Vorberichte: TuS Volmetal - Leichlinger TV

Lorenzet lässt seine Zukunft weiter offen

Mann für alles: Frank Lorenzet ist Trainer sowie Manager des LTV und kaum aus dem Verein wegzudenken. Dennoch grübelt er über die Zukunft (Foto: Miserius)
Mann für alles: Frank Lorenzet ist Trainer sowie Manager des LTV und kaum aus dem Verein wegzudenken. Dennoch grübelt er über die Zukunft (Foto: Miserius)

Frank Lorenzet beschreibt es als "laufende Prozesse in meinem Kopf", wenn er an seine Zukunft beim Leichlinger TV denkt. Im Sommer verkündete der Trainer-Manager des Westdeutschen Handballmeisters im RP-Interview, dass sein weiteres Engagement beim LTV auf der Kippe stehe. "Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen", sagt er nun rund zwei Monate danach. Fest steht bisher nur eine Sache: Bis zum Saisonende bleibt der 48-Jährige den "Pirates" definitiv erhalten.
Seine Überlegungen haben einen traurigen Auslöser: Nach dem plötzlichen Tod von Bettina Ditz, die viel ehrenamtliche Arbeit im Verein leistete und Lorenzet nahe stand, zog sich der Trainer vorerst zurück. Auch heute belaste in die Situation noch sehr, weshalb ein endgültiger Entschluss noch nicht gereift sei, sagt er: "Es gibt mal bessere und mal schlechtere Tage."
Personelle Entscheidungen stehen in Leichlingen daher noch aus. Sicher ist lediglich, dass der amtierende Meister einen Co-Trainer sucht, der den etatmäßigen Coach entlasten soll. Das sei "dringend notwendig" - und ist kaum verwunderlich: Lorenzet ist in Leichlingen der Mann für alles. Würde er wegfallen, hätte der Verein eine riesige Lücke zu füllen. "Wir sind auf einem guten Weg, jemanden zu finden", sagt der Trainer, "aber es gibt noch nichts zu verkünden."
In sportlicher Hinsicht schrieben die Leichlinger zuletzt wieder positive Schlagzeilen. Die Siege gegen den TSV GWD Minden II (36:32) und gegen den VfL Gummersbach II (40:28) sorgten bei den Blütenstädtern für Selbstvertrauen. Auch morgen (19.45 Uhr) beim TuS Volmetal möchte der LTV naturgemäß punkten - vor allem, wenn er einen Blick auf die nächsten Wochen wirft.
Denn der Rest des Jahres wird knüppelhart: Mit dem TSV Bayer Dormagen, dem Longericher SC und dem Neusser HV warten allein im November ausnahmslos Topspiele auf die Leichlinger. "Wir sind gut beraten, unser Polster bis dahin auszubauen", sagt Lorenzet und meint damit die Lücke nach unten. Zwar geht die individuell hochkarätig besetzte Mannschaft des LTV kaum als Abstiegskandidat durch, doch in Leichlingen stapelt man diese Saison tief. "Ich bin erst einmal froh, wenn wir mit dem unteren Bereich nichts zu tun haben", sagte Lorenzet vor der Saison bescheiden.
Neben einer missglückten Vorbereitung lag seine Zurückhaltung auch an dem noch immer dünn besetzten Leichlinger Kader, der den Trainer regelmäßig vor Herausforderungen stellt. Weil neben den erkrankten Damian Bungart und David Hansen (beide Grippe) auch Valdas Novickis und Karol Zechmeister (wie abgesprochen) in dieser Woche in der Heimat unterwegs waren, war an echtes Training nicht zu denken - nicht zum ersten Mal. Trotzdem gelten die "Pirates" als Favorit. Volmetal hat zwar ein frenetisches Publikum, aber bisher sechs von acht Partien verloren. Wenn es nach dem LTV geht, folgt morgen die siebte Pleite.

Quelle: Rheinische Post

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An die Mini-Serie anknüpfen

Die Aufgaben der Leichlinger Drittligahandballer ähneln sich momentan sehr stark. An den vergangenen fünf Spieltagen musste die Mannschaft von Trainer Frank Lorenzet gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte antreten und ging entsprechend immer als Favorit ins Rennen. Zwei Arbeitsunfälle gab es dabei. In Korschenbroich und zuhause gegen Baunatal musste man unerwartete Niederlagen einstecken. Mit Siegen über die Erstligareserven aus Minden und Gummersbach lief es zuletzt aber bei den Leichlingern wieder in die richtige Richtung.
Beim Tabellendreizehnten TuS Volmetal möchte Lorenzet am Samstag (Anwurf 19.45 Uhr, Sporthalle Hagen-Volmetal, Hagen) an die Mini-Erfolgsserie anknüpfen. Wie gewohnt ist der LTV in der Favoritenrolle, trotzdem ist Lorenzet vorsichtig: „Unsere Vorbereitung auf die Partie war denkbar schlecht, da ich kaum Spieler beim Training hatte.“ Karol Zechmeister und Valdas Novicks mussten aus privaten Gründen in die Heimat, David Hansen und Damian Bungart kurierten zuhause ihre Grippe aus. Zum Spiel gegen Volmetal wird der Kader aber komplett sein.

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

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