Vorberichte: TuS Ferndorf - Leichlinger TV

Zu Gast beim Topfavoriten

Gegen den noch ungeschlagenen TuS Ferndorf müssen Henrik Rachow und Co. ähnlich hart zupacken wie im Vorbereitungsspiel
Gegen den noch ungeschlagenen TuS Ferndorf müssen Henrik Rachow und Co. ähnlich hart zupacken wie im Vorbereitungsspiel

Zum ersten Mal in dieser Saison betreten die Leichlinger Drittligahandballer am kommenden Spieltag als krasser Außenseiter das Feld. Wie auch jedes andere Team der Gruppe geht die Mannschaft von Trainer Frank Lorenzet am Samstagabend (19.30 Uhr, Sporthalle Kreuztal, Kreuztal) gegen den TuS Ferndorf ohne große Erwartungen ins Rennen. Die Übermannschaft der Liga hat bislang nicht nur eine weiße Weste, sondern feiert einen Kantersieg nach dem anderen. Lediglich Verfolger HSG Krefeld hielt mit fünf Treffern Differenz die Niederlage im erträglichen Rahmen. Im Schnitt verlassen die Ferndorfer Gegner mit einer Zehn-Tore-Pleite die Halle.
Auch im DHB-Pokal demonstrierten die Ferndorfer ihre Stärke. Nach Siegen gegen den Erstligisten TSV GWD Minden und den Zweitligisten TV Emsdetten erreichten sie als einziger Drittligist sensationell das Achtelfinale. Dort musste sich der TuS nach harter Gegenwehr dem amtierenden Deutschen Meister Rhein Neckar Löwen lediglich mit 24:28 geschlagen geben.
Überragend ist beim Gegner die Defensive mit Torhüter Lucas Puhl, der im Schnitt 40 Prozent aller Bälle, die auf sein Tor zufliegen, entschärft. „Dazu kommt, dass Ferndorf nach Ballgewinnen blitzschnell Gegenangriffe einleitet. Da muss man hellwach sein, wenn man nicht schnell zweistellig im Rückstand liegen will“, weiß Lorenzet
Ganz so einfach will es seine Mannschaft dem Gegner aber nicht machen: „Wir werden alles versuchen, um unsere Minimalchance zu nutzen.“ An der personellen Situation soll es nicht liegen, der LTV fährt mit komplettem Kader nach Ferndorf.

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

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Barwitzki: Der LTV wird noch nach oben klettern

Der ehemalige Spieler des Handball-Drittligisten Leichlinger TV befindet sich nach seinem Kreuzband- und Meniskusriss derzeit in der Reha. Morgen (19.30 Uhr) empfängt sein TuS Ferndorf die "Pirates".


Herr Barwitzki, wie ist der Eindruck Ihrer bisher ungeschlagenen Kollegen von außen?

Barwitzki Wir haben es tatsächlich geschafft, nach der vergangenen Saison, die ja etwas weniger erfolgreich war (Ferndorf stieg aus der zweiten Liga ab, Anm. d. Red.) mit Marijan Basic jemanden zu holen, der Aufstiegserfahrung hat. Wir haben in Branimir Koloper einen super Innenblockspieler verpflichtet, der auch Erstligaerfahrung hat. Außerdem haben wir den Kern des Teams zusammengehalten. Das sind ja auch Spieler, die gute Leistungen in der zweiten Liga gebracht haben. Trainer Michael Lerscht legt sehr viel Wert darauf, dass wir ein Team sind. Ich denke, wir stehen auch deswegen so gut da, weil wir die nötige Siegermentalität haben - und sehr viel Kampfwillen.

Vergangene Saison hatten Sie ein Doppelspielrecht für Ferndorf und den LTV. In Leichlingen hat sich seitdem einiges getan - wie ist Ihr Eindruck?

Barwitzki Der Leichlinger TV hat ja auch einen Umbruch hinter sich. Mit Tim Hilger hat einer der wichtigsten Spieler aufgehört, aber der LTV hat ein neues, gutes Team zusammen. Aktuell stehen sie sicher etwas weiter unten in der Tabelle, als erwartet. Aber das wird sich noch ändern. Ich sehe Leichlingen auch in der Top-Gruppe, allein von den Spielern her: Valdas Novickis, Mike Schulz auch Marcus Bouali ist wieder zurück. Der LTV wird noch nach oben klettern.

Wo liegt der Unterschied zwischen Ex-Zweitligist Ferndorf und Leichlingen?

Barwitzki In Ferndorf leisten die Verantwortlichen extrem viel Arbeit und wollen den Klub weiterentwickeln. Beim Pokalspiel gegen die Rhein-Neckar-Löwen in Gummersbach waren mehr als 3000 Fans. Man sieht, dass dieser Verein sich über die Jahre entwickelt und eine feste Größe in der zweiten Liga werden will. Da steckt viel hinter. In Leichlingen macht Trainer-Manager Frank Lorenzet eine unglaubliche Arbeit. Vor ein paar Jahren haben sie ja auch noch höher gespielt, jetzt musste viel verändert werden. Aber der LTV wird immer eine gute Rolle spielen und sich vielleicht sogar zum Zweitligateam entwickeln.

Wie findet man nach so einer schweren Verletzung wieder Anschluss? Es klappt ja nicht immer so wie bei Bouali, der im ersten Spiel nach drei Verletzungen neun Tore warf. . .

Barwitzki Ich habe mich total für Marcus gefreut. In der gesamten Zeit, in der ich verletzt war, habe ich Kontakt mit Marcus und auch Mike Schulz gehabt, der auch einen Kreuzbandriss hatte. Ich habe immer gefragt: Wie war das bei euch? Marcus hat es mit zwei Kreuzbandrissen viel schwerer getroffen als mich. Ich ziehe mich da persönlich auch etwas hoch, das gibt mir Kraft.

Wäre das trotzdem eine Option eines Tages - zurück nach Leichlingen?

Bariwtzki Im Moment fühle ich mich total wohl in Ferndorf, bin insgesamt schon drei Jahre schon dort. Aber eines Tages - wer weiß? Leichlingen ist ein super Verein.

Was erwartet den LTV morgen in Ferndorf?

Barwitzki Eine volle Halle und Riesenstimmung. Die Leute dort sind frenetisch, es wird sehr laut. Wir stellen die beste Abwehr der Liga. Es wird schwierig, die zu knacken - obwohl Leichlingen ja immer eine starke Angriffsmannschaft ist.

Jim Decker führte das Gespräch.

Quelle: Rheinische Post

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