Vorberichte: Tus Wermelskirchen - Leichlinger TV

Ein Spiel wie jedes andere

Freitagabend steht in Wermelskirchen das Nachbarschaftsduell zwischen dem 
gastgebenden TuS und dem Leichlinger TV an. Große Kampfansagen spart sich LTV-Trainer Frank Lorenzet: Es gehe weniger um Bergisches Image als um die Vizemeisterschaft in der Dritten Liga.

Mit Schauspielerei haben sie nichts am Hut. "Wir brauchen keine 
Generalprobe — im Derby muss jeder brennen", meinte Christian Born 
selbstbewusst, kurz nachdem sein Ensemble gegen Rheinhausen die zweite 
Heimniederlage hatte hinnehmen müssen.

Als schlechtes Omen wollte der Kapitän der Handballer des Leichlinger TV die Pleite aber nicht gedeutet wissen — obwohl die Partie gegen die Duisburger durchaus unheilvolle Parallelen in sich trug: die erste Halbzeit total verpennt, in der zweiten nicht belohnt für eine Aufholjagd. Das war doch was? Richtig: Die 29:34-Niederlage gegen den TuS Wermelskirchen vor gut einem Jahr, als sich der LTV Am Hammer zunächst 30 Minuten lang so präsentierte, dass Fans sich gewünscht hätten, die Deckenbeleuchtung möge ausfallen.

In der Zwischenzeit haben die Leichlinger immerhin tabellarisch 
wieder die Hoheit gewonnen: Sie stehen auf Rang zwei, der Nachbar auf Rang fünf. 
Dabei kann es aus LTV-Sicht bleiben. Wobei Coach Frank Lorenzet zwischen den Zeilen immer wieder betont, dass es ihm gleichgültig ist, wo die 
Wermelskirchener am Ende stehen werden: "Für uns geht es einzig darum, unseren Platz zu halten. Angesichts unserer finanziellen und personellen Möglichkeiten haben wir bislang eine sehr ordentliche Saison gespielt. Sie würde natürlich noch ein wenig verschönert durch einen Sieg im Derby."

Ansonsten gibt sich der Trainer-Manager des Drittligisten betont 
gelassen. Schließlich sei der "ganze große Dampf raus", weil keines der Teams noch ganz große Ziele verfolge in dieser Spielzeit. Für das Schleudern von Sticheleien über den Nachbarzaun — etwa weil das Verhältnis mit TuS-Coach Lars Hepp oder Spieler Frank Berblinger nicht immer von purer Harmonie geprägt war — ist Lorenzet auch nicht zu haben: "Das überlasse ich anderen", sagt und ergänzt einen Satz mit zumindest diskutablem Wahrheitsgehalt: "Für mich ist das ein Spiel wie jedes andere."

Vermutlich ist es doch eher ein Derby wie jedes andere. Zuletzt 
konnte der LTV in eigener Halle zweimal nicht gewinnen, dafür glückte ihm zuvor ein starker Auftritt in der Nachbarstadt samt doppeltem Punktgewinn: 34:29.

Neben den Zählern und Bergischem Image geht es für die Leichlinger heute ab 20 Uhr (Halle Am Schwanen) darum, einen großen Schritt auf ihre vierte Vizemeisterschaft im Handball-Westen zuzugehen — schließlich stehen 
im Anschluss Partien gegen die drei Letzten der Tabelle an. "Wir haben aber mit Wermelskirchen, Hagen und Ferndorf noch drei große Stolperfallen", warnt Lorenzet. Dass sein Team heute aus dem Tritt kommt, sei nicht 
ausgeschlossen.

"Ich halte einen Kantersieg für uns, aber auch für Wermelskirchen für möglich", sagt der LTV-Coach. Von einer Favoritenrolle, die Hepp den Leichlingern zuschreibt, will Lorenzet nichts wissen. "Auch wenn sie zuletzt 8:8 Punkte geholt und nur eines ihrer letzten sechs Heimspiele gewonnen 
haben: In der Tabelle sind sie fast gleichauf, und das Hinspiel endete mit einem Remis." Daher stünden heute auch die Chancen unentschieden: 50:50.

Quelle: Rheinische Post online
-----------------------------------------------------------------------------------

Spannende Aufgabe für die Pirates

Auch wenn offiziell in Leichlingen niemand von der Hoffnung auf einen Ausrutscher des TuS Ferndorf sprach: Man behielt das Abschneiden des Tabellenführers, der sich in den letzten Wochen oftmals nur mit knappen Siegen behauptete, immer im Auge. Vielleicht würde ja doch noch was gehen im Titelkampf, sollte Ferndorf irgendwann einmal patzen. Das Team des LTV wäre damit in Reichweite des Primus gewesen, um im direkten Duell am vorletzten Spieltag doch noch für eine überraschung sorgen zu können. Doch diese Hoffnung dürfte jetzt dahin sein.

Während der Spitzenreiter sich gegen Hagen durchsetzte, ließen die Pirates überraschend in eigener Halle gegen Rheinhausen beim 35:36 zwei Punkte liegen. Fünf Spieltage vor dem Saisonende liegen nunmehr auch ebenso viele Zähler zwischen Ferndorf und Leichlingen, das immer noch auf dem zweiten Rang liegt.

Und eben diese Platzierung wollen die Blütenstädter nun verteidigen. Am heutigen Freitagabend (20 Uhr) erwartet den LTV dabei eine spannende und schwere Aufgabe — es geht zum Nachbarn nach Wermelskirchen.

"Alleine die Aussicht auf dieses Derby wird bei meinen Spielern trotz der Niederlage gegen Rheinhausen keine schlechte Stimmung aufkommen lassen. Wir gehen hochmotiviert in diese Begegnung und wollen uns dort natürlich behaupten. Spiele gegen Wermelskirchen bringen aufgrund des Lokal-Charakters immer eine besondere Stimmung mit sich. Wir freuen uns darauf“, sagt Leichlingens Coach Frank Lorenzet, der wohl mit der selben Besetzung wie gegen Rheinhausen antreten kann. 


Quelle: Ksta online
----------------------------------------------------------------------------------

Spannung vor dem Derby

"Derbys haben immer einen ganz besonderen Charakter." Zumindest in dieser Sache sind sich die Trainer Lars Hepp vom TuS Wermelskirchen und Frank Lorenzet vom Leichlinger TV vor dem direkten Aufeinandertreffen ihrer Mannschaften am morgigen Freitagabend (Anwurf 20 Uhr) in der Wermelskirchener Schwanenhalle einig.

Ansonsten haben die Leichlinger aber deutlich höhere Ziele als der Gastgeber. Nachdem sich der LTV nach der Heimniederlage gegen den OSC Rheinhausen am vergangenen Spieltag vom Meistertitel geistig verabschiedet hat, will man nun auf jeden Fall den zweiten Platz sichern. "Und dafür müssen wir den Tus schlagen, denn eine weitere Pleite wird man sich bei dieser Zielsetzung und der Konkurrenz im Nacken kaum noch erlauben können“, so Lorenzet. Hepp hebt dagegen den Gegner in die Favoritenrolle und freut sich vor allem auf ein Spiel vor großer Kulisse: "Leichlingen holte zuletzt 13:3 Punkte, wir im gleichen Zeitraum nur 8:8. Da muss man über die Rollenverteilung nicht diskutieren. Bei uns muss schon alles passen, wenn wir eine Chance haben wollen.“
Dennoch erwartet der Tus-Trainer gegen den Erzrivalen eine deutlich Steigerung seiner Mannschaft gegenüber dem letzten Auftritt bei der TSG Altenhagen-Heepen. "Das war schon ganz dürftig, was wir da abgeliefert haben. Zuhause, und vor allem gegen den LTV, möchte ich so eine Leistung nicht erleben“, nimmt Hepp seine Spieler in die Pflicht.
Lorenzet erwartet wie schon im Hinspiel, als man sich in Leichlingen 28:28-Unentschieden trennte, eine bis zum Schluss offene Partie. Nachteilig für seine Mannschaft sieht er den Ausfall von Kreisläufer Maik Pallach und den Umstand, dass wer wegen der erkrankten Tim Menzlaff und Ousse Lajnef, sowie dem beruflich verhinderten Christian Born unter der Woche nur mit stark dezimiertem Kader trainieren konnte.
Beim Tus muss man dagegen weiter auf Torhüter Roland Mainka verzichten, sodass Tobias Geske wohl der einzige Keeper im Kader sein wird.

Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid

Zurück

Premium Partner

Business Partner