Vorberichte: VfL Eintracht Hagen - Leichlinger TV

LTV klarer Außenseiter in Hagen

David Hansen benötigt auch gegen Hagen viel Durchsetzungsvermögen (Bild: Archiv)
David Hansen benötigt auch gegen Hagen viel Durchsetzungsvermögen (Bild: Archiv)
Nach einer Serie von 2:10 Punkten geht es für die Leichlinger Drittligahandballer in dieser Saison nicht mehr vorwärts. Die Mannschaft von Trainer Frank Lorenzet steht drei Spieltage vor dem Saisonende auf dem fünften Tabellenplatz und kann diesen im besten Fall gegenüber der HSG Handball Lemgo II verteidigen. Diese Position hat Lorenzet mittlerweile als Ziel vorgeben, das er auch bei der schweren Aufgabe beim Tabellenzweiten VfL Eintracht Hagen am Freitag (20 Uhr, Enervie-Arena, Hagen) nicht aus den Augen verlieren will.
Der LTV geht als klarer Außenseiter gegen die zuhause noch ungeschlagenen Hagener ins Rennen. Auch wenn der ehemalige Titelfavorit bereits dem Konkurrenten aus Neuss zur Meisterschaft gratulieren musste, hat die Mannschaft von Trainer Niels Pfannenschmidt gegen den LTV nichts zu verschenken. Um ganz sicher den zweiten Platz zu verteidigen und damit die Chance auf die Aufstiegsrelegation zu wahren, braucht Hagen noch zwei Siege. Und das Restprogramm hat es in sich. Der LTV ist als Tabellenfünfter der vermeintlich leichteste Punktlieferant, denn anschließend bekommt es Hagen noch mit dem Dritten Longerich, der dem VfL den Relegationsplatz noch streitig machen kann, und Meister Neuss zu tun.
Die Zuschauer können sich auf eine torreiche Partie freuen, wenn die beiden besten Angriffsreihen der Liga aufeinander treffen. Die Vorteile in der Defensive liegen allerdings ganz klar auf Seiten der Gastgeber, die die drittbeste Abwehr der Liga haben, während nur Schlusslicht Ratingen sich hinten noch löchriger als der LTV präsentiert. Das Hinspiel konnte Hagen mit 35:30 für sich entscheiden. Lorenzet hofft auf die Außenseiterchance, die nach der Genesung einiger zuletzt angeschlagener Spieler etwas gestiegen sein dürfte.
 
Quelle: Bergischer Volksbote Burscheid
 
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Pokalqualifikation ist für den LTV nur noch Formsache
 
Auf Rechenspiele kann der Leichlinger TV kurz vor Saisonende so gut wie verzichten. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, dass noch zwei Teams am derzeit Fünften (31:23 Punkte) der dritten Handball-Liga vorbeiziehen und den Pirates auf der Zielgeraden die Qualifikation für den DHB-Pokal wegschnappen. Nur der Siebte GSV Eintracht Baunatal (26:28) und der Achte HSG Krefeld (25:29) kämen dafür in Frage. Allerdings müssten beide Teams ihre restlichen drei Partien teils deutlich gewinnen, während der LTV all seine Spiele verliert. Und da Krefeld - bevor es am vorletzten Spieltag (29. April, 19 Uhr) in die Blütenstadt reist - an diesem Wochenende beim designierten Meister und Tabellenführer Neuss antritt, ist dieses Szenario höchst unwahrscheinlich. Kurzum: Der LTV spielt auch in der kommenden Saison im nationalen Pokalwettbewerb.
Ob die Verantwortlichen der Leichlinger, die heute Abend, 20 Uhr, beim Tabellenzweiten VfL Eintracht Hagen antreten, deshalb in Euphorie ausbrechen, ist unwahrscheinlich. "Wirtschaftlich und sportlich waren die vergangenen zwei Jahre im Pokal für uns ein Desaster", sagt Trainer-Manager Frank Lorenzet. Er macht seit geraumer Zeit kein Geheimnis aus seiner Abneigung für das reformierte Pokal-System.
Seit der Saison 2015/2016 werden in der ersten Runde des Pokals 16 Final-Four-Turniere ausgetragen. Die Zusammensetzung entscheidet das Los. Leichlingen als Fünfter oder Sechster der dritten Liga landet in Topf vier und trifft damit auf einen Bundesligisten, einen Zweitligisten und ein weiteres Spitzenteam aus Topf drei (siehe Infokasten). Es ist offensichtlich: Die Chancen auf ein Weiterkommen liegen für die Amateurvereine nahe Null. "Der Pokal ist für uns eine verlängerte Vorbereitung mit attraktiven Gegnern", sagt Lorenzet.
Das bestätigten die beiden vergangenen Jahre, als für die Pirates gegen den jeweils ausrichtenden Zweitligisten schnell Schluss war: Sowohl bei der SG BBM Bietigheim als auch der HG Saarlouis setzte es trotz ansprechender Leistungen Niederlagen. "Wir sind ausgeschieden und haben am Ende außerdem Geld draufzahlen müssen", sagt Lorenzet - und das obwohl die Zuschauereinnahmen auf alle vier Vereine gleichmäßig verteilt werden.
Dass es mit etwas Losglück auch anders kommen könnte, ist klar, aber unwahrscheinlich. Beispielsweise, wenn der LTV in einer großen Halle in naher Umgebung auf Spitzenteams treffen würde. "Dann könnte eine ordentliche Summe bei rumkommen", sagt Lorenzet. "Vielleicht haben wir dieses Jahr mehr Glück."
 
Quelle: Rheinische Post
 
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"Im Sport ist alles möglich"

Neun Feldspieler werden Frank Lorenzet heute Abend zur Verfügung stehen, wenn der Leichlinger TV beim Tabellenzweiten der 3. Liga West, Eintracht Hagen, antreten muss. Zuletzt gegen Neuss konnte der Trainer der Pirates nur auf sechs Akteure zurückgreifen; da mutet die aktuelle Situation schon fast komfortabel. „Es sieht auf jeden Fall besser aus. Aber das heißt ja noch nichts. Wir fahren als krasser Außenseiter dort hin; unsere Siegchance liegt vielleicht bei zehn Prozent. Auf der anderen Seite – und das zeigen ja auch immer wieder aktuelle Ergebnisse aus der Handball-Bundesliga – ist im Sport alles möglich“, erzählt Lorenzet.
Da gibt es aber noch weitere Unwägbarkeiten, die der Coach nicht einzuschätzen weiß; die aber den Auftritt seiner Schützlinge maßgeblich beeinflussen können. Die Saison geht bald zu Ende; als letztes Ziel ist die Sicherung des fünften Platzes, der zur Teilnahme am DHB-Pokal berechtigt, ausgegeben. „Mehr passiert für uns nicht mehr; da weiß man natürlich nicht, wie hoch die Motivation der Spieler noch ist. Wenn eine Saison ausläuft, ist das sowieso immer eine spezielle Situation“, so Leichlingens Trainer.
Vielleicht gelingt den Pirates aber in Hagen noch mal eine Überraschung; dass sie gegen die Spitzenteams trotz der nach wie vor miesen personellen Lage mithalten können, haben sie schon bewiesen.

Quelle: Kölner Stadtanzeiger

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