können wir den Laden fast dichtmachen«) und Linkshänder Carsten Kappelt.

Bloß am Kreis und auf Linksaußen ist die TSG zurzeit doppelt gesund besetzt. Das Spielsystem ist auf die neue Crew zugeschnitten worden. Die 6:0-Deckungsformation wartete im klar verloren gegangenen DHB-Pokalspiel gegen die Füchse Berlin II über weite Strecken mit den beiden Kreisläufern Tobias Fröbel und Pierre Limberg im Innenblock auf — wenn sie nicht gerade von Gegenstößen überrollt wurde. Denkbare Alternativen wären auch Johannes Krause und Christopher Kunisch.

Eine 5:1- und 3:2:1-Variante mit Daniel Meyer als vorgezogenem Spieler gehören ebenfalls zum Repertoire. »17 technische Fehler wie gegen Berlin dürfen wir uns nicht nochmal erlauben. Ein Erfolgserlebnis im ersten Spiel würde uns einen Riesenschub geben«, wünscht sich Helmut Bußmeyer angesichts des Bielefelder Auftaktprogramms. Die ersten Begegnungen gegen Leichlingen sowie die Bundesliga-Reserven GWD Minden II (A), HL Lemgo II (H) und VfL Gummersbach II (A) sind nicht von Pappe.

»Abwarten. Wenn wir nach vier Spieltagen vier Punkte auf dem Konto haben, wäre das ein zufrieden stellender Start und ein gutes Polster vor den schweren Partien gegen die Nordlichter Wilhelmshavener HV und HSG Varel-Friesland«, findet Tobias Fröbel. Der Zweitjüngste im Kader hatJohann-David Starck als neuer Kapitän beerbt. »Ich bin ein Typ, der auch intern gerne mal was sagt«, dankt der Kreisläufer Trainer und Mitspielern für das in ihn gesetzte Vertrauen. »Wir müssen hinten robust dagegen halten. Leichlingen teilt auch gerne mal aus. Die haben einen 8,90 Meter großen Mittelblock. Da brauchen wir gar nicht erst versuchen, drüber zu schießen«, empfiehlt Fröbel. »Wir müssen die Dinge irgendwie spielerisch lösen, immer auf die Nahtstellen gehen.«

König Fußball im Fernsehen; da droht am Abend in der Seidensticker Halle — Saison-Eröffnungsspiel hin oder her — eine Geisterkulisse. »Wir kennen unsere Pappenheimer und wissen, dass wir die Zuschauer erst anschieben müssen«, sagt Vorsitzender Heinrich Rödding. »Ich wäre froh, wenn 500 bis 600 Leute kommen.«

Quelle: Westfalen-Blatt online

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